Wie ist die Lage nach dem Hoffenheim-Spiel?
1. November 2009, 17:20 UhrWie hat sich der SC Freiburg zu Hause gegen Hoffenheim angestellt?
Erlaubt das Spiel Rückschlüsse auf die kommenden Wochen?
Wo geht der Weg des Sportclubs hin?
Was ist bis zum Ende der Hinrunde noch zu erwarten?
Auf was lässt sich aufbauen, was muss sich ändern?


am 1. November 2009 um 18:06 Uhr.
Mit Verlaub, sch… gespielt und zu knapp verloren.
Aber, Freunde des Klassenerhalts, wir sind noch einen satten Punkt vor dem VFB und vor dem Relegetionsplatz.
Keine Frage, dunkle Wolken ziehen über die Erstligastadt Freiburg auf. Dutt, zunehmend ratlos, seine Spieler uninspiriert und die Zuschauer nörgelbereit. Keine guten Vorzeichen für das Kellerspiel in Bochum.
Was ist zu ändern? Antwort: Nichts, weil zur Zeit nichts gändert werden kann. Keine personellen Alternativen. Knirps Amri und Alpen-Ivan spielen leider in Mainz.
Was bis zum Ende der Hinrunde zu erwarten ist, ist klar. Wir schrauben unseren Kopf (stramm nach hinten in den Nacken gelegt) , so gut es geht, aus dem Abstiegssumpf. Mehr als 1 bis 2 Punkte vor dem Absaufen ist nicht drinn. Das wäre für mich ein Erfolg.
Zur Rückrunde muß nachgelegt werden. Der Sturm ist zu schwach und die Abwehr braucht auch eine Verstärkung. Das Warten auf Toprak macht keinen Sinn. Bevor er fit ist, schwappt uns das Wasser in den Mund.
Eigentlich kein Problem, die Situation erkennnen und reagieren. Dafür sind Manager und Trainer da. Auch mit beschränkten Finanzmitteln war (!) und ist was möglich. Ran an den Speck.
am 1. November 2009 um 18:17 Uhr.
Ist das eine Falschmeldung von Achim Stocker’s tot?
am 1. November 2009 um 18:20 Uhr.
Der Tod, gefürchtet und ungefürchtet, kommt unaufgehalten. Goethe
Mach’s gut, Achim. – Trotz allem: es ist viel zu früh dafür
am 1. November 2009 um 18:26 Uhr.
Eine ganz traurige Nachricht. Ich verbeuge mich vor dem Menschen und Vereinspräsidenten Achim Stocker.
am 1. November 2009 um 18:41 Uhr.
Nichts weniger als das Ende einer Ära …
Obwohl ich ihn schon lange nicht mehr verstanden habe, verschwindet mit ihm ein Großteil vom Rest dessen, was für mich mal den SC ausgemacht hat. Da ist jetzt nicht mehr viel …
am 1. November 2009 um 18:50 Uhr.
Bestürzung pur. Unser Beileid an die Angehörigen.
am 1. November 2009 um 18:52 Uhr.
@Gevatter X
Sportlich ist so viel da, wie in der Vergangenheit. Der SC hat in der ersten Liga (fast) immer gegen den Abstieg gespielt, so wie jetzt auch. Wir versuchen, uns zu behaupten.
Der Rest ist Nostalgie.
am 1. November 2009 um 19:54 Uhr.
@Gevatter X
“Nichts weniger als das Ende einer Ära …
Obwohl ich ihn schon lange nicht mehr verstanden habe, verschwindet mit ihm ein Großteil vom Rest dessen, was für mich mal den SC ausgemacht hat. Da ist jetzt nicht mehr viel …”
Ich meine, es gibt einfach Momente, da könnte man manches besser unausgesprochen für sich behalten. Genau solch ein Moment war heute zwischen 18 und 19 Uhr nach dem Spiel gegen Hoffenheim!
Dein Beitrag”…”, geschätzter Gevatter, – so kurz nach Achim Stockers Tod – war ziemlich daneben und unnötig !
Vielen Dank an Achim Stocker, den Vater des SC Freiburg!
am 1. November 2009 um 20:16 Uhr.
Wir kommen grad zurück vom Spiel,
das im Moment unwichtig wird,
mit dieser traurigen Nachricht.
Der Geschäftsführende Vorstand hat es gut ausgedrückt :
” Achim Stocker hat unserem Verein sein Herz geschenkt. Er wird in unseren Herzen wie in den Herzen aller SC-Fans für immer seinen Platz behalten. ”
am 1. November 2009 um 20:18 Uhr.
Allen nahestehendsten Weggefährten von Herrn Stocker spreche ich mein Beileid aus.
am 1. November 2009 um 21:05 Uhr.
Gevatter, Du hast für mich die richtigen Worte gefunden …
am 1. November 2009 um 21:09 Uhr.
Auch wenn ich nicht alle Meinungen mit Ihm teilte war er der beste Präsident der unser SC haben konnte. Wer Ihn einmal in der Geschäftsstelle erlebte wenn er sich nochmal kurz vor Spielbeginn zeigte der weiß was Ihn mit dem Verein verbunden hat- es war sein Lebenswerk!
Wir können nur von Achim Stocker lernen was ein echter symbadischer Freiburger ist. Kein Selbstdarsteller keiner der sich gerne den Kameras zeigte- einer der nach seinem Kopf handelte und sich immer treu blieb.
Danke Achim Stocker für Dein Lebenswerk.
Mein Beileid allen Verwandten und die Ihm nahe standen.
am 1. November 2009 um 21:27 Uhr.
Entsetzen! Mein Beileid gilt der Familie und den Angehörigen!
am 1. November 2009 um 22:22 Uhr.
Schade, daß heute nicht in allen Beiträgen der Respekt (auch vor dem Tod) im Vordergrund steht, sondern noch nachgetreten werden muß.
Für mich unverständlich.
am 1. November 2009 um 22:28 Uhr.
Wenn Du Dich berufen siehst, hornstein, mir Begriffe wie Pietät, hohlen Pathos oder Heuchelei samt temporärer Zuordnung erklären zu müssen – nur zu – gerne mit persönlichem Bezug zu Herrn Stocker und seinem Wirken.
Vllt. können wir uns dann auch über Begriffe wie “daneben und unnötig” einigen …
am 1. November 2009 um 23:00 Uhr.
