Ein Sponsor wird zum Bedenkenträger

18. April 2007, 11:10 Uhr

dutt_blog3.jpg“Ich bin kein Wendehals.” Das ist das Erste, was Albert Wasmeier sagt. Ungefragt spricht er das aus – und der Satz soll wohl signalisieren, dass er nicht als Opportunist durch die Gegend läuft, sein Fähnchen nicht in den Wind hängt. Wasmeier hat das nicht nötig. Gleichwohl mögen Kenner des Freiburger Fußballs am vergangenen Wochenende gestaunt haben. Mit einer ganzseitigen Anzeige machte die Aktion “Wir sind Finke” in dieser Zeitung auf ihr Anliegen aufmerksam. Und ganz zuvorderst in der Namensliste der Finke-Befürworter war der Ravensburger Geschäftsführer der Rafi-Gruppe (Komponenten und Systeme für die Fahrzeugindustrie) aufgeführt, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Freiburger Fußballschule zu unterstützen. Ein Sponsor auf Konfrontationskurs zum Verein?
Nein, sagt Wasmeier, so dürfe sein Eintrag in die Liste der “Wir sind Finke”-Initiatoren nicht verstanden werden. Ihm gehe es nicht um Polemik, schon gar nicht befürworte er umstürzlerische Tendenzen. Auch sehe er sich nicht auf Gegenkurs zum amtierenden Vorstand. Ihm gehe es einzig und allein um die Person Volker Finke. Der, sagt Wasmeier, habe in den jetzt bald 16 Jahren in Freiburg erstklassige Arbeit geleistet. Doch nicht allein das imponiere ihm. Finke sei ein Visionär, ein konzeptioneller Arbeiter. Einer, der sich nicht von seinem Weg abbringen lasse. Und genau diese Attribute, glaubt Wasmeier, hätten in den zurückliegenden Jahren dem SC Freiburg gut getan.
Albert WasmeierJetzt, nach der vom Vorstand ausgesprochenen Kündigung für Finke, treibt den Geschäftsmann und Fußball-Fan aus Oberschwaben die Angst um, dass “etwas kaputtgehen könnte an der Dreisam”. Dem immer wahrscheinlicher werdenden Aufstieg der Breisgauer in die erste Liga zum Trotz. Wird die Stadt im Breisgau, aus Kickersicht gesehen, womöglich zu einem Allerweltsstandort?
Mit Finke, so Wasmeier, könnte im schlimmsten Fall mehr gehen als nur ein Trainer. Darauf möchte er mit seiner Unterschrift aufmerksam machen. Der Sportclub ohne Volker Finke: Das ist doch, sagt Wasmeier, als nehme man einem Mercedes den Stern von der Kühlerhaube.
Gleichwohl sagt Wasmeier, der per E-Mail von den Initiatoren um sein Mittun gebeten worden war, sei sein Votum ausschließlich sportlich begründet. In Vereinsbelange will er sich nicht einmischen – auch stehe damit sein Engagement für die Fußballschule im Mösle keinesfalls zur Disposition: “Die Verträge sind doch sowieso gemacht.” Genau beobachten möchte der Jugendförderer die weitere Entwicklung aber schon.
Bislang, so Wasmeiers Erfahrung, sei gegenseitige Loyalität eines der Markenzeichen des SC Freiburg gewesen. Das habe er bei all seinen Begegnungen mit den Protagonisten des SC erfahren. Mit den Vorständen um Achim Stocker (”Den schätzte ich sehr”) sei das so gewesen, mit Manager Andreas Bornemann und eben auch mit Trainer Volker Finke. Wasmeier sagt es nicht ausdrücklich: Aus seinen Worten spürt man aber, dass er die Ruhe und Sachlichkeit, vielleicht auch das permanente Gegen- den-Strom-Schwimmen in Freiburg irgendwie genossen hat.
Zur Verpflichtung des als Finke-Nachfolgers auserkorenen Stuttgarters Robin Dutt möchte sich Wasmeier nicht äußern: “Ich kenne ihn nicht und kann seine Kompetenz nicht bewerten.” Und noch etwas sagt er: Ihm sei nicht bekannt, dass es unter den Sponsoren des SC Freiburg welche gegeben hätte, die den Verein zur Trennung von Volker Finke animiert haben.
Der Vorstand des SC Freiburg möchte jetzt einen Termin mit seinem Sponsor anberaumen. Denn Wasmeiers “Outing” hat für reichlich Gesprächsstoff gesorgt – nicht nur auf der Chefetage des Klubs.

Michael Dörfler

49 Kommentare zu “Ein Sponsor wird zum Bedenkenträger”

  1. rechtso

    Recht hat er!

  2. Hans-Georg Huber
  3. Der Lügen des Vorstands kein Ende

    Zitat Wasmeier: “Ihm sei nicht bekannt, dass es unter den Sponsoren des SC Freiburg welche gegeben hätte, die den Verein zur Trennung von Volker Finke animiert haben.” Der Herr vom Kaiserstuhl hat seinerzeit behauptet, der Druck von Zuschauer- und Sponsorenseite sei zu groß geworden, deshalb habe man die Trennung von Finke vollziehen müssen.
    Lügengespinste, Intrigen – von ihrem Dilettantismus und ihrer Provianzialität ganzb abgesehen, diesen Herren geht das Minimum ab, das man von Repräsentanten eines Vereins erwarten darf: Integrität. Damit dürfen diese Herren nicht durchkommen, gleichgültig, ob Finke bleibt oder nicht – die Selbstachtung sollte jedem Mitglied gebieten, daß aus ihm kein Tanzbär gemacht wird. Wählt sie ab!

  4. H-G Huber

    Nachdem mein Beitrag mal wieder verschwunden ist (passiert in letzter Zeit sehr oft liebe BZ) hier nochmal:

  5. H-G Huber

    und nochmal:

  6. Hans-Georg Huber

    “Finke sei ein Visionär, ein konzeptioneller Arbeiter. Einer, der sich nicht von seinem Weg abbringen lasse. Und genau diese Attribute, glaubt Wasmeier, hätten in den zurückliegenden Jahren dem SC Freiburg gut getan.”

    Das ist wohl einer der wesentlichen Punkte. Wer wird die Rolle des Visionärs künftig beim SC Freiburg übernehmen? Das ist weit mehr, als nur gute Arbeit als Trainer abzuliefern.

    “Der Vorstand des SC Freiburg möchte jetzt einen Termin mit seinem Sponsor anberaumen. Denn Wasmeiers “Outing” hat für reichlich Gesprächsstoff gesorgt – nicht nur auf der Chefetage des Klubs.”

    Miteinander zu reden ist immer gut.
    Ich halte nach wie vor einen runden Tisch mit allen wesentlichen Protagonisten für die sinnvollste Lösung. Und zwar so schnell wie irgendwie möglich. Andernfalls wird der Konflikt immer wieder aufbrechen. Es sei denn, der SC eilt zukünftig von Erfolg zu Erfolg. Was passiert, wenn Finke, Dutt oder wer auch immer nächstes Jahr 4 Spiele hintereinander verlieren?

    Das bisherige Erfolgskonzept des Sc war die Nachhaltigkeit, macht man sich jetzt von kurzfristigen sportlichen Erfolgen abhängig, wird der Sc nur ein Verein unter vielen sein. Und gibt damit seinen großen Vorteil auf, den er gegenüber vielen anderen Vereinen hatte.

  7. Fux

    Herr Huber ,

    kann ich nur sagen klasse ! Sie treffen genau den Punkt.

  8. BZ-Online

    Sehr geehrter Herr Huber,

    zu Ihrer Klammerbemerkung “passiert in letzter Zeit sehr oft liebe BZ” können wir nur sagen, dass Ihre Mails – wir bekommen Ihre Einträge auch per Mail – in letzter Zeit tatsächlich oft leer sind. Da können wir dann wirklich nicht viel retten ;-)

    Grüße,
    Redaktion BZ-Online

  9. Dreisampinkler

    @ H-G Huber:

    Ihr Kommentar ist gut geschrieben und geht an der Wahrheit sicher nicht vorbei

    Nur: Wieso trauen Sie niemanden außer VF diese für den “Ausbildungsclub” SCF notwendigen Fähigkeiten/Arbeitsweisen zu?

