Fremdlesen:
96-Trainer Bergmann: “Der Druck wächst”

2. Oktober 2009, 15:36 Uhr

blog-bergmann-450

Vorbericht der Hannoverschen Allgemeinen zum Spiel 96 – SCF:
“Hannover 96 steht vor einem kniffligen Spiel gegen den Aufsteiger SC Freiburg. Mit einem Sieg wären die ‘Roten’ im Soll, mit einer Pleite in Panik.”

22 Kommentare zu “Fremdlesen:
96-Trainer Bergmann: “Der Druck wächst””

  1. herby

    Ich bin für Panik. Eine Führung für den SC wäre Gold wert. Die Zuschauer besorgen den Rest an Unsicherheit.

    Schießt allerdings Hannover das erste Tor, wird das befreiend wirken. Also, hinten dicht und vorne Idrissou oder Makiadi oder noch besser, gleich beide. Eins vor, eins nach der Pause – Deckel drauf.

  2. Petr Ara

    :!:
    Ganz genau, Herby.
    Woher blos kennst du meinen Tip: 0:2 :?:
    Am Samstag drauf 1:0 gegen FCbäh.
    Dann ist der “Vierer komplett”:
    4:0
    3:0
    2:0
    1:0

    :lol: Auf gehts, Jungs.

  3. herby

    @Petr Ara

    Der nackte Wahnsinn !

  4. HaPeeF
  5. herby

    @HaPeeF

    Wenn schon ein alter Knabe, dann doch lieber unser bewährter Rudolfo Esteban Cardooooso. :lol:

  6. herby

    Man achte auf die 2. Mannschaft des SC. Eine 4:1 Sieg in Reutlingen und Spitzenreiter in der Regionalliga.

    Freiburger Fußball auf hohem Niveau, egal, wo man hinschaut.

  7. herby

    Eine 4:1 Sieg, klingt so, wie eine Fehler. :smile:

  8. Dreisamtäler

    Schade, schade!

    Irgendwie hat mich das Spiel heute an das in Stuttgart vor einigen Wochen erinnert: ordentlich nach vorne gespielt, zwei Tore erzielt und noch weitere gute Chancen gehabt. Aber hinten hatten wir heute doch wieder einige Probleme und Hannover auch etwas Glück mit seinen Schüssen.

    Die Niederlage ist ärgerlich, hätten wir doch heute mit einem oder sogar drei Punkten etwas Abstand zu den Abstiegsplätzen schaffen können. Und so stark war Hannover nach Aussagen seines eigenen Trainers gar nicht!

    Nun denn, jetzt folgt erst einmal eine Pause und dann das Heimspiel gegen die Bayern. Dummerweise haben die Bayern jetzt in drei Pflichtspielen hintereinander kein einziges Tor geschossen. Da wird auf unsere Abwehr einiges zukommen: die Bayern werden hier auf Teufel komm raus auf Sieg spielen und uns droht vielleicht ein zweites Leverkusen. Dann geht es zum bisher recht starken Mainz, dann kommt Hoffenheim und wenn es ganz schlecht läuft – oder sollte ich besser sagen “norrmal” läuft? – werden wir uns danach wohl auf einem Abstiegsplatz wiederfinden.

  9. stencilizer

    Den Gedanken an Stuttgart hatte ich während des Spiels auch …

    Die Analyse (aber nicht der Ausblick) von dreisamtäler ist zutreffend. Es war der Tag der offenen Tür. Beide Abwehrreihen waren doch sehr großzügig im Zulassen von Chancen. Am Ende hatte Hannover die besseren und zahlreicheren Gelegenheiten. Ob es am Ende 3:2 der 5:2 heisst, ist doch egal. Der SC sorgt für klare Ergebnisse in beide Richtungen, dann gibt es hinterher kein Grämen oder Lamentieren. Und lieber mal eine Klatsche als eine Kette von Unentschieden …

    Chancenlos sehe ich den SC bei den kommenden Spielen nicht. Mainz und Hoffenheim sind zu packen, die Bayern aktuell eine Wundertüte. Und nach dem bisherigen Zickzackkurs, müsste nach dem Hannoverspiel eigentlich ein Erfolgserlebnis kommen.

