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DJ Service Hamburg: Moin !, würde mich ja freuen, wenn die Wölfe in die schönste Stadt der Welt nach

DJ Hamburg: Eishockey ist immer irgendwie etwas ganz besonderes. Unserer Mannschaft, nun ja ein gänzlich anderes Thema.

Jan: Wann kommt endlich mehr?

Bathroom Fitting: I didn't see this one.. Who won ?

Online Vermarkter: Die veränderten Marketingstrategien und der daraus erwogene Aufwand haben sich ja doch gelohnt, wie man

Vender en internet: Die Wölfe-Verantwortlichen spielen ein gefährliches Spiel. Auch die Spieler sehen ja die Zuschauermenge und sie


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Das sind die Löwen

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Freiburg gegen Bad Tölz, das ist ein Traditionsduell. In insgesamt 69 Begegnungen gewannen 36-mal die Breisgauer und 31-mal die Oberbayern; aus den tiefen 80er-Jahren stehen zudem zwei Unentschieden zu Buche. Matthias Konzok hat sich den Kader ganz genau angeguckt.

Zu Zweitligazeiten zählten etwa der tschechische Verteidiger Taticek (nicht zu verwechseln mit dem Freiburger Fan Tattoocheck) und der rustikale Benedikt Huß, der heuer als Co-Trainer fungiert, zum Tölzer Inventar. Heute sind es einige alte Bekannte und einige junge Talente, die das Löwenteam zu einem Spitzenteam machen.

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#43: Thomas Ower, 22, Torhüter: In Schwenningen wurde er ausgebildet, bei den Wölfen schnupperte er erstmals DEL-Luft, in Weiden reifte er zum Stammtorhüter und in Bad Tölz avancierte er zum besten Keeper der Oberliga. Thomas Ower, der im Sommer gerne auch die Inliner schnürt, verfügt über den besten Gegentorschnitt. Der Lohn für Talent und Fleiß: Nächste Saison steht er bei den Frankfurt Lions in der DEL unter Vertrag.

# 25: Sebastian Vogl, 21, Torhüter: Mit 17 Jahren debütierte er einst für Landshut in der 2.Bundesliga, seit nunmehr drei Jahren steht er in Ingolstadt unter Vertrag. Der Förderlizenzgoalie ist ein starker Ersatzmann für Ower, zumal er bereits über Aufstiegserfahrung verfügt. Im vergangenen Jahr hatte Vogl die gleiche Rolle in Heilbronn übernommen und war mit den Falken aufgestiegen. Gegner damals: Bad Tölz.

# 33: Markus Maier, 30, Torhüter: Warum der Backup vom Backup Beachtung findet? Maier war 2003 so was wie der Jens Lehmann des Eishockeys: Ein Ex-Schalker als Tribünengast bei einem Londoner Verein. Deutsche Puckfänger und –jäger auf der Insel? Das gab es zuvor nur 1996/97, als mit Markus Berwanger, Steffen Ziesche und Ralf Hantschke gleich drei Akteure in Großbritannien ihr Pfund verdienten, Stichwort Bosman-Urteil.

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# 27: Viona Harrer, 21, Torhüterin: Ein bezaubernder Lichtblick in der Buam-Mannschaft. 21 Jahre jung, Nationalspielerin und bereits mit fünf Einsätzen in dieser Saison. Im letzten Spiel der Hauptrunde stand sie gar die gesamte Spielzeit zwischen den Pfosten. Im zivilen Leben dient Viona Harrer bei der Bundeswehr - die Sportfördergruppe macht’s möglich. Wenn Eishockey immer so schön wäre…

# 2: Florian Kirschbauer, 19, Verteidiger: Der Nachwuchsakteur stammt aus dem eigenen DNL-Team. Nach dem Abstieg aus der zweiten Bundesliga sicherte sich Kirschbauer einen festen Platz bei den Profis.

