BZ-Kommentar: Schluss mit Hü und Hott
6. Mai 2007, 14:42 Uhr
Nanu, fragt sich der neutrale Betrachter, kann es sein, dass der SC-Vorstand tatsächlich vor der Pro-Finke-Initiative in die Knie gegangen ist, um dem zunehmenden Druck von Teilen der Öffentlichkeit doch noch Rechnung zu tragen? Achim Sarstedt, so die in Freiburg unters Volk gestreute Spekulation, soll womöglich auf den Stuhl seines Chefs rücken und Volker Finke am Saisonende als Trainer beim Sportclub ablösen.
Nicht Robin Dutt also, der weitestgehend Unbekannte aus Stuttgart, sondern die Konstante aus dem eigenen Lager. Der loyale Arbeiter mit dem umfassenden Fußballwissen. Und genau derjenige, den sich Volker Finke – wenn er denn schon gehen muss – als seinen Nachfolger gewünscht hat. Es wäre, keine Frage, kein ganz dummer Gedanke. Sarstedt ist durchaus zuzutrauen, dass er den SC-Dampfer auf Kurs halten kann – egal in welcher Liga. Gleichwohl kommt das Gerücht daher, als wollte jemand einen Testballon aufsteigen lassen. Ganz nach dem Motto: Wie reagieren die Medien – und vor allem die Fans? Wäre mit der “Notlösung” Sarstedt die “Wir-sind-Finke”-Initiative zu befrieden, die mit ihrer unheilvollen Ankündigung, eine außerordentliche Mitgliederversammlung anberaumen zu wollen, den SC-Verantwortlichen schlaflose Nächte bereitet? Wie auch immer: Ruhe wird keine einkehren im Badischen. Schon gar nicht mit solchen Spekulationen. Die neueste um Achim Sarstedt ist vielmehr dazu angetan, die Polarisierung unter den Gruppierungen noch zu verstärken. Das ist in erster Linie bitter für Sarstedt, der sich nun wahrlich keine Verfehlungen geleistet hat in seiner 16-jährigen Amtszeit. Und so gesehen ist es mal wieder eine ortstypische Groteske. Dem Trainer hat man, wie man heute weiß, zu früh die Tür gewiesen. Während die Idee mit Sarstedt, wer immer sie gehabt haben mag, wohl zu spät kommt. Die Sache ist nämlich mittlerweile keine Frage mehr von Hü und Hott, sondern von Glaubwürdigkeit.
Michael Dörfler


am 8. Mai 2007 um 12:16 Uhr.
“Die neueste um Achim Sarstedt ist vielmehr dazu angetan, die Polarisierung unter den Gruppierungen noch zu verstärken.”
Das ist nun wohl Ihre ganz persönliche Ansicht, Herr Dörfler. Könnte doch genauso gedeutet werden als Friedensfahne, oder? Wissen Sie überhaupt wer das Gerücht gestreut hat?
Zitat
am 8. Mai 2007 um 12:19 Uhr.
“Während die Idee mit Sarstedt, wer immer sie gehabt haben mag, wohl zu spät kommt. Die Sache ist nämlich mittlerweile keine Frage mehr von Hü und Hott, sondern von Glaubwürdigkeit. ”
Tja Herr Dörfler,
Sie haben recht, es geht dabei auch um Glaubwürdigkeit. Es braucht lange, um sie herzustellen und man kann sie ganz schnell verspielen und das ist schon längst passiert.
Jetzt geht es wohl eher darum entweder “Recht zu haben” oder das Gesicht zu wahren, was beides mit Glaubwürdigkeit nun überhaupt nichts zu tun hat.
Oder (meine Lieblingsvariante) die Beteiligten erinnern sich an ihre Verantwortung und engagieren sich für die bestmögliche Lösung. Das würde dann wieder ein bisschen Glaubwürdigkeit schaffen.
Zitat
am 8. Mai 2007 um 12:22 Uhr.
“Das ist in erster Linie bitter für Sarstedt, der sich nun wahrlich keine Verfehlungen geleistet hat in seiner 16-jährigen Amtszeit.”
Oder vielleicht auch schmeichelhaft für Sarstedt, der ja bereits geschasst ist?
Zitat
am 8. Mai 2007 um 12:46 Uhr.
Sorry für den dreifachpost, aber erst beim mehrfachen Durchlesen wird einem der Standpunkt des Autors transparent.
“…die mit ihrer unheilvollen Ankündigung, eine außerordentliche Mitgliederversammlung anberaumen zu wollen…”
Unheilvoll, aha!
“Dem Trainer hat man, wie man heute weiß, zu früh die Tür gewiesen. Während die Idee mit Sarstedt, wer immer sie gehabt haben mag, wohl zu spät kommt. Die Sache ist nämlich mittlerweile keine Frage mehr von Hü und Hott, sondern von Glaubwürdigkeit.”
Gut, damit legen Sie sich dann wohl fest, was Sie unter Glaubürdigkeit verstehen: Einen enmal gefällten, sich objektiv als falsch erweisenden Entschluß mit allerlei Winkelzügen gegen jeden Widerstand durchzufechten.