  10. herby

    Wie befürchtet ging Hannover in Führung. Idrissou hatte allerdings nach 5 Minuten die Riesenchance zur Führung – dumm gelaufen.
    Insgesamt ein flottes Spiel mit vielen Torraumszenen. Das Ergebnis fällt eindeutig zu hoch aus. Ärgerlich, aber nicht wirklich dramatisch, weiterhin der 10. Platz und 5 Punkte Abstand zum Relegationsplatz.

    Was die Spiele in Mainz, gegen Bayern und Hoffenheim angeht, sehe ich nicht so schwarz. In Mainz gewinnen wir, gegen Bayern und Hoffenheim hängen die Trauben hoch.

  11. herby

    @stencilizer

    Richtige und klare Ansagen.

  12. ende gut

    2 Tore nach 10 Minuten dürfen natürlich nicht passieren. Aber es war wie oft im Fußbal ein Tag, an dem einfach viel Pech im Spiel war (1:0 abgefälscht, Bechmann-Tor nicht gegeben, Pfostenschuss), trotzdem waren wir nicht weit weg vom Unentschieden! Das sollte Mut machen. Vor allem die Torgefahr unser Mittelfeldspieler kommt Gut zur Geltung, und immerhin haben wir den fünftbesten Angriff der Liga (über die Abwehrstatistik hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens).
    Nach hinten war es heute schwach, aber wie Dutt im Interveiw sagte: Nach 10 Minuten war der Spielplan über den Haufen geworfen, und die riskantere Spielweise hat zu den vielen Chancen von Hannover geführ.
    Noch ein Vorschlag: Die Zweite scheint in der Tat Großes zu leisten, warum schmeißen wir gegen die Bayern nicht – ähnlich wie die Mainzer – 1-2 Regionalligaspieler rein?

  13. stencilizer

    @herby

    Gegen Mainz rechne ich mir für den SC auch die größten Siegchancen aus. Allein schon aus egoistisschen Motiven, denn ich werde Ort vor sein …

    Ein ganz klarer Reisetip auch für die badischen Stadionasketen. Die Atmosphäre in Mainz sollte man einfach mal erlebt haben, da wird wirklich ganzjährlich Fasenacht geboten.

  14. Rudi Ratlos

    Für alle Zaudernden und Zagenden der Brüller des Wochenendes:

    chefpeter – 03. Oktober 2009 – 17:48 Uhr:

    ICH STEHE IMMER NOCH 150 % HINTER ROBIN UND DEN BOYS.

    :lol: :lol: :lol:

    http://www.badische-zeitung.de/daempfer-im-norden-freiburg-unterliegt-hannover-2-5

  15. herby

    @stencilizer

    Die Atmosphäre in Mainz ist unbestritten toll. Ich bitte dich, an dem Tag, wenn wir uns mit dem Aufsteiger messen, den hemmungslosen Karnevalisten, den Stecker rauszuziehen. Ganz humorlos, nach dem Motto, was muß, das muß.

    Es kann nicht angehen, daß der Meister der zweiten Liga, tabellenmäßig, hinten ansteht. :smile: :smile:

  16. herby

    Das Spiel war ein ungezügelter Schlagabtausch. Durch die zwei frühen Tore (Glückstreffer), mußte der SC forsch reagieren, kam auch zurück mit dem Tor zum 1:2. Dann wollten die jungen Wilden, bei vollem Risiko, noch vor der Pause das 2:2 und fingen sich das für mich spielentscheidende 1:3. Etwas mehr Besonnenheit und wir hätten in der zweiten Halbzeit in aller Ruhe, gegen einen Gegner mit schmalerer Brust, auf das 2:2 hinarbeiten können. Sogar ein Sieg wäre dann noch im Bereich des Möglichen gewesen.
    Ein Spielverlauf, der unendlich viel Lernstoff für Dutt und seine Mannen beinhaltet. Mich hat die spielerische Leistung der Mannschaft, trotz des 2:5 (zu hoch), beeindruckt. Die taktische Disziplin nicht.
    Mir ist es lieber, die Jungs gehen mal auf diese Weise (mit Hurra)
    unter, als durch eine spielerisch miserable Leistung, ohne Torchance und einer klaren Unterlegenheit (wie zum Beispiel in Augsburg). Die Truppe tritt bisher frech auf und soll diese mentale Stärke auch nicht hergeben, nur in Zukunft vielleicht immer mal eine Phase der Abgeklärtheit einstreuen. Das kriegen wir auch noch hin.