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# 5: Roman Göldner, 26, Verteidiger: 333 Strafminuten aus 104 Partien in zwei Jahren haben Göldner den Ruf eingebracht, zuweilen den Schalter auf “rustikal” umzustellen. Der gebürtige Dresdner zeigte sich in dieser Saison aber meist zahm und halbierte die Verweildauer auf den gemeinen Strafbänken der Oberliga. Sein Wechsel aus Weiden nach Bad Tölz nahm man ihm in Bad Nauheim ein wenig übel. Beinahe hätte er bei den Kurhessen unterschrieben - die vermeldeten den Transfer als perfekt. Dumm nur, dass er sein Autogramm schließlich unter den Tölzer Vertrag setzte. Beim Gedanken an Adam Spylos Check beim jüngsten 7:2-Sieg der Freiburger sieht Göldner wohl noch immer Sternchen.

# 16: Michael Pfaff, 19, Verteidiger: Pfaff ist ein kleiner Stern am Verteidigerhimmel der Oberliga, der 2006 aufging. Der Juniorennationalspieler hat sich etabliert und wird den Löwen treu bleiben - sofern sein Stammverein denn auch an der zweiten Bundesliga teilnehmen wird. Schließlich soll der Stern einmal noch heller leuchten. Auch als “Zivilist” kümmert sich Pfaff um Sterne – und schraubt an jenen Karosserien herum.

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# 24: Marc St.Jean, 29, Verteidiger: Rudi Carrell wäre mit seiner Gesangseinlage “Laß dich überraschen” bei den Löwen gnadenlos abgeblitzt. Entweder ist man als Tölzer Abwehrspieler jung und deutsch oder kanadisch (geprägt) und eisenhart. Marc St.Jean ist weder jung, noch deutsch, womit die Auswahl eng wird. Der Heilige Johannes wird auf dem Eis regelmäßig zum Teufel. In vier Jahren auf den hiesigen Eisflächen blieb der Ahornschrank (1,93 m & 98 kg) nie unter 100 Strafminuten. So auch während seiner beiden Spielzeiten in Landsberg, wo er 2006 den Aufstieg in Liga zwei feiern konnte.

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# 29: Adam Borzecki, 29, Verteidiger: Bevor Adam Spylo wieder die Schlittschuhe schnürte, war es Borzecki, der die härtesten Checks in der Oberliga austeilen durfte. Der polnische Abwehrchef der Löwen hat jahrelang in Nordamerika gespielt und es geschafft, die Härte irgendwie durch die Gepäckkontrollen am Flughafen zu bringen. Allerdings übertreibt er es hin und wieder mit dem gewählten Maß an Rustikalität. 96 Kilogramm verteilen sich auf 189 Zentimeter und lassen es nicht nur hinten krachen – ein Punkt macht Borzecki im Schnitt pro Spiel. In gegnerischen Fankreisen wird der Hüne gerne als “Ixodida” tituliert.

# 22: Jean-Philippe Morin, 28, Verteidiger: Der Borzecki aus dem franko-kanadischen Gaspe. 186 Zentimeter und 92 Kilogramm sorgen für ein erhöhtes Maß an Robustheit in der Löwen-Defensive. Dass Morin zuvor in der britischen Eliteliga engagiert war, spricht für seine Spielweise. Denn auf der Insel wird ein klein wenig mehr Wert auf die physische Komponente gelegt.

# 55: Matthias Bergmann, 25, Verteidiger: Die Starbulls Rosenheim hätten ihren verlorenen Sohn gerne wieder in den eigenen Reihen. Bergmann fällt nicht sonderlich auf - ein Lob für einen Abwehrspieler.

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#9: Yanick Dubé, 33, Stürmer: Mit seinen 33 Jahren zählt Dubé im Tölzer Team zu den älteren Semestern. In seiner Karriere hat sich Dubé, mittlerweile mit deutschem Pass ausgestattet, während mehrerer Spielzeiten in der Schweizer NLB bewährt. Ein gutes Zeugnis für den technisch versierten Schlüsselspieler der Löwen. Seine Liebesbeziehung zu Bad Tölz begann 1998 an und dauert noch immer an. Unterbrochen lediglich von ein paar wenigen Jahren in der Fremde. Für die Oberliga ist Dubé dezent überqualifiziert.