Ich habe mich fürchterlich über die Niederlage gegen Hoffenheim geärgert. Als ich kurz danach erfuhr, dass Achim Stocker gestorben ist, wurde mir noch nie so bewusst, wie unglaublich unwichtig eine Niederlage im Fussballspiel ist. Achim Stocker – ein Mensch, wie es ihn in in diesem brutalen Geschäft Bundesliga nie mehr geben wird. Wenn ich mich derzeit und auch in der Vergangenheit umgucke – fast überall Wichtigtuer, egomanische Selbstdarsteller, denen ein Fernsehautritt allemal wichtiger ist als ihr Verein. Und auf der anderen Seite Stocker: bescheiden, zurückhaltend, sich nie in der Vordergrund rückend, immer darauf bedacht, dass sein Handeln nicht für ihn, aber für den Verein von Nutzen ist, eine Vaterfigur, wie es sie in diesem Verein nie mehr geben wird. Und wir sollten alle anerkennen: ohne Stocker hätte Freiburg noch keine Sekunde erste Bundesliga erlebt. Dieser Verein wäre ohne ihn dort gelandet, wo sich der einst ruhmreich FFC jetzt befindet. Der SC ohne Stocker – ich kann es mir einfach nicht vorstellen. Ich bin traurig – und ich verneige mich vor den Leistungen dieses Mannes. Seinen Angehörigen gilt meine aufrichtige Anteilnahme.
am 2. November 2009 um 00:11 Uhr.
Beispiel bitte …
am 2. November 2009 um 02:11 Uhr.
Ich kann es nicht glauben, ich bin geschockt und sehr traurig. Wenige Stunden vor dem Spiel gegen den FCB habe ich ihn noch in die Fritz-Geiges-Straße einbiegen sehen.
Mein tiefes Beileid und Mitgefühl gilt seiner Familie.
Welch unglaublicher Verlust aber auch für den Fußball in FR, Stocker war das Gesicht des SCF. Er hat aus so wenig Unvorstellbares geschaffen, diesem Lebenswerk kann man nur Respekt zollen. Der Verlust für den SC wird – wenn überhaupt – nur unglaublich schwer zu kompensieren sein. Ich sehe niemanden, der Ihn nur ansatzweise ersetzen könnte.
am 2. November 2009 um 07:29 Uhr.
Der SCF (Stocker Club Freiburg) hat heute mehr als seinen Kopf und sein Herz verloren. Die Seele ist gegangen. Der Verein, den Stocker mit Gutedel-Wirtspolitik und viel persönlichem Goodwill gegen alle Widerstände zunächst weit, hoch und dann immer wieder nach oben gebracht hat, wird fortan ein anderer sein. Er wird fehlen, auch als Rammbock gegen die neoliberalen Träumer, die jetzt die bis gestern unantastbare Macht Achim Stockers unter sich aufteilen werden.
Mein tiefes Beileid!
am 2. November 2009 um 09:13 Uhr.
@Rudi Ratlos
“Beispiel bitte….”
Ich habe damit Gevatter gemeint, nehme aber, nach nochmaligen Lesen seines Beitrags (1.11. um 18:41), meinen Vorwurf zurück. Sorry Gevatter. Deine Äußerungen richteten sich nicht gegen Achim Stocker.
am 2. November 2009 um 09:42 Uhr.
@philosoph
Du sprichst von der “unantastbaren Macht Achim Stockers”, die jetzt “neoliberale Träumer unter sich aufteilen werden”.
Wenn die Macht eines einzelnen, der zugebenermaßen verantwortungsvoll damit umgegangen ist, künftig vielleicht auf mehreren Schultern verteilt wird, ist das zunächst nicht negativ zu sehen. Wenn Machtfülle geteilt wird, geht das durchaus mit meinem Demokratieverständnis überein.
Nur, “neoliberale Träumer” sollten es nicht sein, davon ist aber auch nicht zwingend auszugehen.
am 2. November 2009 um 10:12 Uhr.
herby bitte lass in diesem Blog mal das rumdiskutieren endlich sein! Achim Stocker ist Gestern gestorben!
am 2. November 2009 um 10:41 Uhr.
@breitling
Das weiß ich und ich glaube, daß es im Sinne von Achim Stocker ist, sich über ihn Gedanken zu machen.
am 2. November 2009 um 11:46 Uhr.
Bist Du sicher, dass es nicht Elvis war?
Achim Stocker hatte in der vergangenen Woche einen Herzinfarkt sowie einen Hirnschlag erlitten und wurde in der Freiburger Uniklinik versorgt. (Süddeutsche Zeitung)
am 2. November 2009 um 12:46 Uhr.
Letzte Woche hat der SC in Mainz gespielt und nicht gegen Bayern, mein lieder Rudi!
Ruhe in Frieden, Achim Stocker! Ich bin zu tiefst traurig!
am 2. November 2009 um 12:49 Uhr.
@Gevatter
“Wenn Du Dich berufen siehst, hornstein, mir Begriffe wie Pietät, hohlen Pathos oder Heuchelei samt temporärer Zuordnung erklären zu müssen – nur zu – gerne mit persönlichem Bezug zu Herrn Stocker und seinem Wirken.”
Im Gegensatz zu manch anderem in diesem Forum fühle ich mich nicht zu irgend etwas berufen. ” Begriffe wie Pietät, hohlen Pathos oder Heuchelei samt temporärer Zuordnung” kommen in meinem Beitrag (auch bei noch so genauem Hinsehen) nicht vor.
“Vllt. können wir uns dann auch über Begriffe wie “daneben und unnötig” einigen …”
Ich brauche mich Dir nicht zu einigen. Ich wüßte wirklich nicht, weswegen. Vielmehr bleibe ich bei dem von mir gesagten.
am 2. November 2009 um 13:05 Uhr.
Danke lieber Schleider für die Korrektur. Das FCB hatte ich überlesen.
am 2. November 2009 um 13:23 Uhr.
Im folgendenen Zitate eines lesenswerten Artikels auf spiegel.de – link siehe unten:
“Mainz 05 ist es im Laufe der vergangenen Jahre gelungen, als Club eine stabile fußballkulturelle Identität zu entwickeln. Dazu gehört einerseits ein erkennbarer Stil auf dem Platz und eine vergleichweise sichere Hand bei der Auswahl passender Profis. Zugleich versteht es die Vereinsführung, keine falschen Erwartungen zu wecken, und das Publikum fordert ebenfalls nicht Unmögliches. Die Idee vom trotzigen Karnevalsverein lebt noch immer, und das ist eine große Managementleistung.
…
Die Zeiten der Niedlichkeit sind bei Mainz 05 in der vierten Bundesliga-Saison des Clubs aber längst vorbei. Er hat seine Infrastruktur kontinuierlich verbessert, steht in der Nachwuchsarbeit inzwischen gut da, und wenn das neue Stadion im Laufe der kommenden Saison fertig ist, werden die wirtschaftlichen Spielräume größer. Bis dahin wird sich für Mainz 05 an der Außenseiterrolle nicht viel ändern.”
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,658617,00.html
am 2. November 2009 um 14:15 Uhr.
Nachfolge ?!
http://www.n24.de/news/newsitem_5563107.html
am 2. November 2009 um 14:27 Uhr.
@ AndiZ
Klasse, ein Bruder im Geiste!