    Ich schätze die Arbeit von VF auch – keine Frage. Bei differenzierter Betrachtungsweise muss ich jedoch auch die Fehlschüsse des VF ins Kalkül einbeziehen. Und da waren einige in den letzten 3, 4 Jahren dabei, oder irre ich mich?

    Einzig und alleine wirklich unglücklich ist, dass die damalige Entscheidung nun unter der kurzfristigen Betrachtungsweise des unverhofften sportl. Aufschwungs nicht nachzuvollziehen ist. ABER eben nur bei kurzfristiger Betrachtung!

    Die Sache ist nun mal so wie sie ist, der SC steigt evtl sogar noch auf und wir sollten alle den SC samt Team weiter unterstützen – egal in welcher Liga, egal mit welchen Coach.

    So long, einen wunderschönen Tag…

  10. Hans-Georg Huber

    @ Dreisampinkler

    Volker Finke ist Gott sei Dank nicht der einzige Visionär dieser Welt. Aber sehen Sie im Sc jemanden, der diese Rolle ausfüllen kann? Mich würde das sehr beruhigen, wenn dem so wäre. Und noch mehr, wenn der Übergang so gestaltet wird, dass dabei nicht völlig unnötig Prozellan zerschlagen wird.

    Sonnige Grüße

  11. Orange

    apropo Porzellan zerschlagen. Fakt ist, daß die gesamte Republik auf den SC Freiburg schaut. Leider nicht im positiven Sinn wie in den letzten Jahren sondern man lacht den SC aus! Die Außendarstellung des Vorstandes ist Kreisklasse während das Team die besten Möglichkeiten hat in die 1. Bundesliga aufzusteigen. Lächerlich!

  12. Dirk Kron

    @ h-g huber

    ich kann mich herrn huber nur anschließen: alle beteiligten sollten bitte gemeinsam an einen extern begleiteten runden tisch kommen und ergebnisoffen nach lösungen suchen, die den heutigen erfordernissen und anstehenden aufgaben entsprechen und nicht denen von gestern oder vorvorgestern.

    stärke resultiert meiner auffassung nicht daraus an einmal gefassten beschlüssen unbeirrt festzuhalten, sondern den herausforderungen und entwicklungen klar und ehrlich ins Auge zu sehen. stellt man dann fehleinschätzunen fest, so ist stärke, diese zu korrigieren.

    ich meine der sc sollte alles dafür tun, der etwas andere club im geschäft der fussball-millionäre zu bleiben, dass er das kann, haben vorstand und trainerteam in den vergangen 16 Jahren immer wieder gezeigt.

    weshalb sollte dies jetzt nicht möglich sein?

    es geht nicht darum die schuldfrage zu stellen, und diese bei irgendjemandem zu suchen, nicht darum häme abzuladen, jedoch darum beziehungen wieder aufzunehmen, interessen auszuloten, bedürfnisse anzuerkennen und zu sehen, welches mögliche gemeinsame ziele sind. und dann lösungsideen zu entwickeln, wie diese erreicht werden können.

    wenn alle beteiligten sich ein beispiel am kreativen und elanvollen passspiel der sc-mannschaft beim spiel gegen köln nehmen, könnte das doch gelingen….

    ich drücke die daumen!

  13. dirk kron

    ach ja, das eigentliche thema des blogs war ja der standpunkt von herrn wasmeier, der in der samstag-anzeige für volker finke stellung bezogen hat. ich habe großen respekt davor und finde seine stellungnahme im bz-Text nachvollziehbar.
    vielleicht ist das angekündigte gespräch des vorstands mit ihm genau die gelegenheit noch ein paar mehr stühle an einen große tisch im dreisamstadion zu stellen.

    ich würde mich freuen, wenn dies gelänge!

  14. Hans-Georg Huber

    @ Dirk Kron

    “es geht nicht darum die schuldfrage zu stellen, und diese bei irgendjemandem zu suchen, nicht darum häme abzuladen, jedoch darum beziehungen wieder aufzunehmen, interessen auszuloten, bedürfnisse anzuerkennen und zu sehen, welches mögliche gemeinsame ziele sind. und dann lösungsideen zu entwickeln, wie diese erreicht werden können.”

    Da kann ich Ihnen nur uneingeschränkt recht geben!

    Es ist ein Fehler zu denken, wenn Finke weg ist, ist er weg und damit auch alle Probleme. Das funktioniert nirgendwo, wo eine Person ein Unternehmen oder eine Institution so stark geprägt hat.

    Der Schatten Finke, aber auch die Konflikte werden zumindest noch einige Jahre weiter leben. Und das kann man sich nicht leisten, denn das normale Leben eines Bundesligisten birgt schon genügend Probleme, da muss man sich nicht noch unnötige aufhalsen.

    Deswegen an alle Funktionsträger und Verantwortlichern im SC:
    Setzt Euch endlich zusammen!

  15. SteveR65

    Ich habe an verschiedenen Stellen folgenden Text geposted. Diese Aktion is fair, ja fast neutral. Ziel ist es zu visualisieren wieviele Fans – neben den 50-60 Hansel inklusive mir, die sich in den verschiedensten Foren rumtreiben, denn wirklich weiter mit VF wollen.

    Friedliche Aktion am Sonntag

    Die ganzen Mutmassungen wieviel Prozent der Fans denn für das und jenes sind gehen mir mittlerweile auf den Senkel. Wenn wir wirklich soviele sind, die VF weiter als Trainer sehen wollen, müssen wir das für die grosse Allgemeinheit visualisieren.

    Mein Vorschlag: am Sonntag gegen Jena oder später Paderborn verlassen um 13.50 all die Fans die VF unterstützen Ihre Plätze und kommen erst um 14.15 zurück. Solange hält man sich in den jeweiligen “Bratwurstbereichen” auf. Im besten Fall haben wir dann ein fast leeres Stadion was eine hohe mediale Aufmerksamkeit erzeugt. Ich denke die 15 Minuten kommt die Mannschaft ohne uns aus.
    Die grosse Frage ist allerdings wie kommunizieren wir das in so kurzer Zeit an die Allgemeinheit? Sport 14 dürfte schon im Druck sein. Any ideas or comments ?

    SR aus Israel, der auch zum Spiel das sein wird.

    P.S: vosichtshalber poste ich diesen Artikel auch in der BZ im aktuellen Blog. man weiß ja nie wie der Mod heute drauf ist

  16. altfan

    Die letzten Tage mit Volker Finke
    Ein Steuerberater, ein Investmentbanker, ein Winzer und ein Senior wollen den Fußballtrainer Volker Finke entsorgen. Gut, sie sind der Vorstand des SC Freiburg. Trotzdem: Diese Leute. IHN? Nun gewinnt er jedes Spiel. Und viele finden ihn wieder prima. Kommt es zur Revolution?

    Lieber “Altfan”, liebe Leserinnen & Leser,

    aus Gründen des Urheberrechts können wir leider nicht zulassen, dass der gesamte TAZ-Text hier veröffentlicht wird.

    Den Artikel der Kollegen finden Sie – wie schon in zwei anderen Blog-Einträgen vermerkt – hier:
    http://www.taz.de/dx/2007/04/18/a0124.nf/text.ges,1

    Mit freundlichen Grüßen,Redaktion BZ-Online

  17. Dreisampinkler

    @H-G Huber:

    Da ich aus der Vorstandsetage niemand persönlich kenne, auch den Manager nicht, kann ich auf Ihre Frage keine befriedigende Antwort finden. Fakt ist jedoch, dass es mit Sicherheit Leute im Fussball-Bizz gibt, die über diese Fähigkeiten verfügen und gerne nach FR kommen würden.