#10: Franz Mangold, 20, Stürmer: Einmal München und zurück. Vom Bankdrücker in der zweiten Bundesliga zum Bankkaufmann im Isarwinkel. 2006 zog Mangold in die weite Eishockeywelt hinaus, Zielort München. Im Sommer ist er wieder nach Bad Tölz zurückgekehrt. Nun absolviert er eine doppelte Lehre: Zum einen im Bankwesen, zum anderen in der Oberliga.

# 13: Sandro Schönberger, 21, Stürmer: Als die Löwen 2006 gemeinsam mit den Wölfen in die Oberliga abgestiegen waren, war Schönberger bereits Stammkraft im Isarwinkel. Kontinuierlich hat sich der Juniorennationalspieler zu einem Leistungsträger entwickelt. Präzisionsarbeit – nicht nur auf dem Eis ein Thema für Schönberger, der schließlich gleichzeitig für die Karriere nach der Karriere bei einem Unternehmen arbeitet, welches Präzisionsteile für den Auto-Rennsport herstellt. Seinen Marktwert kennt Schönberger – die Vertragsverlängerung in Bad Tölz ist an den Aufstieg gekoppelt.

# 14: Christoph Fischhaber, 19, Stürmer: Kurz zusammengefasst: Eigengewächs, Stammspieler in der zweiten Liga und nebenbei noch Gymnasiast. Fischhaber stammt aus einer Eishockey-Familie. Vater Balthasar spielte vor langer Zeit selbst für die Tölzer in der ersten Liga und der jüngere Bruder Simon wagte den Sprung in eine kanadische Juniorenliga.

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#15: T.J. Mulock, 23, Stürmer: Steht “T.J.” für Tor-Jäger? Nein, in diesem Fall bedeutet es ursprünglich Travis James. Der Vorname ist bei Mulock auch nicht wichtig, eher der dahinter. Sein älterer Bruder Tyson fing 2004 in der Oberliga an, bombte 2007 die zweite Bundesliga zusammen und steht derzeit mit den Eisbären Berlin im Halbfinale der DEL-Playoffs. Bei T.J. hofft man natürlich auf einen ähnlichen Verlauf. Bei bis dato 101 Punkten scheint ein gewisses Potenzial vorhanden.

#17: Martin Melchert, 22, Stürmer: Melchert durchlief die Nachwuchsschule der Adler Mannheim und feierte mit dem DNL-Team seinerzeit drei Titelgewinne. Und weil die Schule der Kurpfälzer hart ist, war Melchert in vergangener Zeit auch hart zu sich. Neben der Eisfläche drückte er zwecks Ausbildung die Schulbank, verbunden mit der Arbeit als Steuerfachangestellter. Dreifachbelastung, was soll’s. Die Ausbildung ist erfolgreich abgeschlossen – mit den einzigen Prüfungen, bei der Abschreiben erlaubt ist.

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#19: Terence Campbell, 39, Stürmer: Darf man vorstellen: Terence “Terry” Campbell, seines Zeichens 14facher Nationalspieler. Als deutsche Spieler rar gesät waren, holte Hans Zach den eingebürgerten Kanadier in die DEB-Auswahl. Der 39-jährige Routinier spielt schon seit Urzeiten in Deutschland und hat auch in der DEL seine Spuren hinterlassen. So auch, wenngleich eher unliebsam, bei den Wölfen Freiburg: Rund 3650 Tage oder ziemlich genau 10 Jahre ist es her, als er im Dress des Iserlohner EC das Saisonende im zementierte, mit einem Overtime-Tor in der zweiten Begegnung der damals noch lächerlich kurzen Best-of-three-Playoffs (in einer Best-Of-Seven-Serie hätten die Wölfe das Ding noch gedreht, da sind wir ganz sicher). In Bad Tölz lässt der studierte Psychologe nun seine Eishockey-Karriere allmählich ausklingen, hängt aber mindestens noch eine Saison dran.