Hier mein Link, den ich gerade loswerden wollte:
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,658617,00.html
Den Autor des Artikels, Christoph Biermann, schätze ich sehr. Ich habe gerade sein Buch, “Die Fußball-Matrix” mit großem Gewinn gelesen. Nächsten Montag, am 09.11. gibt es in Dortmunder FZW eine Lesung von ihm zu diesem Buch.
Ich habe schon Karten!
am 2. November 2009 um 15:03 Uhr.
@AndiZ
Es stimmt, die Entwicklung in Mainz kann sich sehen lassen. Gerne würde ich zur Zeit soviel Gutes vom SC vorweisen.
Wenn ich lustigerweise von Knirps Amri und Alpen-Ivan schreibe, dann ist mir natürlich bewußt, daß die beiden, im Gegensatz zu unseren Stürmern, wissen, wo das Tor steht und sogar treffen.
Die Mainzer haben einfach einen Lauf und wir stottern zur Zeit mühsam rum. Zwar hat der direkte Vergleich gezeigt, daß wir uns nicht verstecken müssen, aber die Kaltschnäuzgkeit, auf Fehler des Gegners zu warten, um dann zuzuschlagen, haben sie uns voraus.
Das Publikum in Mainz verzeiht der Mannschaft ganz sicher mehr, als das Freiburger Publikum dem SC. Auch ein Grund, befreiter aufspielen zu können. Unsere Zuschauer scheinen zu vergessen, wie hoch die Anwesenheit des SC im Oberhaus, einzuschätzen ist. Für mich war es unter Finke und ist es jetzt unter Dutt immer noch eine Sensation, das wir uns mit Erstligisten messen können.
Mainz setzt schon um, was wir uns wünschen. Bald haben sie uns auch noch ein größeres Stadion mit mehr Komfort voraus.
Sicher ist es aber auch nicht für Mainz, trotz Bube Amri und dem Alpenungeheuer Invanschitz, daß sie die Klasse halten. Sie haben zwar ein komfortables Punktepolster, aber es kommen noch heftige Erstliga-Zeiten.
Ich habe mich ja schon dahingehend festgelegt, daß Mainz trotzdem am Ende hinter uns steht. Fairerweise gönne ich ihnen den Klassenerhalt, denn gute Arbeit muß belohnt werden.
Vielleicht kann unser Publikum sich ja mal ein wenig aneignen, von dier Leichtigkeit und der Geduld des närrischen Mainzer Publikums. Als Westfale, zwar schon fast dreißig Jahre hier “unten”, weiß ich nicht so recht, ob das überhaupt möglich ist. Eine gewisse Reserviertheit in jeglicher Hinsicht, ist dem hiesigen Menschen zu eigen und daran scheint man festhalten zu wollen. Ausbrüche, die immer wieder mal vorkommen, mahnen den Entrückten aber schnell wieder zu maßvollem Verhalten. So, als sei er erschrocken, über soviel Explosivität.
Eigentlich nicht verwunderlich, daß eine so starke emotionale Bindung an dem Verein, wie es woanders (z.B. im Pott) vorkommt, hier in Freiburg nicht so leicht möglich ist. Von unmöglich will ich gar nicht sprechen. Es gab ja mal eine Zeit, da war man hin und wieder von Sinnen. Zugegeben, da war auch alles völlig neu und unerwartet.
am 2. November 2009 um 15:10 Uhr.
Andreas Ibertsberger … zog sich kurz vor Spielende in einem Luftkampf mit Ivica Banovic einen Jochbeinbruch sowie einen Bruch der Augenhöhle und der Kieferhöhle zu. Rangnick: “Realistisch betrachtet wird er bis Weihnachten nicht mehr spielen.” (Kicker Online)
Das sah gestern sofort übel aus und der Spieler wusste wohl auch gleich, dass da was ganz Heftiges passiert war. Gute Besserung an Andreas Ibertsberger!
am 2. November 2009 um 15:16 Uhr.
Woraus leitest Du dann die Berechtigung für Deine anmaßende Zurechtweisung
ab – zumal Du Dich ja nicht “zu irgendwas berufen” (Sittenprediger, Blogwart, ???) fühlst?
Wohl wahr – genausowenig wie ich Dir Deine Impertinenz und Arroganz nachzusehen brauche.
Auch recht, aber belass es dabei – das würde mir es leichter machen zu vermeiden, daß Du noch berechtigten Anlass bekommst, Dich über meine Beiträge zu beklagen!
am 2. November 2009 um 15:24 Uhr.
Dem schließe ich mich an!!
am 2. November 2009 um 15:51 Uhr.
Ein schwarzes Wochenende für den SC. Ich habe den schweren Verlust
noch nicht verstanden und kann (und will) mir den SC ohne Aachim Stocker nicht vorstellen.
Diskussionsverbote sollte es nicht geben, aber einen gemäßigteren Umgangston! Klar gehen Gedanken durch den Kopf, wie es weitergehen wird. Und das Thema “Finke” ist ja auch noch nicht verarbeitet.
@cantona + andiz
Ein Satz zu meinem Lieblingsthema “Karnevalserein”. Schön und gut, was der Spiegel schreibt. Doch ihr vergesst, dass Mainz erst die 4. Saison in Liga 1 spielt. Abnutzungserscheinungen der “Marke” gibt es (noch) nicht. Kurzum: die Leistung von Achim Stocker und Volker Finke für den Freiburger Fussball ist höher einzuschätzen.
am 2. November 2009 um 18:19 Uhr.
Mit dem harten Schädel von Banovic ist nicht zu spaßen. Andreas Ibertsberger wünsche ich eine schnelle Genesung.
am 2. November 2009 um 20:23 Uhr.
Vllt. ist es möglich, dass wieder einmal ein “Amateur. wie bei “Ömer”- aber diesmal die Kondolenzseite in der SC-HP einrichtet. Seit Jahren bin ich dort registriert, könnte mich jedoch nur “seitenverkehrt”,gegen meinen Willen dort wieder registrieren. “F1″ ist seit Web 2.0 ein Fremwort. Überhaupt – nur registrierte Fans (was ich eigentlich auch bin) können ihre Betroffenheit niederschreiben und ihr Mitgefühl äussern. – Weit weg vom Verein gibt es noch Internetplattformen, wo man seine Traurigkeit niederschreiben kann – fernab von Fan- und Vereinszugehörigkeit.
… Ich geh mal rüber zur guten Post, die über viele Hände meine Worte ankommen lässt.
am 2. November 2009 um 21:36 Uhr.
unter:
http://www.badische-zeitung.de/sport/scfreiburg/freiburg-nimmt-oeffentlich-abschied-von-praesident-stocker
Stimmen :
Volker Finke, Ex-SC-Trainer
“Mit 74 Jahren ist er viel zu früh von uns gegangen. Schade, dass er gehen musste und ich ihn nicht mehr treffen kann. Ich denke, wir hätten noch etwas zu besprechen gehabt.”
Wehrte blogger, bitte jetzt nicht ausflippen :
ich finde, eine ehrliche Äußerung .
am 2. November 2009 um 22:11 Uhr.