In der Antithese wäre jeder, der einen erkannten Fehler trotz evtl. gegenteiliger persönlicher Interessen korrigiert unglaubwürdig.
Herr Dörfler, Sie sind ein Contra im leicht progefärbten Neutralpelz!
Zitat
am 8. Mai 2007 um 13:18 Uhr.
Ich habe seit 10 Tagen ein Schnupper-Abo für 4 Wochen der BZ. Jede Ausgabe kommt nun per Post einen Tag später hier im Ruhrgebiet an. Als Fan und Mitglied des SC aus NRW wollte ich durch die ortsnahe Presse “näher dran sein” und eben umfassender über den SC und über die Entwicklung um Volker Finke informiert werden.
Satz mit X, “War wohl nix”, sagt man hier bei uns dazu. Der einzige Vorteil des Abos ist wohl die Teilnahmemöglichkeit hier im SC-Blog. Ansonsten werde ich durch Spiegel-Online, TAZ (Biermann und Unfried), 11-Freunde, Rund oder Süddeutsche besser, informativer und sachlicher informiert. Ob jetzt dieser Beitrag mit “Hott oder Hü” oder auch der unsägliche Beitrag mit “Volker, hör die Signale” o. Ä.: Ich finde die Presse vor Ort in Freiburg merkwürdig unausgewogen. Zumindestens für die BZ scheint zu gelten: Der Prophet gilt nichts (kaum etwas) im eigenen Land.
Zitat
am 8. Mai 2007 um 13:51 Uhr.
“Die neueste um Achim Sarstedt ist vielmehr dazu angetan, die Polarisierung unter den Gruppierungen noch zu verstärken.”
Das ist nicht in der Sache richtig. Sie interpretieren da zu viel Herr Dörfler!
Machen Sie doch eine Onlineumfrage zu dem Thema.
Zitat
am 8. Mai 2007 um 21:33 Uhr.
ind
am 8. Mai 2007 um 21:32 Uhr.
ind
am 8. Mai 2007 um 21:20 Uhr.
Es ist mir völlig egal, ob dieser Beitrag in diese Rubrik überhaupt passt. Aber ich schreibe ihn trotzdem. Immer wieder ist in den vielen hundert BZ-Blogs zu lesen, dass Robin Dutt der Mann ist, der für einen Neuanfang beim SC Freiburg sorgen kann. Ich glaube, ich bin im falschen Film. Volker Finke von einem Mann ablösen zu lassen, der nichts, aber auch gar noch nichts geleistet hat. Seine unglaublichen Erfolge mit den Stuttgarter Kickers in der Regionalliga: In der Saison 2003/04: 9. Platz; 2004/05: 9. Platz; 2005/06: 8. Platz; bisher 2006/07: 7. Platz mit der durchaus realistischen Option zum Abstieg. Eine derartige Lesitung würde Finke noch in einem Nebenjob mit 100 Jahren vollbringen Es ist schlichtweg unfassbar, warum dieser Vorstand ausgerechnet auf diesen Mann gekommen ist. Vonwegen, auch Volker Finke sei damals ein Nichts gewesen als er in Freibrug anfing: Finke hatte damals einen im Vergleich zu den Stuttgarter Kickers, der schließlich schon mal in der 1. Liga gespielt hatte, völlig bedeutungslosen Verein in die 2. Bundesliga geführt, den TSV Havelse. Im Vergleich zu Dutt war damals Finke geradezu eine fußballerische Lichtgestalt. Und jetzt tun wir uns das an. Vorstand!!!! Das darf doch nicht wahr sein.
Herzlichre Grüße Klaus Schneidewind, Bad Säckingen
Einen Kommentar schreiben:
Angemeldet als: -ind. Abmelden »
Zitat
am 9. Mai 2007 um 21:28 Uhr.
ind
am 9. Mai 2007 um 21:26 Uhr.
ind
am 9. Mai 2007 um 21:26 Uhr.
ind
am 9. Mai 2007 um 21:22 Uhr.
Hallo liebe Bloger,
ich habe hier schon mehrfach darum gebeten, mir einfach mal zu sagen, warum das in einem Blog immer nur anonym zugeht. Mit Erkennungswörtern wie etwa Dreisampinkler, Cantona oder Ichbinbreit oder so. Finde ich einfach nur komisch.
Herzliche Grüße Klaus Schneidewind, Bad Säckingen
Zitat
am 10. Mai 2007 um 11:34 Uhr.
Hallo “Ind”, mit was für Qualifikationen kam denn Finke nach Freiburg? Wie oft hatte er denn da was großes gerissen? Er kam mit der gleichen “Quali” wie jetzt Dutt… Also, bleib mal etwas auf dem Teppich, Finke hat in 16 Jahren Freiburg rein gar nichts gewonnen.
Zitat
am 10. Mai 2007 um 22:34 Uhr.
@Patrick:
“Hallo “Ind”, mit was für Qualifikationen kam denn Finke nach Freiburg? Wie oft hatte er denn da was großes gerissen? Er kam mit der gleichen “Quali” wie jetzt Dutt…”
…äh, Aufstieg mit dem TSV Havelse in die zweite Liga?