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#28: Christian Urban, 25, Stürmer: Urban in Bad Tölz? Was wie der blanke Hohn klingt, ist seit 2002 Realität. Damit ist Urban der dienstälteste Löwe des aktuellen Kaders. Und wenn er nicht gerade über die Eisfläche heizt, sitzt Urban an der Münchner Uni und lauscht den VWL-Vorlesungen.

#71: Martin Leismüller, 19, Stürmer: Zarte 19 Lenze zählt der – zumindest für Tölzer Verhältnisse – schmächtige Angreifer. Das talentierte Eigengewächs absolviert derzeit seine erste Spielzeit bei den Senioren.

#56: Matt Gorman, 30, Stürmer: Wäre “Mosaiksteinchen” nicht zu lang und in einem bayerischen Duden schlichtweg unauffindbar, so würde über der Tölzer Nr.56 jenes Wort prangen. Im Januar kam der kanadische Torjäger in den Isarwinkel und soll das letzte Puzzlestück für ein Tölzer Aufstiegsteam sein. Bevor sich Gorman in Italien einen Namen machen konnte, kurvte er in Deutschlands Eishockey-Hochburgen Peißenberg und Herford um seine viertklassigen Gegner herum.

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#85: Marcel Waldowsky, 22, Stürmer: Der Shootingstar der vergangenen Saison. Für Weiden erzielte Waldowsky 29 Tore und schoss sich in die Notizbücher diverser Zweit- und Drittligisten. Das Rennen machten schließlich die Tölzer Löwen. Der Flügelstürmer weiß nicht nur, wo das Tor steht, sondern auch die Strafbank. Vergangene Saison schon mit einer Matchstrafe bedacht, sammelte er dieses Jahr binnen sechs Wochen gleich zwei weitere. Alles natürlich äußerst “unglücklich”.

#88: Florian Zeller, 30, Stürmer: Der “Floppo”. Ein Tölzer Urgestein und seit dieser Saison der ideale Nebenmann für das Duo Dubé und Mulock. In der Paradereihe erreicht sein Punktekonto astronomische Höhen. Zwischen 1995 und 2005 war Zeller jahrelang ein Eckpfeiler beim damaligen Zweitligisten, ehe er sich für zwei Jahre nach München verabschiedete. Nun ist er wieder da, besser denn je.

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#90: Michael Baindl, 21, Stürmer: Schon 2003 tauchte Baindl erstmals bei den Senioren auf. Damals noch als DNL-Pimpf, der die Eisfläche der zweiten Liga zunächst nur vergittert betrachten konnte. Heuer befindet er sich bei den Löwen in seiner vierten Saison als Stammspieler und die Entwicklungskurve des Angreifers zeigt weiter nach oben.

#96: Adrian Albanese, 20, Stürmer: Am 1.April hatte Albanese allen Grund zu Feiern. Der Wölfe-Sieg mag für ihn dabei keine Rolle gespielt haben, sondern vielmehr sein 20.Geburtstag. Ein weiterer Spieler aus dem Tölzer Nachwuchs, der punktemäßig kleinere Brötchen backt.

Text: Matthias Konzok, Fotos: Patrick Staar

Kommentare

Kommentar von Rugard
4. April 2008, 18:36

Nicht gerade Harvard-Absolventen wie bei Hannover, aber immerhin ein Gymnasiast und ein Student. Respekt!

Kommentar von Karel Kuchadera
4. April 2008, 18:43

Rugard, der schnellste Kommentator südlich des Kandel

und

Christopher Columbus, der schnellste Teaser-Eindampfer diesseits des Wordpress-Äquators.

Respekt!

Kommentar von klapperstorch
4. April 2008, 23:45

Eine schicke Tormaus habe die. Hoffentlich bleibt die Dame auf der Bank, sonst wird’s schwierig.

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