Wie war das bei Stocker? Klare Worte, offen und ehrlich.
Alles Andere waere billige Heuchelei.
am 3. November 2009 um 07:48 Uhr.
@Bomber
Ich flippe nicht aus, sage aber auch ehrlich, daß mancher Satz besser unausgesprochen bleiben sollte, weil er unangebracht ist.
am 3. November 2009 um 08:08 Uhr.
Ach Herbert, das ist doch elendig, was du da machst. Was soll denn an dem Sätzchen schlimm sein? Tausende von Söhnen, Töchtern, Ehefrauen, Ehemänner haben das schon gesagt – und alle, weil sie nicht wollten, dass die Endgültigkeit im Streit endet.
am 3. November 2009 um 09:04 Uhr.
Liebe Ruth, mit “elendig, was du da machst” meinst du wahrscheinlich, daß ich das “Sätzchen” nicht so freundlich interpretiert habe, wie du.
Die Freiheit habe ich mir genommen, das ist nicht wirklich schlimm oder gar elendig, sondern drückt nur mein ehrliches Gefühl aus. Das solls dann auch zu diesem Thema gewesen sein.
am 3. November 2009 um 10:34 Uhr.
Ich denke, man muss den Satz nicht interpretieren – und schon gar nicht “freundlich” oder “nicht so freundlich”. VF sagt offen und ehrlich, was er denkt. Wie bei Achim, weiß man eben bei IHM immer, woran man ist. Komisch, dass das beim einen als positiv, beim anderen als negativ (”besser unausgesprochen”) bewertet wird.
Herby, nimm es einfach mal hin, ohne Bewertung. Ist besser so. Wenn sich hier jetzt jeder “die Freiheit nimmt” wird’s ganz schnell wieder unwuerdig.
am 3. November 2009 um 11:09 Uhr.
Laut Bild.de hat der Idrissou einem fürchterlich die F… poliert.
Ist der völlig gaga oder was ?
Der Typ scheint es nicht lassen zu können.
Außerdem hat er laut Topnews.de eine Vertragsverlängerung abgelehnt.
Harte Wochen für den SC.
am 3. November 2009 um 11:34 Uhr.
@AndiZ
Ist ok.
am 3. November 2009 um 11:50 Uhr.
Was BLÖD, dieses Drecksblatt schreibt, sollte man nicht einmal mit der Kneifzange anfassen.
*Verschwörungsmodus ein*
Allerdings gibt es ja mittlerweile gute Verbindungen vom SC zu Bild.
Vielleicht tun die dem SC einen kleiner Gefallen: Betonen, erfinden, pushen oder “akzentuieren” macht BLÖD ja oft genug. Und wenn SO EINEN TROUBLESHOOTER wie Mo nun kein anderer mehr will ……
*Verschwörungsmodus aus*
am 3. November 2009 um 12:10 Uhr.
kommt auch auf n-tv
am 3. November 2009 um 13:35 Uhr.
@Gevatter X;
“am 2. November 2009 um 15:16 Uhr.”
????????????
Du verstehst es sicherlich, wenn ich Deine Beleidigungen nicht kommentieren will. Ich glaube, jedes weitere Wort erübrigt sich und wir sollten es vor dem Hintergrund des Todes von Achim Stocker dabei bewenden belassen…….
am 3. November 2009 um 13:45 Uhr.
“Eurosport – Di 03.Nov. 09:36:00 2009
Es ging angeblich um eine Sport-Wette, um mangelnden Respekt und verletzte Eitelkeit. Mahamadou Idrissou soll bereits im Sommer zugeschlagen haben. Der Angreifer von Bundesligist SC Freiburg soll einem Angestellten des Cafés “Baltino” das Jochbein gebrochen und eine Zahnbrücke zertrümmert haben.
http://de.eurosport.yahoo.com/03112009/73/bundesliga-buntes-pruegel-freiburger-caf.html
ed. wg. Urheberrecht
Steht auch in BLÖD, wann das war (wieder = jetzt? und nicht schon lange vor der Saison)und warum es gerade jetzt hochgekocht wird?
am 3. November 2009 um 13:46 Uhr.
Was bist du denn für ne Pfeife?
am 3. November 2009 um 13:56 Uhr.
Was Idrissou vorgeworfen wird, liest sich nicht so lustig. Jedenfalls liegt der Staatsanwaltschaft eine Anzeige wegen Körperverletzung vor. Das wird uns noch weiter beschäftigen.
Obwohl noch die Unschuldsvermutung gilt, sage ich trotzdem, daß Idrissou mal wieder ins gegnerische Tor treffen sollte, statt…..
Wenn das alles stimmet, was oben zu lesen ist, ist es jedenfalls vorbei mit Idrissous Saubermann-Image in Freiburg.
am 3. November 2009 um 14:12 Uhr.
Einverstanden
am 3. November 2009 um 14:14 Uhr.
Im Zusammenhang mit dieser Geschichte, bekommt die in Frage stehende Vetragsverlängerung noch einmal eine ganz besondere Bedeutung – für Idrissou meine ich.
am 3. November 2009 um 14:23 Uhr.
@ herby
Das (was auch immer) war vor der Saison. Zu einem von 10 “Problemprofis” wird er auch durch so einen Hinweis wie
“Schon im Jahr 2004 war Idrissou in den SCHLAGzeilen. Damals soll er seine damalige Verlobte geschlagen und gewürgt haben. Verurteilt wurde er nicht.”
Ich bin mal schweren Herzens auf die Seite des DRECKSblattes gegangen. Von den anderen 10 PROBLEMPROFIS sind 5 so aktuelle wie Ulli Stein, M. Gaudino, Toni Schumacher, Thomas Berthold, Bernd Schuster (alle Jungsteinzeit). Der Oberrüpel Jens Novotny darf ja auch nicht fehlen.
Ich will das jetzt nicht relativieren. Allerdings sollte man wirklich abwarten, was daraus wird.
Und vor allem die Frage stellen: Warum wird es jetzt thematisiert? Seit fast 6 Wochen wird ermittelt. 4 Monate ist es her ….
am 3. November 2009 um 14:29 Uhr.
@Cantona
Interessante Theorie und gar nicht mal so abwegig …
Mir kam eine andere Veschwörung in den Sinn. Ist nicht besagtes Blatt mit S04 verbandelt ? Es könnte ja auch sein, dass S04 den guten Mo im Winter für Portogeld verpflichten will, sollte er in Freiburg (wie in Duisburg) zur persona non grata werden …
@herby
Hast du das Interview mit Rangnick und seine Aussage über Mo Idrissou gelesen ? “Klasse Fussballer, wenn er sich nicht ablenken lässt…”.