    Das der aktuelle Vorstand gewisse Schwächen hat, ist offensichtlich. Darüber muß keiner mehr streiten. Auf der anderen Seite schätze ich A.Stockers Lebenswerk in höchstem Maße. Und genau da ärgert mich diese WsF-Aktion. Die wollen diesen verdienten Mann einfach absägen. Das darf ja nicht wahr sein! Wer sind die denn?

    Aufgrund gewisser struktureller Defizite im Verein konnte sich VF damals so gut/mächtig positionieren. Er hat ja alle Zügel im Club in der Hand – außer den Vorstand eben. In diesem Zusammenhang sei die Frage erlaubt:

    Warum gibt es in Deutschland wohl eine Trennung der Judikative und Exekutive? Na damit keine Zustände wie im alten Rom herrschen. Auf einer gesunden Aufgabenteilung basiert doch jede Demokratie. Leider bekam ich in der Vergangenheit immer wieder den Eindruck, dass beim SC eine Monarchie mit King Volker herrscht…

    Ich denke, dass ab 01.07. hier einiges neu strukturiert wird und auf mehreren Schultern verteilt wird. Das kann für einen Club nur gut sein, oder? Das die Sache jetzt unglücklich aussieht, ok – aber wann hätte man denn diese Entscheidung sonst fällen können? VF von sich aus wäre niemals gegangen. Dann will ich die BILD erleben : “Opa Volker machts sich gemütlich im Strandkorb” ;)

  18. Nico

    Oben zu lesen:

    “Und noch etwas sagt er: Ihm sei nicht bekannt, dass es unter den Sponsoren des SC Freiburg welche gegeben hätte, die den Verein zur Trennung von Volker Finke animiert haben”.

    Ach ne, war das nicht auch ein anfängliches Argument des Vorstandes, dass Volker Finke auch auf Druck der Sponsoren entlassen wurde?

    Wie oft hat der Vorstand eigentlich schon gelogen – ich könnte heulen vor Wut!

    Und ich Vollidiot habe letztes Jahr auf der SC MV meine Stimme für das von Keller vorgeschlagene und neu zu wählende Vorstandsmitglied Weimer abgegeben! Da hat der Winzer den Sturz von Finke offensichtlich doch von langer Hand vorbereitet.

    Wenn der Vorstand im Dezember prognostizierte, der Sportclub steigt ab dann prognostiziere ich, der seit 15 Jahren maximal 10 Heimspiele nicht gesehen hat, nun folgendes:

    Prognose 1. Es kommt zu keiner außerordentlichen MV. Die Mannschaft steigt auf. Volker Finke und Achim Sarstedt werden ihren Trainerplatz räumen. Dutt kommt. Antar, Mohamad, Pitroipa, Iashvili, Coulibaly, Matmour und Aogo verlassen den Verein, ohne dass die Vereinskasse nennenswerte Transfersummen für diese Spieler einstreicht. Auf der ordentlichen MV des Sportclubs erscheinen erstmals in der Vereinsgeschichte mehr als 500 Mitglieder. Mindestens ein Antrag zur Abwahl des Vorstandes wurde eingereicht und kommt zur Abstimmung. Der Vorstand entgeht knapp seiner Abwahl. Dutt muss innerhalb der Sommerpause fünf bis sechs neue (Stamm)- Spieler aus dem Hut zaubern, die in das System und in die Restmannschaft passen. Aus allen Spielern zusammen muss er im gleichen Zeitraum ein starkes und erstligataugliches Team formen. Das Vorhaben misslingt. Der Sportclub bleibt während der gesamten Hinrunde 07/08 Abstiegsbedroht. Der Dauerkartenverkauf bleibt beim Durchschnitt der letzten beiden Jahre. Die besuchenden Zuschauer, deren Gesamtdurchschnitt aufgrund der Neuerrungen auf 17000 steigt, wollen offensichtlich abwarten, wie sich die Mannschaft sportlich enwickelt. Die Finke Befürworter melden sich immer lauter zu Worte. Im Stadion übertönen Sie mit “Vorstand raus“ Rufen die UltraTivosiSupporterBand von Nord-Mitte, die vehement Dutt Dutt… brüllt und sich köstlich darüber amüsiert, dass sie mal wieder im Mittelpunkt steht. Und dass, obwohl sie übertönt werden. Die Mannschaft wirkt mehr und mehr irritiert. Wieder kommt es zu Anträgen für eine außerordentliche MV. Der ehrenamtliche Vorstand greift diesmal ein und beschließt die Einberufung einer aMV. Wieder erscheinen mehr als 500 Mitlieder. Der Vorstand wird abgewählt oder tritt zurück. Der neue Vorstand legt ein Konzept bis zur kommenden ordentlichen MV 2008 vor. Dutt darf vorerst bleiben. In der Rückrunde steht der SC auf einen Abstiegsplatz. Die ehemals Pro Finke Fans fühlen sich bestätigt. Immer weniger Zuschauer kommen ins Stadion. Die UltraTivosiSupporterBand von Nord-Mitte brüllt “Dutt raus, Dutt raus“. Auf einem Transparent steht: “Außer uns, könnt ihr alle gehen“. Die Spieler werden noch mehr irritiert. Nix geht mehr. In der zweiten Rnde des DFB Pokals ist Schluss. OB Salomon, angesprochen auf seine 2007 gegen Finke gerichtete Äußerung, verteidigt sich: „Ein junger Trainer bedeutet für mich ein Mann unter 40!“. Der Sportclub steigt mit Dutt in die zweite Liga ab. Schwaab, Khizaneishvili und Ibertsberger verlassen den Verein. Dutt steht zur Disposition. Der Vorstand kontaktiert Volker Finke. Der Norddeutsche Wundertrainer ist verbittert. Sein 2006/2007 mit Sarstedt, Buric und Neitzel aufgebautes Team existiert nicht mehr. Kehrt er als Trainer zum SC Freiburg zurück?