2-malige Teilnahme am UEFA-Cup?
@Patrick:
“…Also, bleib mal etwas auf dem Teppich, Finke hat in 16 Jahren Freiburg rein gar nichts gewonnen…”
Mein lieber Herr Gesangsverein – müssen wir uns hier echt so hohle Sprüche anhören? Geh´ ´mal googlen und schau´ Dir an, wo der SCF vor Finke stand (bitte auch die wirtschaftlichen und infrastrukturellen Randbedingungen beachten) und wo er jetzt steht…
Bei der Gelegenheit kannst Du bitte noch einen kleinen Vergleich darüber erstellen, wieviele Nationalspieler (z.B. deutsche) es denn in der Ära vor Finke gab und wieviele in der Ära Finke…
Alles Gute,
Lars
Zitat
am 11. Mai 2007 um 06:46 Uhr.
Hallo Lars, du mußt “meine höhlen Sprüche” mal richtig lesen, ich sagte nichts von Teilnahmen oder Spielern, ich sprach von “gewonnenem”, und da hat er gar nichts vorzuweisen… Also Lars, erst richtig lesen und dann maulen!!
Zitat
am 11. Mai 2007 um 10:03 Uhr.
@Patrick:
Was hätte der SC Freiburg denn in den letzten 16 Jahren Deiner Meinung nach gewinnen müssen? Die deutsche Meisterschaft? Den UEFA-Cup oder hätte es sogar die Champions-League sein müssen?
Spaß beiseite: Bleib´ doch bitte auf dem von Dir angesprochenen Teppich und vergleich´ hier bitte nicht Äpfel mit Birnen. Dass unser neuer Übungsleiter “nicht einmal” einen Aufstieg in seiner Vita vorzuweisen hat ´mag sicherlich Gründe haben, die er auch nur teilweise zu verantworten hat – ihm dies aber vorzuwerfen, wäre genauso unfair, wie Deine Aussage “…Finke hat in 16 Jahren Freiburg rein gar nichts gewonnen.”
Aus den Möglichkeiten des SCF hat Volker Finke Großes heraus geholt – fehlende Titel hier aber als Argument pro-Dutt und contra-Finke aufzuführen ist ja irgendwie dann doch ein bisserl am Thema vorbei und reichlich unsachlich.
Gruß,
Lars
Zitat
am 11. Mai 2007 um 11:36 Uhr.
Tja Lars mein Schatz, die Diskussion hast aber du angefangen ” warum man einen Dutt als Trainer holt der keinerlei Erfolge vorzuweisen hat…” Vielleicht gewinnt man ja mit ihm mal einen DFB Pokal oder mehr, ihr müßt ihn halt nur mal machen lassen…
Zitat
am 11. Mai 2007 um 12:09 Uhr.
Patrick,
Du schmeichelst mir, aber ich bin erstens nicht Dein Schatz und strebe diese zweifelhafte Ehre zweitens auch nicht an. Zurück zum Thema:
# Patrick
am 10. Mai 2007 um 11:34 Uhr.
Hallo “Ind”, mit was für Qualifikationen kam denn Finke nach Freiburg? Wie oft hatte er denn da was großes gerissen? Er kam mit der gleichen “Quali” wie jetzt Dutt… Also, bleib mal etwas auf dem Teppich, Finke hat in 16 Jahren Freiburg rein gar nichts gewonnen.
Lies´ Dir doch bitte Deinen Post nochmal durch – dann wirst Du gaaaaanz bestimmt darauf kommen, wer hier die Diskussion angefangen hat.
Und wenn Du Dir dann auch noch meine direkte Antwort darauf durchlesen würdest (Lars Schmidt am 10. Mai 2007 um 22:34 Uhr – meine erste in diesem Blogeintrag), könnte in Dir vielleicht die Erkenntnis reifen, dass ich darin den Regionalliga-Übungsleiter in keinster Weise erwähnt habe – also auch keinen Vergleich zwischen Regionalliga und Bundesliga angestellt habe – das wäre nicht fair – sondern lediglich die Ergebnisse der Zeit “vor-Finke” mit den Ergebnissen der Arbeit “während-Finke” verglichen habe.
Dein letzter Satz ist darüber hinaus ja echt lustig. Da wird ein aberwitziger Spruch über die Titellosigkeit von Volker Finke herausgehauen und zwei Atemzüge später wird dann über den Regionalliga-Trainer ein “…Vielleicht gewinnt man ja mit ihm mal einen DFB Pokal oder mehr, ihr müßt ihn halt nur mal machen lassen…” herausposaunt. Wir wollen gerecht bleiben: das gilt auch und insbesondere für Volker Finke.
Gruß,
Lars
Zitat
am 11. Mai 2007 um 12:20 Uhr.
Nun ja, wie auch immer, zusammenfassend finde ich es schade daß man sich in Freiburg nur auf’s Auf und Absteigen festgelegt hat, ich glaube nämlich da ist mehr drin. Dutt hat jetzt die Chance das zu beweisen.. Schönes Wochenende!
Zitat