Sportwette, Cafe Baltino (kennt das ein ortskundiger?) … die Schlagzeilen sind unnötig. Und ich hoffe, dass der Verein trotz Unschuldsvermutung mit dem guten Mo über seinen Umgang spricht.
am 3. November 2009 um 14:31 Uhr.
was man hier nach Achim Stockers Tod lesen muss, ist erschreckend.
am 3. November 2009 um 14:34 Uhr.
@cantona
Die Zeitverzögerung kommt mir auch seltsam vor. Du hast jedenfalls recht, daß man abwarten sollte, was daraus wird.
Ich mag Idrissou als Typ sehr und wünsche mir (ihm natürlich auch), daß sich die Sache in Wohlgefallen auflöst. So richtig dran glauben, kann ich nicht.
am 3. November 2009 um 14:40 Uhr.
Ein Urolith
am 3. November 2009 um 14:49 Uhr.
http://www.baltino.de/data/htm/framesnet.htm
am 3. November 2009 um 15:01 Uhr.
Hoffentlich hört Mo jetzt endlich auf jene, die nur sein Bestes wollen und hat verstanden, dass er das ruhige, reizarme Umfeld von Freiburg braucht für seine gedeihliche Entwicklung und verlängert hier für lau!
Schon als Zeichen von Unschuldsbewußtsein und in der Hoffnung auf eine günstige symbadische Regelung dieser Bagatelle …
am 3. November 2009 um 15:20 Uhr.
Was jetzt genau erschreckend sein soll, weiß ich nicht. Da gehen die Meinungen sicherlich wieder auseinander.
Vielleicht sollte die BZ einen Extra-Thread dazu machen. Dann wäre es für sich und nicht so zwischendrin.
am 3. November 2009 um 15:22 Uhr.
@ cantona
Füttern verboten!
am 3. November 2009 um 15:33 Uhr.
“Nach dem Aufstieg war nur vor dem Abstieg>
NACHRUF Mit Achim Stocker stirbt einer der letzten Patriarchen des Profifußballs. Den SC Freiburg leitete er seit 1972, ohne hinter dem ökologisch korrekten Image vom linksalternativen Lieblingsklub zu stehen.
https://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=le&dig=2009%2F11%2F03%2Fa0034&cHash=502496dd07
ed. wg. Urheberrecht
am 3. November 2009 um 15:37 Uhr.
am 3. November 2009 um 16:27 Uhr.
Oui!
am 3. November 2009 um 16:56 Uhr.
Vom jammern über den seit vier Spielen sieglosen SC über den bestürzenden Tod des in seiner Art in vieler Hinsicht einmaligen Achim Stocker schwenkt Blogger dann lässig zu angeblichen Anschuldigungen gegenüber Mo, sich gegenseitig dabei immer wieder beleidigend, um dann seitenlange Nachrufe abzudrucken.
Stocker selbst würde, an seiner Zigarette/Stumpen ziehend und Dampf ablassend, das Ganze in seiner typischen Art kommentieren:”Henn die nix Bessres zu tun?” Hier würd ich ihm dann uneingeschränkt zustimmen.
Mein Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Verwandten.
Achim Stocker hat das Gesicht des SC Freiburg geprägt, vor allem seit Finkes Amtsantritt, dessen Wirken er sicher oft kritisch begleitete aber letztendlich immer tatkräftig unterstützte. Welcher Präsident sonst hat je über seinen Trainer gesagt, dass der sich nur selbst entlassen könne.Was zum offensichtlichen Zerwürfnis mit VF dann wirklich führte, wir werden es nie erfahren. Nicht umsonst bedauert VF in seiner Stellungnahme auch, dass er nun “Einiges” mit Stocker nicht mehr besprechen kann. Das ist wirklich schade, denn der Abschied dieser beiden herausragenden Persönlichkeiten des SC Freiburg voneinander war leider kein guter. Auch das wird Achim Stocker bis zuletzt umgetrieben haben.
“CDU Parteigänger” Meines Wissens war er immer SPD Mitglied. Ist aber eigentlich völlig wurscht und gehört in einen Nachruf sowas von garnicht rein. Aber seis drum, auch das wär für ihn”dummesGschwätz”
am 3. November 2009 um 17:06 Uhr.
Ara, wenn es noch geht, editiere rasch Deinen Beitrag. Du wirst Dich hinterher besser fühlen!
am 3. November 2009 um 18:07 Uhr.
Auch wenn es nicht ganz paßt, egal, ich mach es passend:
Nur noch 10 Karten für das übernächste Heimspiel gegen Köln (Bremen ist schon ausverkauft). Wer mal wieder 3 Punkte bejubeln will, der sollte sich sputen.
am 3. November 2009 um 21:23 Uhr.
Ich bin immer noch wie paralisiert, der Schock sitzt tief, und mir fehlen die Worte. Ich bin unendlich traurig über den Tod Achim Stockers. Er war ein toller Vorsitzender, und ein liebenswürdiger Mensch. Trost finde ich in den vielen Zeitungsartikel über Herrn Stocker. Sehr schön geschrieben von Uwe Rogowski im heutigen Südkurier, sehr lesenswert, oder auch in der Oberbadischen von Arne Bicker. Mit viel Herzblut geschrieben. Auch die vielen Nachrufe hier in der Badischen Zeitung, insbesondere von Andreas Rettig u. Andi Zeier beschreiben den Menschen Stocker sehr gut. Er war immer sehr ehrlich, bescheiden und nahm sich nicht so wichtig. Er hat alles für diesen Verein getan, er hat sein Herz für den SC geopfert. Ich hoffe, der Verein kann diesen Verlust kompensieren. Mein tiefes Mitgefühl gehört Frau Stocker, die Ihren Mann immer tatkräftig unterstützte.
am 4. November 2009 um 11:40 Uhr.
@ BZ, Peter Disch
Läßt sich nicht – Cantonas Anregung folgend – von der üblichen Thread-Eröffnung-Routine abweichend, ein oder – besser noch – zwei neue Threads einrichten, um diese unglückliche Vermengung der Kommentierung von besonderem, tragischem Anlass und den normalen “umgefallenen Reissäcken” zu beenden.
Zum einen wird es noch einiges anläßlich der Feierlichkeiten um Herrn Stocker an distinguierter Trauerarbeit und getragenen Statements geben, zum anderen ist absehbar, dass die Gerüchteküche zu Themen von Mo bis Diadochenplots bald überbrodeln wird.
Vllt. als vorgezogenen Ersatz für die Bochum-Vorbereitungs-Threads …
Edit: OK, hat sich wohl überschnitten …
am 12. November 2009 um 19:02 Uhr.
@cantona
“am 3. November 2009 um 13:46 Uhr.
hornstein: @Gevatter X;
“am 2. November 2009 um 15:16 Uhr.”
????????????Du verstehst es sicherlich, wenn ich Deine Beleidigungen nicht kommentieren will. Ich glaube, jedes weitere Wort erübrigt sich und wir sollten es vor dem Hintergrund des Todes von Achim Stocker dabei bewenden belassen…….
Was bist du denn für ne Pfeife?”