    Prognose 2. Der Vorstand räumt Fehler in seiner Entscheidung ein und revidiert die Trainerentlassung zu Gunsten des Vereins. Es kommt zu keiner außerordentlichen MV und auch die heimische Presse beruhigt sich schnell wieder, da die Mannschaft, ohne ein Spiel in der Rückrunde zu verlieren, aufsteigt auf. Dutt bekommt eine Abfindung und verkündet, die Entscheidung für Finke habe gezeigt, dass die Freiburger Fanszene eine besondere sei und er stolz wäre, eines Tages in solch einem Verein arbeiten zu dürfen. Es wird vereinbart, dass Volker Finke mindestens die kommenden 2 Jahre Trainer bleibt. Um die Zusammenarbeit in der Zuknft nicht unnötig zu erschweren üben sich Finke und der Vorstand in “heilender“ Selbstkritik Der Verein kann alle Leistungsträger halten. Auf der ordentlichen MV kommen erstmals in der Geschichte des Vereins mehr als 500 Mitglieder. Der Vorstand legt den Mitgliedern, ein zusammen mit Volker Finke ausgearbeitetes Konzept, vor. Obwohl etliche Mitglieder immer noch die Abwahl des Vorstandes wollen, erreichen diese in einer Abstimmung nicht die entscheidende Mehrheit. Aufgrund eines Antrages kommt es auf der MV zu einer langen Diskussion über die bekannten Fan Clubs auf Nord Mitte. Der Vorstand sagt zu, dass man, im Interesse des Vereins und im Interesse seiner Mitglieder, in Zukunft alle rechtlichen Möglichkeiten gegen diese in der Fangemeinschaft organisierten Fan Clubs ausschöpfen wird, weil diese dem Verein permanent Schaden zufügen. Der Vorstand der FG wird gerügt. Es wird festgestellt, dass von dessen Seite die notwendige Loyalität gegenüber dem Verein, also auch dem Trainer, seit Jahren zu fehlen scheint. Ferner wird die FG aufgefordert, ein Konzept vorzustellen, wie sie in der Zukunft mit organisierten Fans umgehen will, die sich “stark“ Vereinsschädigend verhalten. Finkes Team wird punktuell mit 2 Spielern verstärkt. Das Team reift in der Saisonvorbereitung 2007 / 2008 zu einer erstligatauglichen Mannschaft. Dem Sportclub gelingt ein Überraschungsstart in die neue Saison und kann schon in den ersten drei Spielen 9 Punkte sammeln. Der Dauerkartenverkauf steigt von Spiel zu Spiel. Der Zuschauerschnitt der letzten beiden Jahre ist kein Thema mehr. Er steigt in der Hinrunde auf 22000. Die Mannschaft ist der Geheimtipp auf einen UEFA Cup Platz, für einige sogar mehr. Die die Einsicht des SC Vorstandes, Volker Finke, zum Wohle des Vereins nicht zu entlassen wird abermals gelobt. Beim ersten verlorenen Spiel brüllt Nord-Mitte wieder Finke raus. Mindestens 10000 Fans “brüllen“ zurück „“Ultras raus“! Kurze Zeit später gründet sich die Fan Initiative „“Ultras Raus“ und erweckt medial großes Interesse. Die Fangemeinschaft gerät im Bezug auf einige ihrer Mitglieder (Fan Clubs) unter öffentlichen Druck. Es werden ungemütliche Fragen gestellt. Die Mannschaft gewinnt ihre Spiele im DFB Pokal, steht nach der Hinrunde auf dem 6 Platz und darf hoch erhobenen Hauptes in die Winterpause gehen. Die Verträge mit allen Leistungsträgern können verlängert werden. Im Falle eines vorzeitigen Weggangs, aber daran denkt derzeit keiner der Spieler, stehen hohe Abfindungen in Aussicht. Stocker begleitet Trainer und Mannschaft nach Portugal. Das Verhältnis der beiden “SC Macher“ verbessert sich von Tag zu Tag. Was die beiden unter der Sonne des Südens bequatschen bleibt größtenteils ihr beider Geheimnis. Bei seiner Rückkehr nach Deutschland verkündet Stocker überraschend, dass er auf seiner “Abschiedstournee“ als Präsident jedes Spiel der Rückrunde live im Stadion verfolgen werde. Die Rückrunde beginnt mit einem Auswärtssieg und läutet den Beginn einer kleinen Serie gewonnener Spiele ein. Schon 6 Spieltage vor dem Ende der Saison steht fest, der Sportclub kann rein rechnerisch nicht mehr absteigen. Der Dauerkartenverkauf steigt auf über 16000. Die Mannschaft unter Volker Finke und Achim Sarstedt “Topt“ alle vorherigen Prognosen. Freiburg hat rein rechnerisch die Möglichkeit Deutscher Meister zu werden. OB Salomon kündigt fristlos und verlässt die Stadt mit unbekanntem Ziel. Der Sportclub bleibt auch in der Saison 2008 / 2009 erstklassig und spielt seit längerer Zeit auch mal wieder international. Stocker erlebt den zweiten Frühling seiner Vereinszeit.

    Danke Volker, Danke an alle drei Achims, Danke Vorstand…

    Wie sagte doch Volker Finke am 18.04.2007 im TAZ Interview:

    “Es werden sich Leute in den Armen liegen.”

  19. @Dreisampinkler

    Eine Aufgabenteilung im Verein wäre toll, aber dazu ist Voraussetzung dass jeder seiner Aufgabe auch gerecht werden kann.

    Und der Vorstand macht nicht gerade den Eindruck, dass er der Führung eines Profifussballvereins gewachsen ist, im Gegenteil, man hat den Eindruck, dass die 16 Jahre lang im Schlafwagen mitgefahren sind und alles gut und professionell lief, solange sie geschlafen haben.

    Jetzt sind sie aufgewacht, haben den Lokführer rausgeworfen, das Steuer übernommen und und beweisen ständig aufs Neue, dass sie besser im Schlafwaggon geblieben wären.

  20. Hans-Georg Huber

    @ Dreisampinkler

    “Dass die Sache jetzt unglücklich aussieht, ok – aber wann hätte man denn diese Entscheidung sonst fällen können? ”

    Die Entscheidung mit Finke nicht zu verlängern ist nicht das eigentliche Problem. Früher oder später wäre die Nachfolge sowieso angestanden. (Ob das der optimale Zeitpunkt ist, darüber kann man streiten). Sondern

    1. Dass die Nachfolge nicht gründlich vorbereitet wurde und in ihren Konsequenzen massiv unterschätzt wurde

    2. Dass Finke entgegen ursprünglichen Vorstandszusagen nicht einbezogen wurde

    3. Dass eine interne Nachfolge radikal ausgeschlossen wurde und fast alle Finke vermeindlich nahestehenden Personen beschädigt wurden

    4. Dass man in einem hoch emotionalen Umfeld nicht konstruktiv kommuniziert hat

    5. Dass man die Fans untereinander als Stellvertreter die Konflikte austragen lässt, die die Beteiligten klären müssen. Finde ich gegenüber den Fans ausgesprochen unfair. Abgesehen davon können die Fans die Probleme nicht lösen.

    6. Und dass man nicht schleunigst hergeht, seine eigene Komfortzone verlässt, auf Schuldzuweisungen und Rechthaberei verzichtet (und damit meine ich alle Beteiligten) und miteinander an einer Lösung im Interesse des Sc Freiburg schafft.

  21. Jürgen

    WEHRT EUCH FREUNDE UND FANS DES SCF!

    Am Sonntag müssen wir ein Zeichen gegen die Willkür des Vorstandes und die Zerstörung des SC Freiburg setzen. Gerade nachdem heute bereits mehrere Spieler ihren Abgang angekündigt haben. Alles bricht auseinander und schuld sind die Herren Vorstände.

    PROTEST AM SONNTAG!!!

  22. @Hans-Georg Huber

    Wie wärs mit einer Aktion:

    “Runder Tisch FÜR den Sc”?

  23. @Hans-Georg Huber

    Lieber Herr Huber,

    ich verfolge Ihre Beiträge mit großer Sympathie, schlichtweg deswegen, weil sie einfach vernünftig sind. Allerdings denke ich, und das macht mich so traurig, daß sie von einer falschen Voraussetzung mit Ihrem Modell “Nachfolgeregelung in einer Familienbetrieb” ausgehen: Den Initiatoren des ganzen Chaos geht es zunächst nicht um “für etwas”, sondern um “gegen jemanden” (deshalb die überfallartige Entscheidung vom Dezember, die in Wahrheit wohl schon sehr viel länger gefallen war) – d.h. das Modell ist eher das eines Machtkampfes, in dem Vernunft nur taktisch und strategisch und, das scheint mir das Entscheidende, aus dem Gefühl der Inferiorität eingesetzt wird. Denn wie sonst wollen Sie Aussagen von Herrn Stocker wie diese interpretieren: “‘Ibertsberger ist ne Flasche, Iashvili bringt nix, Pitroipa wird heillos überschätzt”, oder die wegwerfende Bemerkung über “Finkes Kinder”, die nur für ihren Daddy spielen, weil man den ihnen wegnehmen will”? Hier wird die Leistung des anderen kleingeredet, nur um sich in dem (einzig von Strukturalisten geteilten) Glauben wiegen zu können, die Strukturen des SC seien personenunabhängig. Wie wollen Sie die Blickveränderung und die andere Kommunikation hinbekommen, die nötig ist, damit Ihr Modell zum Tragen kommen kann?

  24. Kritiker

    mich nervt das schon ziemlich:

    z.B. im stadion alle mit ihren W-s-F plakaten. das bringt nix mehr.

    ich finde man sollte das thema finke nun abschliesen!!!

    meint ihr mit euren “Protesten” macht ihr die ganze sache leichter???
    also für den neuen trainer ganz sicher nicht!

  25. mediation

    das geht, wenn überhaupt, mittels mediation. das bedeutet professionelle konfliktklärung und dann suche nach gemeinsamen lösungsmöglichkeiten. ich gebe dem vorredner recht, dass alles was man hört und liest darauf hinweist, dass die eskalation schon weit fortgeschritten ist. und es gibt eskalationsstufen, in denen es den beteiligten egal ist, wenn alles und alle den bach runter gehen und sie selsbt gleich mit.

    doch soweit, so scheint es mir, ist es bei den protagonisten im fall sc noch nicht. also besteht also berechtigte hoffnung. und es wäre gut, wenn die eskalation auch in den foren nicht durch unflätige usw. beleidigungen untereinander oder gegen den vorstand weiter angeheizt würde.