  17. Rudi Ratlos

    herby: die zwei frühen Tore (Glückstreffer)

    Rudi hat beim ersten Tor einen fußlahmen Butscher, beim zweiten Treffer einen zu weit vorne postierten Torwart gesehen. :oops:

    “ICH STEHE IMMER NOCH 150 % HINTER ROBIN UND DEN BOYS.” chefpeter

  18. AndiZ

    @Rudi
    Man weiss ja gar nicht, wofuer man zuerst applaudieren soll, bei dieser vorbildlichen supporter message:
    1. “immer noch”: Wahnsinn, diese Ausdauer, die da zum Ausdruck kommt! Da passt nach den naechsten zwei, drei Niederlagen (herby bewahre!) sicher immer noch kein Blatt zw. diesen supporter und den neuen, 123,5%ig (Stand heute) normalen SCF mit seinem Trainer, aeh, Trainer-Team.
    2. 150%: Hier werden die Grenzen der Mathematik gesprengt. Wahsninn – aber vielleicht ist beim SCF doch nicht alles “normal”?
    3. …und den Boys: Vielleicht hatte 96 ja einfach nicht genug Respekt vor unseren “Boys”. Ach, wo laufen sie denn… :-)

  19. Paul Schmidt

    ich sach nur, es war ein “unterhaltsames” Spiel :lol:

  20. Petr Ara

    “So stellt man sich ein Fußballspiel vor” Dutt
    :evil:
    Ich nicht, wenn die Konzentration nach dem Schuster Anschlußtreffer so flöten geht, dass noch ZWEI Treffer auf der falschen Seite ins falsche Tor gehen.
    Diese Schlampigkeit muss die Mannschaft, die insgesamt ja nicht schlecht gespielt hat, unbedingt SOFORT in den Griff bekommen. Sonst schwant mir auch als Daueroptimisten wirklich nichts Gutes, v.a. nicht gegen die Bayern.
    Ich ging alles andere als getröstet, weil Hannover “nicht besser” war aus “La Corona”. Einmal kanns nem Aufsteiger passieren (gegen Bayer) auch von mir aus ein zweites Mal (VFBäh) aber schon das dritte Mal wars unnötig wie ein Kropf. Wenn schon Jaägers Schnelligkeit nicht ersetzbar ist dann müssen sich Cha und Bastians auch nicht wie seine Ersatzleute fühlen und über dem Hurrastil das gelegentlich wichtigre(!)Abwehrverhalten vernachlässigen.
    Das wars an Kommentar. Bin tatsächlich anders als viele hier einfach VÖLLIG unzufrieden mit dieser schlampigen Spielerei in den letzten Sekunden. BZW. der offenen Tür in den Anfangsminuten. Oft wiederholen darf sich das wirklich nicht, sonst können die Jungs bald den Herthajungs die Stiefel schnüren und ab gehts in Richtung…………… :oops: Lieber herby, da seh ich dann eher auch eine ,mentale Schwäche.Sorry, aber meine Hutschnur bebt.

  21. herby

    @Petr Ara

    “…meine Hutschnur bebt.”

    Ich fürchte, sie wird auch noch öfter beben. Das Team hat die Siegermentalität aus der 2. Liga komplett mit ins Oberhaus mitgenommen. Mutig, mutig und wie zu hören ist, will man auch nicht davon abrücken. Fröhlich nach dem Motto, lieber mal wegen der großen Risikobereitschaft eine Klastsche kriegen, in der Gewißheit, das ein oder andere Spiel noch drehen zu können.
    Ich weiß, es war ärgerlich, aber du mußt zugeben, daß in allen drei Spielen (Stuttgart, Leverkusen und Hannover), ein positiver Ausgang für den SC möglich war.

    Die Jungs haben ihre Erfahrungen gemacht, werden daraus lernen, sollen aber meiner Meinung nach, so frisch weitermachen. Es wird sich noch lohnen.
    Denk an das Spiel gegen Frankfurt, wie verhalten und vorsichtig gespielt wurde und am Ende stand auch eine Niederlage. Die Eintracht hätten sie mit frechen und risikoreicheren Fußball abgeschossen.