–) zu mehr langt es wohl nicht???
…
Zumal ich mit Dir gar nicht gesprochen habe!
Traurig, traurig, traurig!
am 14. November 2009 um 16:23 Uhr.
Ein paar Begegnungen mit Achim Stocker,
recht persönlich gehalten.
(quasi angeregt durch die Fleißarbeit von wiesental weiter oben)
1. Der Präsident und seine Schulzeit
Mein Vater ist sehr früh verstorben, als ich drei Jahre alt war. Ein paar sehr konkrete Bilder hab ich noch an ihn, aber das ist eine andere Geschichte. Auf jeden Fall erzählte mir meine Mutter mal, dass er beim Endspiel in Bern (im Stadion der Young Boys) war. Es kann nur das 54er Endspiel gegen Ungarn gewesen sein, als Deutschland Weltmeister wurde. Das intensivierte natürlich mein schon vorhandenes Interesse am Fußball.
(70-er Jahre: Bayern, Gladbach, Europa-Weltmeisterschaft, Netzer, Gerd Müller, usw.)
Und mein Interesse am SC Freiburg , der nach Trainer Jörg Berger (schade dass er während der Saison 88/89 ging) immer mal wieder nach oben schnupperte, intensivierte das Interesse meiner Mutter am SC.
Einer der nächsten Trainer war halt wieder ein nächster Trainer: Volker Finke. Dann gings ja atemberaubend nach oben. Es blieb kaum Zeit zum Verschnaufen.
Meine Mutter mal : ´Frag doch mal den Stocker, ob er nicht mal bei mir in der Schule war.` Sie meinte, sie hätte mal einen Stocker unterrichtet.
Es dauerte eine Weile, bis sich die Gelegenheit ergab, nach dem Motto : Äh, Herr Stocker, darf ich sie mal was fragen, meine Mutter ist Grundschullehrerin und sie meint, dass …
Es war schnell geschwätzt : Er wars nicht, Stocker war woanders in der Grundschule gewesen.
Diese läppische kleine Begegnung hatte mir imponiert: ich hab mich getraut zu fragen, Stocker ist kurz und nicht genervt auf mich eingegangen. Der Informationsfluss verlief ganz normal, freundlich, aufmerksam, zugewandt und aussagekräftig. Nicht zuviel und nicht zuwenig.
am 14. November 2009 um 16:31 Uhr.
2. Achim Stocker beim Arzt
In Gesprächen am Arbeitsplatz kommen Leute immer mal wieder mit mir auf den SCF zu sprechen. Komisch, gell ?!
Eine Kollegin erzählte mir mal, sie sei früher Arzthelferin gewesen. Einer der Patienten war Achim Stocker. Das Team hätte sich immer gefreut, wenn er mal wieder kam. Er sei besonders nett, freundlich, originell, beliebt gewesen. Und jedes mal hätte er, ganz nebenbei und wie selbstverständlich, ihnen Freikarten fürs nächste Spiel gegeben.
Die Kollegin fand das klasse, habe die Karte immer gern genommen.
Witzig : obwohl sie dann nie ins Stadion ging, oder besonderer Fan sei. Aber sie konnte die Karte ja weiterreichen.
Einfach diese Geste, das Heraussuchen aus dem Sakko, diese regelmäßige Aufmerksamkeit fand sie so nett.
am 14. November 2009 um 17:18 Uhr.
3. Der Präsident und die Dauerkarte
Sommer 1995.
Wir wohnten in der Wannerstraße. Ein Studienkollege nebst Familie wohnte auf der Schwäbischen Alb. Sie zogen wieder nach Freiburg. Hah, durch Zufall 2 Stockwerke über uns !
Der Sohn des Kollegen war natürlich, wohl auch durch unseren Kontakt, wen wunderts ?! , SC-Fan geworden.
Er war z.B. beim Spiel dabei gewesen VfB – SC (0:4 , April 1994, als das Kunststück Klassenerhalt in der ersten Bundesligasaison gegen Ende eingeleitet wurde) .
Nun, da sie nach FR zogen, brauchte er natürlich eine Dauerkarte, ist ja logisch. Aber man bedenke : nach der zweiten Erstligasaison war der SC Dritter geworden, der Uefa-Pokal lockte, die Südtribüne wurde umgebaut, nicht leicht also eine Dauerkarte zu bekommen. Leute, das war ja alles Gold wert !
Aber welch Wunder, hurra, es gelang.
Vor Ort kannte ich die Modalitäten (aus SC-Veröffentlichungen für Mitglieder, aus der BZ, es gab halt nix web 2.0), die rasche Anmeldung seinerseits war erfolgreich, der junge Kumpel bekam eine Stehplatz-Dauerkarte zugeschickt. Damit war der Umzug nach Freiburg natürlich der Hit !
So, und jetzt kommts : bei Ankunft in FR war die Dauerkarte weg . Unauffindbar.
Verdammt ! Jetzt hat es schon so gut geklappt, und dann diese „kleine“ Schlamperei, eine absolute Katastrophe !
Nach dem ersten Schock schmiedeten wir einen Plan, der da hieß : ehrlich überzeugen.
Man bedenke : das Gold in Form der DK war nicht registriert/ zuordenbar. Was soviel heißt wie :
weg isch weg, Pech ghabt .
Ich schärfte ihm ein : Du musst alleine hin. Trau dich. Der Trainer und der Präsident sind keine Unmenschen. Erklär das mit dem Umzug. Wenn du sie nicht erwischst, geh später noch mal hin. Erzähl es ihnen persönlich, dann klappts. Und ganz wichtig : Sag nicht nur wo du herkommst, sag beiläufig, das ist in der Nähe von Heidenheim ! Nicht vergessen, gell !“
Der junge Kumpel ist hin. Im Nachhinein find ich das gut mutig. Man bedenke : damals war Bomber Junior noch nicht auf der Welt und der junge Kumpel ungefähr so alt wie Junior jetzt ! Und dann geht er mit dieser ungewöhnlichen Geschichte zum Präsident. Er hat ihn erwischt, irgendwo auf der Geschäftsstelle, und alle anderen waren auch drum rum.
Die haben sich das Ding angehört. Schatzmeister Ziegelbauer war, kraft seines Amtes, skeptisch. Da könnte ja jeder kommen und so was behaupten. Schwierige Sache.
Als der junge Kumpel ´Umzug von Söhnstetten, in der Nähe von Heidenheim` erwähnte,
drehte sich auch Finke um : „Heidenheim, da kommen doch die Zeyers her !“
Also Gebhardt (war wohl auch anwesend) und Ziegelbauer zauderten noch not amused. Es sah nicht danach aus, dass die was rausrücken. …
Dann schaltete sich Stocker ein !
Er hatte die ganze Zeit nichts gesagt, hatte nicht nachgefragt oder durchblicken lassen, was er davon hält. Er sagte bestimmt, fast nebenher :
„Gib ihm eine !“
Die Saison war gerettet .