  26. Hans-Georg Huber

    ” Allerdings denke ich, und das macht mich so traurig, daß sie von einer falschen Voraussetzung mit Ihrem Modell “Nachfolgeregelung in einer Familienbetrieb” ausgehen: Den Initiatoren des ganzen Chaos geht es zunächst nicht um “für etwas”, sondern um “gegen jemanden” (deshalb die überfallartige Entscheidung vom Dezember, die in Wahrheit wohl schon sehr viel länger gefallen war) – d.h. das Modell ist eher das eines Machtkampfes, in dem Vernunft nur taktisch und strategisch und, das scheint mir das Entscheidende, aus dem Gefühl der Inferiorität eingesetzt wird. ”

    Das kann auch in der Nachfolgeregelung im Familienbetrieb geschehen, z.B. wenn der eine Sohn schon als Kind immer das größere Stück vom Kuchen bekommen hat. An einem solchen Thema brechen häufig alte Verletzungen auf, die mit der Sachentscheidung überhaupt nichts zu tun haben.

    “Wie wollen Sie die Blickveränderung und die andere Kommunikation hinbekommen, die nötig ist, damit Ihr Modell zum Tragen kommen kann?”

    Dazu hat “mediation” schon einiges geschrieben. Voraussetzung ist, dass die Beteiligten das wirklich wollen und bereit sind, sich darauf einzulassen. Darauf habe ich nur wenig Einfluss, außer sie immer wieder daran zu erinnern. Der Rest ist professionelles Handwerk eines guten externen Prozessbegleiters.

  27. No surrender

    Ich glaube, dass eine Verständigung nicht mehr möglich sein wird.

    - Finke fühlt sich schlecht behandelt und nicht wertgeschätzt und wird sicher keine Lust haben, für Dutt den Steigbügelhalter zu spielen. Ich könnte mir vorstellen, dass er Sarstedt oder einem anderen selbstgewählten Nachfolger dabei geholfen hätte, die Früchte seiner Arbeit zu ernten, aber einem aufgezwungenen Dutt wird er wahrscheinlich nicht helfen. Zumal die beiden von außen betrachtet typinkompatibel erscheinen.

    - Der Vorstand hat sich ja scheinbar nach langer so empfundener Demütigung und Nichtachtung seitens Finke im Dezember zur Revolution von oben aufgerafft. Wenn sie jetzt dazu gezwungen würden das in irgendeiner Weise zuürckzunehmen, wäre das aus ihrer Sicht eine undglaubliche weitere Demütigung. Kann ich mir nicht vorstellen.

    Ergebnis: dieser Konflikt kann nur nach der Highlander-Maxime beendet werden.

    Ich für meinen Teil, würde mir wünschen, dass Finke bleibt und der Vorstand geht, weil ich den Vorstand für wesentlich leichter ersetzbar halte – es gibt einfach weniger Top-Trainer als Renter, Winzer, Steuerberater und Banker.

  28. No surrender

    @ HG Huber:

    “Voraussetzung ist, dass die Beteiligten das wirklich wollen und bereit sind, sich darauf einzulassen. Darauf habe ich nur wenig Einfluss, außer sie immer wieder daran zu erinnern. Der Rest ist professionelles Handwerk eines guten externen Prozessbegleiters.”

    Ich glaube, dass genau diese Voraussetzung fehlt.
    Sicher ist jeder Konflikt zu lösen, wenn alle Beteiligten das wollen. In diesem Fall scheint es aber so zu sein, dass zumindest der Vorstand daran glaubt, dass sich der Konflikt nach der Saison von alleine löst. Sie glauben nicht, dass sie es nötig haben, irgendwelche Konzessionen an Finke, WsF oder sonstwen zu machen.

  29. Hans-Georg Huber

    @ No surrender

    Manchmal muss man der Einsicht ein bisschen nachhelfen, insofern kann ein wenig Druck nicht schaden. Der kommt ja auch zunehmend von allen Seiten, siehe den Artikel in der TAZ oder im Stern von heute.

    Davon abgesehen schafft jeder ungenutzte Tag weitere Fakten, die nicht im Interesse des Sc sind. Irgendwann sollte man erkennen, dass es jetzt wirklich an der Zeit ist, denn sonst gibt es nur Verlierer.

  30. lulatsch

    Ein Sponsor der klar sagt was er denkt- sehr gut.
    Er wird auch die wirtschaftliche Seite für sich sehr gut beobachten und in diesem Fall bedenken haben. Finke prägt den Verein seit 16 Jahren derart dass es nun auch um die entstandene Marke SC Freiburg geht.
    Der etwas andere Verein der die grossen ärgert. Das steht nun in Frage ob das noch gelingt.
    Der Sponsor der Fussballschule… Finke hat auf einen jungen Daniel Schwaab gesetzt. Trainingszeiten an die Schulstunden des Gymnasiasten angepasst…
    Wer macht so etwas noch im Profigeschäft? Die jungen fördern und fordern das macht Finke mit Passion.

    Der Neue- Herr Dutt distanziert sich derzeit von seiner zu trainierenden Mannschaft in Stuttgart bei den Kickers. “Sein Ruf werde von Ihnen beschädigt” so wie sie aufspielen…
    Finke hat immer den Rücken seiner Spieler gestärkt- selbst wenn es noch so schwere Niederlagen waren. Aber Finke braucht sich nicht sorgen um seinen Ruf zu machen. Finke hat Ihn bereits. Er kann was und hat es vorzuweisen. Der Andere gibt in der Öffentlichkeit vor dass er was könne- kann es aber nicht belegen.
    Nachdenken Stocker!

  31. mediation

    @no surrender

    das steht zu befürchten, no surrender. und in die herzen der beteiligten können wir nicht schauen…manchmal wird aus dem herzen dann doch jene “mördergrube”…und davor haben ja viele brechtigte sorgen, dass der sc nämlich den bach runter geht.

    der konflikt ist ja leider total personalisiert auf vf, und der vorstand -wie h-g huber zu recht meint- geht wohl mehrheitlich davon aus, ist finke erstmal weg lösen sich die probleme und die wellen glätten sich-motto: nur noch 5 spieltage durchhalten..aber dem wird nicht so sein, und darum weiß auch der präsident achim stocker, nicht zufällig hat er seine “mittlerer tabellenplatz”-ansage an herrn dut gemacht…er weiß -denke ich- sehr wohl, wie schwer es nächstes jahr wird und dass nach finke noch längst nicht wieder sonnenschein ist…

    sehr unglücklich finde ich, die art wie der vorstand in der krise agiert, und mitunter etwas gutes tun will und es dann eher schlimmer macht. doch man sollte auch sehen, dass der vorstand jetzt zum alleinigen buhmann gemacht wird und in den letzten jahren sehr viele stimmen zu hören waren, die sagten finke müsse gehen…mancher dürfte ruhig auch mal in den spiegel schauen…dennoch: der weg hinaus geht mittendurch, und wir sind mittendrin, könnte also sein, dass irgendwann licht am ende des tunnels sichtbar wird!

  32. SC-Dreamteam IV

    @ alle Kompromissuchenden

    Vielen Dank für die vielen guten, stichhaltigen Argumente. Es kann doch nicht sein, dass der letzte Rest an Anstand im Vorstand fehlt und nicht auf vernünftige Argumente eingegangen wird. Er muss(!) an den runden Tisch. Wie will er sonst den Riß kitten, den er verursacht hat?

    Noch hoffe ich. Weiterhin alles Gute für den SC unter Finke / Stocker.