  22. cantona

    Fremdlesen: Der Druck wächst, heißt es hier. Das ist wahrscheinlich ein Bruckteilchen dessen, was in Argentinien herrscht…

    “Maradona ohne Plan für Messi: Die Wahrheit auf Tapeverband

    Argentinien bangt um die WM-Teilnahme, weil Nationaltrainer Maradona zu sehr auf Inspiration vertraut. Seinem Star Messi fehlen im Angriff die bei Barcelona gewohnten Automatismen. VON RONALD RENG

    BARCELONA taz Mit Tapeverband stützte Diego Maradona seine Botschaft. Er kritzelte sie auf ein Papier und heftete das Blatt, weil nichts anderes da war, mit Klebebandage an die Tür der Umkleidekabine. “Inmitten all der Probleme dieses Landes”, stand dort, “seid ihr die Freude.” Es war März dieses Jahres, die argentinische Nationalelf las, ging und besiegte Venezuela in der WM-Qualifikationsrunde 4:0. Mittlerweile ist die Elf von Trainer Maradona nur ein weiteres argentinisches Problem.

    Eine Elf, die zu den ersten Anwärtern auf den Weltmeisterschaftssieg zählen sollte, hat gute Chancen, sich nicht für die WM 2010 in Südafrika zu qualifizieren. Nach Blamagen in Serie …..
    Das globale Publikum fragt sich, wie eine Elf um den besten Fußballer der Welt, Leo Messi, so erfolglos spielen kann. Nur in Barcelona, wo Messi bei Barça auch in der neuen Saison die Sinne verzückt, finden sie das logisch.
    Es war noch März, Argentinien ergötzte sich an Maradonas Botschaften, als in Barcelona ein 62-Jähriger in Tennishosen bereits das Grundsatzproblem entdeckte: “Bei Barça hat Messi den Ball 100-mal im Spiel, bei Argentinien 20-mal. Bei Barça bekommt Messi den Ball 60-mal so, dass er schon im klaren Vorteil gegenüber seinem Gegner ist, bei Argentinien 8-mal.”
    Charly Rexach, der alles war bei Barça, ……. “Messi ist der gleiche Spieler, bei Barça wie bei Argentinien. Aber der beste Fußballer kann heute nur so gut sein, wie ihn die Spielzüge seines Teams machen.”

    Bis vor Kurzem fanden die meisten Trainer wie Maradona, beim Angriff dürften die Spieler ihre Intuition ausleben, nur die Defensive müsse taktisch strikt organisiert sein. Nun aber haben Teams wie Champions-League-Sieger Barça die Angriffszüge gnadenlos automatisiert. Selbst Messi ist bei Barca nur innerhalb klarer Schemata spontan. Beim ersten Pass von Spielmacher Xavi etwa soll Messi immer direkt zu Xavi zurückpassen und dann lossprinten, weil der zweite Pass steil kommt. Bei Argentinien passt Messi zurück und weiß nicht, was als Nächstes kommt.
    Die Entwicklung lässt selbst Trainer wie Luiz Scolari, Weltmeister mit Brasilien 2002, oder José Mourinho, Europacupsieger 2004 mit Porto, auf internationalem Niveau auf einmal als Verlierer zurück, weil sie weiterhin mit allenfalls losen Vorgaben angreifen lassen.
    Ein Trainer wie Maradona weiß gar nicht, wie ihm geschieht. Er klebt Botschaften an die Wand, er geht mit der Mannschaft zum Beten in die Kirche. Maradona motiviert sein Team, er kann das Spiel halbwegs analysieren, er glaubt, er rede von Taktik, wenn er sagt, sie sollten viel über die Flügel angreifen. Er weiß gar nicht, was ihm fehlt. Es ist schwer einzusehen, dass spontaner Instinktfußball heute chaotisch wirkt, wenn man mit spontaner Kreativität zum besten Fußballer der Geschichte wurde.
    Es ist bitter, dass just Argentinien die Automatismen verlor. Es war unter Trainer José Pekerman bei der WM 2006 das Vorbild des mechanischen und gerade deshalb anmutigen Angriffs. Aus dem zentralen Mittelfeld wird der Ball obligatorisch auf die Flügel gespielt, und drei Spieler starten sofort auf vorgegebene, offensive Positionen, so dass der Mann auf dem Flügel mit dem Ball weiß, ohne aufschauen, ohne nachdenken zu müssen, wo er nun drei Anspielstationen findet. Mechanische Teams werden immer schneller spielen als improvisierende Mannschaften. Keine Botschaft, mit Tapeverband an der Wand, kann diese Wahrheit noch übertünchen.”