Diese Situation ist für mich Stocker Reinkultur. Statt lang rumzumachen, obs das jetzt bringt oder ob man verarscht wird, hat sein Bauch entschieden.
Lieber einem Fan glauben, als ihn unter Bedauern verstimmt wegschicken und verlieren.
am 14. November 2009 um 17:50 Uhr.
4. Einer ärgerte sich über Achim Stocker
Wenn ich jemanden neu kennenlerne, dabei irgendwann über Fußball,
SC rede, ist auch mal jemand dabei, der Stocker persönlich kennt.
Es gibt nur einen einzigen Menschen, der sich dabei von Beginn an, von der Grundeinstellung her, verärgert über Stocker äußerte.
Der Herr ist im Alter von Stocker, kennt ihn aus seiner Heimat her, aus dem Vereinsleben dort. Konstanzer. Der wollte, dass Stocker ihm mal zu einer Vereinsfeier die Mannschaft hochschickt.
Telefonisch wurde er nicht zu Stocker durchgestellt, das fand er schon fies, wo er doch auch Konstanzer ist. Da ist er zu ihm runtergefahren, aber Stocker wollte die Mannschaft für sowas nicht rausrücken.
Das erzählte er ganz entrüstet. „Nur“ Martin Braun sei gekommen, also so ein Reinfall, der Stocker.
Irgendwie hat dieser Konstanzer nicht gemerkt, dass er etwas anmaßend daherkam. Also über Martin Braun bei der Weihnachtsfeier enttäuscht sein, tsesshes, dieser Konstanzer !
am 14. November 2009 um 18:11 Uhr.
5. Vor der MV Juli 2008
Die erste Mitgliederversammlung nach Finke 2007 war ja ne heiße Kiste.
Die zweite MV ein Jahr später, hatte ich vor, ´Finkes Würdigung` anzusprechen. Zuerst dachte ich an einen Antrag. Da dieses Vorgehen aber an WSF erinnert, hatte ich keinen Bock den Paulussaal zu erzürnen, das war die Thematik nicht wert. Ich hab Stocker zuvor darüber angesprochen und hab als Ergebnis dieser Begegnung meine Pläne geändert , siehe meine post vor der MV :
http://blogs.badische-zeitung.de/sc/2008/06/ali-gunes-muss-zum-militar/#comment-22639
Auf der MV wollte ich mich zu Wort melden, es kam aber nicht dazu, siehe meine post nach der MV:
http://blogs.badische-zeitung.de/sc/2008/07/live-mitgliederversammlung-im-paulussaal/#comment-25700
Zitat daraus :
“…Daraufhin hab ich für die mv einen kleinen Redebeitrag vorbereitet. Auch diesen hab ich nicht gebracht, .., es wär wohl nicht gut angekommen, wenn ich an Finkes Würdigung erinnere, kurz bevor Herr Stocker seine verdienten Leute zum Ehrenmitglied macht. ..“
Nun also noch etwas ausführlicher meine Begegnung mit Stocker vor der MV.
Man sagte mir, am besten soll ich mal 15 Uhr kommen, da komme er vom Spaziergang zurück in die Geschäftsstelle. Hab ich gemacht.
Er war noch nicht da, ich bin dann mal ums Eck ins Stadion, dort sprach er mit jemand.
Es passte ihn anzusprechen : „Darf ich sie mal was fragen?“
Er schien keine Zeit zu haben, schaute auf die Uhr, meinte : „Um was geht’s denn ? Ich hab grad noch was vor.“
Ich : „Auf der MV will ich einen Antrag stellen, aber mit ihnen kurz drüber sprechen, damits kein Ärger gibt“
Stocker sah kurz entschlossen von seinen Vorhaben ab und meinte :“ Ja gut, setzen wir uns vielleicht grad hier hin und besprechen es. Der Hund kann hier auch gut sitzen und hält das aus.“
(Er überlegte halt, ob sein Hund nervös wird oder ruhig bleibt. Er blieb geduldig)
So saßen wir drei auf den Stufen von Steh-Süd. Ich stellte mich vor, Stocker fragte ein paar Sachen nach, ich erklärte mein Anliegen, dann holte er aus. Er sprudelte. Fast ne Dreiviertelstunde. Inhaltlich gabs für mich schon paar Überraschungen. Die Kraft in der Stimme war beeindruckend. An anderen Stellen sprach er ruhig. Bei manchen Themen steigerte er sich aufgeregt rein . Bei manchen Sachen konnte er nicht grad erwarten, dass ich jetzt mitkomme, er erzählte trotzdem weiter.
Ich fragte mich, warum er so ausholte. Ob es stimmt, was er sagt. Ob er manches wirklich glaubt, oder sich etwas versteckt, verstellt. Wir kannten uns ja nicht. Ich glaub, er hat mir Dinge erzählt, wie er sie empfindet und sieht. Warum grad mir gegenüber ? Ich glaub, er hatte einfach Vertrauen.
Um Missverständnisse zu vermeiden : Was inhaltlich die interessanten Punkte für mich waren, kann ich natürlich hier nicht schreiben. Ist ja klar, gell. Und : es waren jetzt keine so Sensationspunkte, interne Geheimnisse o.äh. Ich hab aber einfach mitbekommen, wie er von diversen Leuten redet. Konnte auf mich wirken lassen, was er wohl von diversen Leuten hält.
Nicht mehr und nicht weniger.
Ich sag mal : seine relative Offenheit, sein auch emotionales Stellung beziehen, seine bekannte originelle Art zu reden, zu formulieren usw., das hatte schon was Einzigartiges.
Manche Sätze, manche verblüffende Formulierung, incl. Stimme und Gesichtsausdruck, hab ich noch heute deutlich vor Augen.
Das hat sich eingeprägt.
am 14. November 2009 um 18:39 Uhr.
6. Kaiserstuhlcup gegen Leverkusen – August 2009
Unser Machwerk unlängst : „Bomber und Bomber Junior in Berlin“ – das hatte schon Züge einer Hommage an den SC und seiner Protagonisten.
http://blogs.badische-zeitung.de/sc/2009/06/off-topic-bomber-und-bomber-junior-in-berlin/
Zum Kaiserstuhl-Cup nach Bahlingen sind wir spontan. Wir kamen kurz vor Anpfiff an. Zufällig auch Achim Stocker. Ich durfte ihn fragen, ob er die Story kennt. Er kannte sie nicht.
Ich beschrieb ihm knapp, was es damit auf sich hat. Und er sei bei Madame neben Helmut Kohl abgelichtet.
Pfiffig machte er eine Bemerkung, eine lustige Mutmaßung. Sagte entspannt auflachend, in etwa : ´Jaja, habt er mich so aussehe lasse wie de alte Kohl` .
Ich erklärte ihm kurz : Nein-nein, das Arrangement ist mit positiven Attributen verknüpft:
Beständigkeit, Aufbauarbeit, Aufstieg usw.