  33. wirbraucheneier

    Am Sonntag muss im Stadion endlich mal richtig Stimmung für Finke gemacht werden. Es sollten 1000de Plakate gemacht werden und auch lautstärke für Finke kommen. Die Mitgliederversammlung muss erzwungen werden. Von den jetzigen Mitgliedern. Wir sind nicht Vereinsschädigend wir sorgen uns um den Verein dass das klar ist.
    Pro Finke- Pro Aufstieg- Pro SC Freiburg!

  34. Dreisampinkler

    @H-G Huber:

    Stimmt, da haben Sie Recht!

    Mit guten Argumenten kann man sogar mich überzeugen ;)

    Tja jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen. Wie soll es da nur wieder raus?

    Ich denke nicht, dass es mit Polemik oder Schuldzuweisungen geht – wie es sehr viele der “Hobbyredakteure” in diesem BLOG versuchen.

    Und dann noch über Dutt “voraburteilen” ist einfach nur unfair. Der Mann hat doch von Anfang an bei vielen sogenannten SC-Fans keine Chance mehr. Höchstens das Team setzt die Siegesserie fort – was schwer sein dürfte.

    Falls Sie Herrn Stocker kennen, können Sie ihn ja kontaktieren. Ich denke nicht, dass die Verantwortlichen in diesen BLOG hier schauen, sonst wird ihnen ja schwindelig. Also hilft nur der direkte Weg zum Boss.
    Eine Lösung

  35. Bächlebrunser

    @ Dreisampinkler

    Mal wieder ein „Blog-Wart“ der besonderen Sorte. Immer schön schreiben, was wer sagen darf, und wer was nicht. Pfui!

    Am Sonntag dürfen Sie – derweil Sie an der Dreisam Ihr Blase in die Dreisam entleeren – Zeuge eines besonderen Ereignisses werden. Während eines Zweitligafussballspiels werden Sie noch kilometerweit die Chöre „Vorstand raus“ und „Vooolker Fiiinkee“ hören dürfen. Und nur wenige Wochen später können Sie, sofern Sie MItglied des SC sind, Zeuge einer historischen Mitgliederversammlung sein. Da dort mit klarer absoluter Mehrheit sämtliche Vorstandsakteure überzeugend abgewählt werden, und Herr Stocker einstimmig zu Ehrenvorsitzenden des Vereins gekürt wird. Wer kommt? Lassen Sie sich überraschen!

  36. Hans-Georg Huber

    @ Dreisampinkler

    Das ist selten, dass man bei diesem Thema jemanden noch argumentativ überzeugen kann…schön!

    Ich hoffe, dass die Sponsoren Druck machen, denn sie sind wahrscheinlich die Einzigen, auf die der Vorstand hören wird. Und die Sponsoren haben allen Grund dazu. Denn schließlich verknüpfen sie ihr Unternehmen mit dem Modell Sc Freiburg, das für Werte, Nachhaltigkeit und sportlichen Erfolg steht. Sie können kein Interesse daran haben, dass ihre Werbung in Antiwerbung umschlägt.

  37. SF

    @Hans-Georg Huber
    die Sponsoren sind neben Tickets, Fernsehgeldern (und weiteren Vermarktungsrechten) natürlich eine der wirtschaftlichen Säulen. Möglicherweise reicht es aber nicht auf deren Einwirken nur zu *hoffen*.

    Früher oder später werden sie es merken, klar, helfen wir, dass es früher ist.

    Wer also mit seiner Besorgnis nicht weiß wohin (neben den Blogs und Foren) kann sich ja auch mal ein paar Takte Zeit nehmen und eine möglichst sachlich und höflich formulierte Mail gen Hornberg, Grafenhausen oder in die Tullastr. schicken.

  38. @Hans-Georg Huber

    Lieber Herr Huber,

    vielen Dank für Ihre Antwort auf meine Frage nach der Anwendbarkeit Ihres Familienbetrieb-Modells. Ich habe darüber nachgedacht, bin jetzt auf einen weiteren Gedanken gekommen, der mir die Lage nun noch hoffnungsloser erscheinen läßt.
    Wenn es das Gefühl des Dominiertwerdens gewesen ist, was zum Trennungsentschluß geführt hat, muß der irrsinnige Erfolg der letzten Wochen diese Empfindung nicht noch verstärkt haben? Endlich hatte man den Finke in einem Moment der Schwäche erwischt, und nun kehrt er das auf einmal vollkommen um, zeigt, wie recht er mit seinen Prognosen hatte, und wir stehen wieder wie die Deppen da (und ich denke, daß dies auch bei Finke keine kleine Rolle gespielt hat). Im Reflex der Vorstandsfraktion führt das dann dazu, daß man diesen Erfolg um jeden Preis dem Vorstand zurechnen will: Hätte der Vorstand nicht…, wäre nicht… Daher ist der Gedanke, der Mannschaftserfolg könnte den Vorstand zum Einlenken bewegen, falsch – das Gegenteil ist der Fall: “Wir können machen, was wir wollen, der Mann ist uns einfach über, wie der Igel ist er immer schon da, also endlich weg mit ihm.” Wieder im Reflex der Anhänger des Vorstands: Es war der größte Fehler, Finke nicht schon im Dezember gefeuert zu haben. “Normal” wäre die umgekehrte Einstellung, weil andernfalls die Siegesserie nicht möglich gewesen wäre. Und deshalb meine ich (und glaube deswegen Rischmüllers Bericht vom Köln-Spiel), daß die Gewinnserie in der Vorstandsetage nur wenig Glücksgefühle auslöst.
    Zu retten ist da, so glaube ich und trauere darüber, nichts mehr. Wir werden uns von einer Lebensepoche und einem ganz besonderen Verein verabschieden müssen.
    Das heißt aber nicht, daß die angelaufenen Aktivitäten (die Demonstration am Sonntag im Stadion, die nächste Mitgliederversammlung) aufgegeben werden sollten: Erstens sind wir es Finke schuldig, zweitens uns selbst, die wir uns nicht zu Tanzbären degradieren lassen dürfen, und drittens dem SC – den Herren muß klargemacht werden, daß sie sich vor der Öffentlichkeit verantworten müssen, daß der Verein kein Privatbesitz ist und daß der Rauswurf Finkes nicht die Lösung, sondern die Erweiterung der Probleme ist.

  39. Das Probem des Vorszands und der Ant-Finke-Fraktion

    besteht darin, daß sie eben nur gegen Finke sind. Ihre Position ist paradox: Sie wollen von Finke nicht mehr abhängig sein und bleiben es doch in höchstem Maße – weil ihre Position die purer Negation ist. Sie haben keine positive Idee, nur die, daß es ohne Finke gehen muß. Daß sie damit die ausschließen, die an der von Finke vermittelten Idee des Vereins hängen, ist das eine – daß sie ihnen nicht klar machen können, warum sie diese aufgeben sollen, das andere. Das könnten sie nur, wenn sie selber eine positive Idee hätten. Doch nicht nur, daß ihnen die fehlt – wenn man schon Königsmörder ist wie Herr Keller, dann muß man offensiv auftreten und darf sich nicht hinter einem Herrn Stocker verstecken, der erst dazu gebracht werden mußte, dieser Fraktion beizutreten und zumindest immer noch latent gespalten ist. Doch nicht nur deswegen kann Herr Stocker das Vakuum nicht füllen – seine, ich betone das, gar nicht hoch genug einzuschätzende Rolle in den letzten 16 Jahren bestand “einzig” darin, Finke wirken zu lassen (in der Sprache der Finke-Gegner, ihm “seine” Wünsche zu erfüllen). D.h. er hat Finke den Raum bereitet, in dem er seine Ideen verwirklichen konnte. Das ist, wie gesagt, viel – ohne das hätte Finke nichts bewirken können, aber es ist in der gegenwärtigen Situation zu wenig, eben weil nur noch der “Raum”, aber keine ihn füllende Idee da ist.
    Anders gesagt: Das Versäumnis des Vorstands bestand und besteht darin, eine solche nicht vorweisen zu können. Für den SC ist das tödlich, weil er anders als andere Vereine von einer Vision gelebt hat – leben mußte, da zum einen Freiburg kein Fußballmilieu und zum anderen, was damit zusammenhängt, der Verein kein Traditionsverein ist. Und da das weiterhin gilt, kann sich der SC nicht darauf beschränken, ein “normaler” Fußballverein zu sein – was der Vorstand ja wohl im Sinn hat, wie die Verpflichtung von Herrn Dutt zeigt. Der Verein braucht entweder auf der Trainer- oder der Präsidentenseite eine herausragende, nicht nur irgendwelche, sondern alternative, unkonventionelle Ideen gebende Persönlichkeit; denn das war die Identität (wirtschaftlich gesprochen: die Marke) des SC: ein gewitzter Verein zu sein. Miit den Personen, die jetzt das Szepter tragen sollen, geht das verloren. Die Marke, die anvisiert ist (gewollt oder ungewollt), nämlich ein badischer Regionalverein zu werden (eine Tendenz, die sich in Freiburg auf vielen Gebieten zeigt), taugt nur zur Haus-, nicht aber zur bundesweiten Marke – fußballerisch: zur 2. oder zur Regionalliga.

  40. Justus

    Ich danke hiermit ausdrücklich für die vorausgegangenen Beiträge, auch wenn sie alle etwas variieren……..Schön.

  41. Peter Ara

    Kann mich dem Justus nur anschließen und hoffe, dass der Vorstand sich dem Vorschlag eines “runden Tisches” ( ich schreib das schon unentwegt seit Tagen) nicht länger verschließt und dort gemeinsam nach Lösungen suchen lässt, Volker Finke auch in der nächsten Saison (mindestens) mit einzubinden als Berater, Scout etc..
    Und V. F. dabei natürlich auch mitmacht!!!
    Warum das dringend notwendig ist muß nicht noch mal geschildert werden, ist schon tausendmal (meist sehr kompetent) begründet worden.
    Sollte dies nicht klappen:
    Die Spieler laufen davon und die Konkurrenz lacht sich ins Fäustchen.
    Und der SC, dies ist Fakt, steigt höchstwahrscheinlich auf, wenn er nur 80% Engagement und Können des Kölnspiels in den verbleibenden Spielen zeigt und v.a. sein derzeit unglaubliches Selbstbewußtsein (trotz der Katastrophen hinter den Kulissen) beibehält.
    Ein kluges Vorstandshalten würde dies Alles noch unterstützen.
    Herr Keller hat mit seiner Aussage nach dem Köln Spiel damit (unbewußt??) ja schon begonnen.
    Vorstand, jetzt wollen wir TATEN sehen.

  42. Dreisampinkler

    @bächlebrunser

    ha immerhin pinkel ich schon in flüsse, sie noch immer in bächle :)

    da waren wir wohl gestern abend noch ob des glorreichen sieges des vfbäääh im siegesrausch??? anderst kann ich diese zeilen nicht interpretieren…

    naja aber vielleicht sehen wir uns ja bald beim bw-derby!

  43. WsF - Info an Alle

    @Alle:

    Macht Euch keine Sorgen, wenn dieser Vorstand nicht einlenkt, sind genügend hochqualifizierte, kompetente, allgemein anerkannte und
    bestens geeignete Kandidaten aus unserer Region in der Hinterhand um den neuen Vorstand zu stellen. Es macht nur derzeit wohl wenig Sinn von den eigentlichen Zielen abzulenken, in dem man sich in Vorstands-
    personaldiskussionen über Alternativ- bzw. Ersatzkandidaten verliert.
    Je mehr alle Fans und Mitglieder die Kommunikation des jetzigen Vorstandes so beobachten, desto mehr wird jedem wohl klar, daß die “Ersetzbarkeit” der aktuell handelnden Personen wohl gegeben ist,
    auch wenn jeder der aktuellen Vorstände -wie immer im Leben- natürlich auch seine Qualitäten und Verdienste hat. Ziel von WsF ist es, diesen Vorstand davon zu überzeugen, daß der derzeit eingeschlagene Weg falsch und unnötig ist. Infos: http://www.wir-sind-finke.de -
    Kein Vorstand soll den Kurs des Vereines nur nach Stimmungen ausrichten,
    im vorliegenden Fall ist es aber derart nachdrücklich offensichtlich, daß die Entscheidung das erfolgreiche Trainerteam zu entlassen einfach falsch ist, das es zwingend einer Korrektur bedarf und man nicht sehenden Auges alles zusammenfallen lassen kann. Wenn dies die Mehrheit der Fachleute, der Fans, der Stadionbesucher, der Mitglieder und nicht zu vergessen der Sponsoren so sehen, dann kann der Vorstand daran nicht vorbei gehen. Wenn dieser Vorstand endlich einlenkt und seinen Kurs korrigiert, dann besteht kein Grund Gegenkandidaten zu stellen. Wenn nicht, dann bleibt leider nur dieser Weg: Die a.o. MV wird zu Stande kommen, es sind aktuell 2/3 der notwendigen Stimmen beisammen, es kommen jeden Tag neue dazu.
    Ob es noch 1,2 oder 3 Wochen dauert bis WsF im Ziel ist, liegt nur an den Mitgliedern…einfach schneller einsenden, dann kommt die MV schneller !! Aber am Erreichen des Zieles besteht nicht der geringste Zweifel…Zur Legitimation: Da hinter WsF inzwischen schon weit über 3.000 Fans mit Unterschrift, über 400 durch gestellten Antrag auf a.o. MV schriftlich dokumentierte Mitglieder sowie etliche SC-Sponsoren stehen…ist diese Gruppe wohl inzwischen schon recht gut legitimiert. Wichtig wird, daß am Sonntag im Stadion die grosse, bisher oft schweigende, Mehrheit, den Herren vom Vorstand zeigt, daß Sie hinter diesem und genau diesem Team aus Mannschaft und Trainern stehen und auch dieses Team mit diesen Trainern in der nächsten Saison, am Besten in der ersten Liga, wieder sehen will. Kein Vorstand der Welt kann sich dauerhaft gegen die Mehrheit seiner Mitglieder, Fans, Sponsoren und Mannschaft stellen. Wenn er das tut, dann hat er juristisch vielleicht noch für ein paar Wochen Luft zum durchhalten…aber nur bis zur nächsten Mitgliederversammlung – egal ob ordentlich oder ausserordentlich. Wenn die Herren das Wollen, dann können sie das gerne haben. Aber wir halten dies für komplett unnötig.
    Tut Eure Meinung kund am Sonntag. Es gibt kaum noch ein nationales TV, Hörfunk, Print, Online oder sonstiges Medium das nicht redaktionell am Thema an dieser “Freiburger Fan-Revolution” arbeitet und am Sonntag darüber berichten wird. Das Land schaut auf diese Stadt, könnte man sagen. Wenn alle mitmachen können wir am Sonntag Geschichte schreiben. WsF

  44. WsF - Info an Alle -Nachtrag-

    Felix Fielenbach

    am 21. April 2007 um 10:05 Uhr.
    Hallo,

    ich hätte da ein paar Fragen an die Anhänger der Initative wir sind Finke.

    1. Was gedenkt Ihr mit Robin Dutt zu tun? Er hat ja einen rechtsgültigen Vertrag der auch gegenüber einem neuen Vorstand Gültigkeit besäße.
    Eine Vertragsauflösung gegen seinen Willen würde das Ansehen des SCF doch noch weiter beschädigen als es durch das jetzige Theater ohnehin schon ist.

    2. Wie wollt Ihr dafür sorgen das ein neuer Vorstand die selbe kontinuirliche Arbeit an den Tag legt wie es der Vorstand um Achim Stocker 16 Jahre lang getan hat? Eigentlich sogar noch länger aber über die Zeit vor Finke weiss ich auf Grund meines Alters nicht so Bescheid.

    3. Was macht Ihr wenn Finke nicht mehr Trainer beim SCF sein möchte oder einen Vertrag bei einem anderen Verein unterschreibt ? Versucht Ihr ihn dann umzustimmen oder akzeptiert Ihr seine Entscheidung? Nur wenn ihr die Entscheidung wirklich akzeptiert seid ihr Finke.

    Gruß F.F.