Milde lächelnd legte er Junior kurz die Hand auf die Schulter, milde lächelnd legte er mir kurz die Hand auf die Schulter.
Die Absicht, es zu tun, das Tempo dabei, der Druck der Hand : vergess ich auch nicht so schnell .
am 14. November 2009 um 19:03 Uhr.
7. Kondolenz bei Achim Stocker
Die Trauerfeierlichkeiten waren Freitag 11 Uhr im Stadion. Ich hatte aber Dienst .
Tags zuvor war Gelegenheit, beim aufgebahrten Sarg vorbeizukommen. Ich hatte aber Dienst. Ganz toll fand ich, dass es bis 22 Uhr Gelegenheit gab. Ich konnte mich also persönlich verabschieden.
http://www.badische-zeitung.de/so-trauern-suedbadens-fussballfans-um-achim-stocker–22056940.html
Auf BZ-O sah man schon Bilder. Als ich kam war es dunkel. Es war auch kein so Trubel. Ich konnte mir Zeit lassen.
Neben dem Sarg das große Bild von Achim Stocker. Hinter dem Sarg die Glaseckwände. Das Stadion draußen war zu sehen. Alle Tribünen, das Spielfeld. Im Scheinwerferlicht. Die Werbebanden : „nur“ noch schwarz-weiss-rot SC-Freiburg abgewechselt mit rein schwarzen Überdeckungen. Alles Gerät am Spielfeld war weg : kein Tor, keine Mannschaftskabinen.
Leute hatten am Sarg dezent wichtige persönliche Kleinigkeiten belassen :
ein Schal, Blumen, paar Figürchen auf dem Sarg.
Das Arrangement, auch mit dem dunklen Himmel, war sehr gelungen. Alles sehr ernsthaft.
Nicht übertrieben.
Hier fällt mir komischerweise das Wort von user „schweigi“ ein, die Stocker als „nahbar“ bezeichnete.
Dieses Abschiednehmen von Achim Stocker am Sarg war wichtig.
Er weiß, dass ich ihn auch mal auf dem Bergäcker besuchen werde.
Dort sind auch mein Vater und meine Mutter begraben.
am 14. November 2009 um 19:16 Uhr.
8. Zugabe
Mit etwas zeitlichem Abstand erlaube ich mir eine musikalische Zugabe, weise auch ausdrücklich darauf hin, aus meiner Sicht keine Respektlosigkeiten zu beabsichtigen.
„Ohne Wenn und Aber“ :
1. Stocker kannte Manfred Sievert :
http://fudder.de/artikel/2008/07/05/good-bye-many/
2. Jener war der „Elvis der AOK“
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/many-ist-gestorben
3. Deshalb ein raffiniertes Elvis remix mit Überraschungsgast on drums, *grins* ,
es ist schwungvoll, mitreißend, richtet sich auf Vergangenheit und Zukunft :
http://www.youtube.com/watch?v=ZmBjsZ-o_yQ
adda
am 14. November 2009 um 20:39 Uhr.
@Bomber
Respekt!
am 15. November 2009 um 19:28 Uhr.
@ Bomber, danke für die schönen Berichte. Es zeigt was für ein warmherziger Mensch Achim Stocker war.
Ich erinnere mich auch an ein Telefonat mit Frau Stocker. Es war an einem Sonntagmorgen so um 1995. Ich hatte 2 getrennte Sitzplatzkarten auf der Haupttribüne. Die andere Karte gehörte meiner Frau, und da ich gerne mit ihr zusammengesessen hätte, stellte ich einen Antrag beim SC. Da kam dieses Telefonat, und sie machte mir ein Angebot von zwei zusammenhängenden Dauerkarten. Ich nahm dieses Angebot dankend an. Welche Ehefrau eines Vereinsvorsitzenden in der Bundesliga, arbeitet am Sonntagmorgen ehrenamtlich für seinen Verein.
Ganz Fussballdeutschland ist zur Zeit in einem Aussnahmezustand, da tun solche Zeilen von Bomber gut. Übrigens Klaus Steilmann, der ehemalige Präsidenten von SG Wattenscheid 09, unserem ersten Heimspielgegner in der Bundesliga, ist mit 80 Jahren verstorben, auch er war ein Mann der alles für seinen Verein getan hat.
Nach der Zeit des Trauern, fällt es schwer wieder zum Fussballalltag zurückzukehren.
am 15. November 2009 um 21:29 Uhr.
@ wiesental
Ich glaub ich hab Glück gehabt, solche Erlebnisse zu bekommen. Oder anders ausgedrückt : Herr Stocker hatte leichtes Spiel, mir zu imponieren.
Oder : es trudeln schon Rückmeldungen ein von Meinungen, die nicht so positiver Einschätzung sind. Aber das ist ganz normal, man kanns nicht jedem rechtmachen. Und sowas erzählt man jetzt auch nicht, hoff ich.
Gut fand ich (neben z.B. Rettichs gelungener Beschreibung des Vorstellungsgesprächs) Äußerungen, die Stocker nicht blos engelehaft in den Himmel verklärten:
Zitat: Gerhard Mayer-Vorfelder:
“..Was heute in den Reden nicht so richtig zum Ausdruck kam: Er war ein großes Schlitzohr – er hat bescheiden getan, aber was er alles gemacht hat… Er hat mir von seiner Art her sehr imponiert. ..”
siehe : http://www.badische-zeitung.de/sport/scfreiburg/trauerfeier-stimmen-zu-achim-stocker
Oder Nachruf von Michael Dörfler :
http://www.badische-zeitung.de/sport/scfreiburg/achim-stocker-die-vaterfigur-des-sc-freiburg-ist-tot
Zitat : “.. Stocker war kein einfacher Charakter und ein Mann klarer Worte. Als bisweilen stur wird der Finanzfachmann, der früher in der Oberfinanzdirektion sein Büro hatte, beschrieben. Dazu als einer, der immer genau wusste, was er wollte. Und dies mit List und Geschick sowie einem guten Schuss Liebenswürdigkeit zu erreichen versuchte. ..”
Oder Gundolf Fleischer :
http://www.badische-zeitung.de/sport/scfreiburg/gundolf-fleischer-findet-bewegende-worte-bei-trauerfeier-fuer-stocker
Zitat : “..Durch sein diplomatisches Geschick wusste er andere auf seine Linie zu bringen – und dies oft so, dass die anderen das gar nicht bemerkten. Und das alles in seiner – zumindest nach außen hin – ruhigen Art, oft gewürzt mit Selbstironie und hintersinnigem Humor. ..”
Sodele, genug “gestockert”, tschau .
am 16. November 2009 um 13:28 Uhr.
“Welche Ehefrau eines Vereinsvorsitzenden in der Bundesliga, arbeitet am Sonntagmorgen ehrenamtlich für seinen Verein.”
Sicher ganz, ganz wenige.