    WsF – Info an Alle

    am 21. April 2007 um 11:14 Uhr.
    @Felix Fielenbach

    Gerne hier die Antworten:

    1. Das hier gehandelt werden muss ist schade und sicher nicht besonders glücklich gegenüber Robin Dutt, gegen den wir übrigens absolut nichts haben, wir kennen ihn ja garnicht. Aber diese Situation hat der Vorstand durch sein überstürztes und gegen jede Absprache gerichtetes Handeln ausgelöst und nicht wir. Finke hat, entgegen vielen Verlautbarungen einen unbefristeten Vertrag, nach deutschem Arbeitsrecht kann er also garnicht entlassen werden. Wenn er sich dagegen juristisch wehren würde oder gewehrt hätte, dann könnte der SC nichts machen. Das ist bei einem Arbeitsvertrag für einen Trainer nicht anders als bei einem anderen Arbeitsvertrag in der Wirtschaft. Nur macht dies in der Regel kein Trainer sondern lässt sich abfinden. Auch gibt es ja defintiv in Deutschland kein Beispiel wo ein Trainer 16 Jahre “im Amt ist”. Finke hat im Dezember sich unter der Bedingung das er in alles eingebundenen wird trotzdem zum Rückzug bereit erklärt. Diese Vereinbarung wurde vom Vorstand einseitig und ohne Not gebrochen und ist somit nichtig. Noch schlimmer: Man hat sogar den als “neuen starken Mann” geplanten Manager Andreas Bornemann komplett übergangen. Dies zu bewerten überlassen wir Euch. Der Vertrag Dutt muss aufgelöst werden, das wird ein paar EURO kosten, aber sicherlich weniger als die Abfindungen für Sarstedt und Finke (der übrigens einen unbefristeten Vertrag in Freiburg besitzt, der bisher nicht aufgelöst wurde !) Dies ist nicht optimal, aber ohne Probleme möglich und im Bundesligageschäft Alltag…wieviele Trainer werden schon nach kurzer Zeit wieder vor die Tür gesetzt. Die Alternative alles hier auseinander fallen zu sehen wird Millionen kosten.

    2. Indem wir die richtigen Leute vorschlagen, die sich zur Substanz und zum Erbe von Stocker bekennen und in Ihrem bisherigen Leben bewiesen haben, daß Sie was Können und mit Kontinuität arbeiten. Letztlich muss der Wahlausschuss einen Vorstand vorschlagen und die Mitglieder müssen diesen wählen. Aber wir trauen den Mitgliedern zu die Personen zu bewerten, die vorgeschlagen werden. Nebenbei sind zwei Dinge wichtig:
    a. Achim Stocker wird sowieso zeitnah in Ruhestand gehen. Dies bedeutet eine Nachfolgeregelung ist nach seiner überragenden Lebensleistung in unserem Verein ohnehin notwendig. b. Wie sehr die restlichen aktuell noch amtierenden Vorstände für Kontinuität stehen, das sehen wir ja aktuell jeden Tag. Darüber wollen wir nichts näher sagen, wir denken, dass sich hier jeder selbst ein gutes Bild machen kann.

    3. Wir haben uns gewissenhaft versichert, daß diese Mannschaft mit diesen Trainern zusammen bleiben will. Das zeigen beide Seiten seit Monaten in jedem Spiel und auch sonst. Volker Finke und Achim Sarstedt träumen davon mit diesem neu aufgebauten sensastionellen Team in der Bundesliga zu spielen, das ist verbindlich gesichert ! Wenn Volker Finke nicht mehr Trainer in Freiburg sein will, dann respektieren wir dies selbstverständlich. Jeder soll seine Zukunft selbst bestimmen. Aber 4 Vorstände sollen nicht gegen den Willen der Mehrheit von Fans, Mannschaft, Mitgliedern und Sponsoren einen Gegenkurs fahren. Dagegen wehren wir uns. Helft weiter mit !

    WsF

  45. taz Berlin - auch günter grass ist Finke !

    taz von heute:

    auch günter grass ist volker finke
    Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass unterstützt die Initiative “Wir sind Finke”. Der Schriftsteller ist einer von 2.600 Menschen, deren Name auf einer morgen im Freiburger Wochenzeitung Der Sonntag erscheinenden ganzseitigen Anzeige steht, mit der der Vorstand des Fußball-Zweitligisten SC Freiburg aufgefordert wird, die beschlossene Trennung von Trainer Volker Finke abzusagen und die 16-jährige Zusammenarbeit über das Saisonende hinaus fortzusetzen. Nachdem der 2. Vorsitzende Fritz Keller unlängst die Zahl der “Wir sind Finke”-Plakate als eher gering einstufte, werden am Sonntag gegen Jena 6.000 Plakate verteilt. “Dann soll Keller nochmal zählen”, sagt der Initiativen-Sprecher Achim Trenkle.

    Grass ist seit Jahren Anhänger des SC Freiburg. Dass er sich mit seiner Unterschrift gegen einen Beschluss des Klub-Vorstandes stelle, sei ihm bewusst, heißt es aus dem Büro des Nobelpreisträgers in Lübeck. (pu)

    taz vom 21.4.2007, S. 23, 31 Z. (TAZ-Bericht)

  46. WsF - Info an Alle

    @alle

    Nochmals zur eindeutigen Klarstellung:

    Volker Finke hat in Freiburg einen unbefristeten Arbeitsvertrag, der bis dato unverändert fortbesteht. Die immer öfter wiederholten Aussagen von
    “der Vertrag wurde nur einfach nicht verlängert” sind also komplett falsch. Man wollte Finke im Dezember mit Wirkung zum Saisonende entlassen. Da der Vorstand weiß, das dies nach 16 Jahren ohne Einwilligung des Betroffenen, dem man ja eigentlich nichts vorwerfen kann, nach deutschem Arbeitsrecht nicht möglich ist, wollte man ihn unter Vorspielung falscher Tatsachen (Wir regeln mit Dir zusammen Deine Nachfolge u.a.) zum freiwilligen Rückzug überreden. An diese Dinge hat sich der Vorstand komplett nicht gehalten. Daher steht zwar im Raum, daß Volker Finke zum 30.06.2007 entlassen werden soll, aber vertragsrechtlich hat er einen gültigen Vertrag !!! Der Vorstand muss also darauf setzen, daß VF zum 30.06. freiwillig geht, was er, wenn bis dahin nichts passieren sollte, dann sicher gegen entsprechende Abfindung auch tun wird.
    Aber zum Glück haben wir, unterstützt durch die derzeit kaum noch zu bremsende öffentliche Welle, aktuellt recht gute Chancen den Vorstand noch zum umdenken zu bewegen, denn die a.o. MV wird stattfinden. Es werden immer mehr Stimmen, je schneller alle Ihren Antrag einreichen, desto schneller die MV. WsF

  47. Tor-Tore-Tore

    hier die Tore des SC in 2007 zusammengefasst-
    warum Trainerwechsel Herr Keller, Breit und Co. ???

    http://www.myvideo.de/watch/1283454

  48. Kundgebender

    Runde Tische gesucht-
    für Morgen werden noch runde Tische gesucht die vor das Stadion gestellt werden. Hast Due einen runden Tisch im Keller, auf dem Dachboden oder in der Nachbar WG gesehen, stell Ihn bitte Morgen vor die Geschäftsstelle des SC Freiburg!
    Wir wollen endlich am Tisch Klartext reden und Lösungen finden! Zu Wohle Aller Beteiligten!
    Also Wetten Dass… Ihr es nicht schafft 100 runde Tische vor das Stadion zu bringen!?

  49. Plakate statt Tische

    Plakate IM Stadion bringen mehr als Tische VORM Stadion!

    Außerden ist die Zeit für runde Tische langsam abgelaufen, es ist Zeit für Vorstandsrücktritte bzw. -absetzungen.

    Mal ehrlich, ganz unabhängig davon, wie die Trainerfrage ausgeht: So wie der Vorstand sich in den letzten Monaten präsentiert hat, ist er nicht tragbar.