BZ-Einwurf: Hart, aber herzlich, bitte!

26. April 2007, 22:36 Uhr

fans.jpg “Was hat dich bloß so ruiniert?”, fragte die Deutschpop-Band “Die Sterne” schon vor elf Jahren. Ein Lied, das prima als Pausenbeschallung im Badenova-Stadion taugen würde. “Was hat uns bloß so ruiniert?”, könnten die Fans des SC Freiburg dann mitsingen. Der Chor würde allerdings recht schnell erstummen – in gegenseitigen Schuldzuweisungen. Diesen Eindruck erweckt jedenfalls der Internet-Blog der Badischen Zeitung, in dem die SC-Fans miteinander diskutieren. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Volker Finke. Es prallen Welten und Lebenseinstellungen aufeinander, es wird polemisiert und politisiert.

Dabei ist ein Trainerwechsel eigentlich etwas ganz Normales – und was gibt es Schöneres, als über so unwichtige Dinge wie Fußball zu streiten? Ob Hans Meyer der beste Bundesligatrainer ist, ob der FC Bayern wirklich Miroslav Klose verpflichten soll? Darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein – und am Ende doch eine Zitronenlimo zusammen trinken. Fußball-Diskussionen sind Spaß-Diskussionen, da mag Udo Lattek beim sonntäglichen DSF-Stammtisch eine noch so staatstragende Miene aufsetzen.

Genauso verhält es sich eigentlich mit der Frage, ob Volker Finke Trainer des SC Freiburg bleiben soll. Hier kann sogar besonders leidenschaftlich verhandelt werden, schließlich scheiden sich die Geister an dem Mann. Die einen preisen ihn, weil er sich noch nie in ein Schema pressen ließ – andere halten ihn für oberlehrerhaft und arrogant. Die einen verzückt sein Fußballstil – andere wünschen sich Kampfgeist statt Kurzpassspiel. Die einen freuen sich darüber, dass Finke die weite Welt in den Breisgau holt – andere würden mehr auf deutsche Spieler setzen. Viele Themen also, und die Mehrheit der BZ-Online-Leser diskutiert mit Herzblut und Sachkenntnis, aber unverkrampft. Das macht den Blog lesenswert.

Nun ist es aber so, dass Finke besonders unbeliebt ist bei jungen Leuten, die sich der “Ultra”-Fanszene zuordnen und im Stadion auf der Nordtribüne stehen. Aus dieser Ecke kamen nach dem zurückliegenden Heimspiel auch die unseligen Anfeindungen gegen die libanesischen Profis Antar und Mohamad, die aus ihrem Bekenntnis zu Coach Finke keinen Hehl machen. Deswegen alle Ultras, alle Nordtribünen-Besucher oder gar alle Finke-Kritiker über den Kamm der Ausländerfeindlichkeit zu scheren – das ist so falsch wie gefährlich. Aber es ist passiert im Blog der Badischen Zeitung. Einige Finke-Fans beschimpften ihren virtuellen Gegenspieler als “braunes Gesocks” und schürten so das Feuer der Hysterie. Dabei waren rechtsradikale Stimmen äußerst selten und wurden stets prompt gelöscht.

Dass sich die Tochter des SC-Vorstandsmitglieds Heinrich Breit in einem Nordtribünen-Fanklub engagiert, brachte die Pro-Finke-Fraktion zusätzlich in Rage. Dabei hat sich Helen Breit in der Badischen Zeitung ausdrücklich von Rassismus und Gewalt distanziert – was ihre Kritiker ebenso wenig zu interessieren scheint wie die Hinweise, dass ein Vater und seine volljährige Tochter ohnehin als zwei Individuen betrachtet werden sollten. Sippenhaftung steht nicht gerade für ein ausgeprägtes Demokratieverständnis; das sollten auch die auf political correctness pochenden Finke-Fans wissen.

“Wegen Überhitzung geschlossen”: Die BZ hat den SC-Blog gestern vom Netz genommen – zur Abkühlung. Von heute an kann weiterdiskutiert werden. Wer mitreden will, muss sich allerdings mit seiner Email-Adresse registrieren. Diese neue Hürde könnte dazu führen, dass wieder so debattiert wird, wie man es von Südbadens Sportfans eigentlich erwartet: hart, aber herzlich.

Karl Heidegger

41 Kommentare zu “BZ-Einwurf: Hart, aber herzlich, bitte!”

  1. neigschmeggder

    Fußball-Diskussionen sind Spaß-Diskussionen

    Das mag für Sie als Journalist vielleicht so sein.
    Macht ja nix, wenn der Verein untergeht: berichten wir halt morgen über den Haarausfall eines der Kamele vom Mundenhof.

    Natürlich sollte der Spaß an Fußballdiskussionen nicht verloren gehen.
    Tritt jedoch der Fall ein, dass unser Spaßobjekt dabei ist, in Grund und Boden gewirtschaftet zu werden, dann hört für mich der Spaß auf!

    Ansonsten: vielen Dank für die “Denkpause”. In diesem Punkt sind wir uns dann wieder einig: Ernst hin, Spaß her: fair sollte auch im Blog vorgehen!

  2. Justus K.

    Ach, Herr Heidegger von der BZ:

    Ich kann in KEINER WEISE Ihre Einschätzung darin mit Ihnen teilen, dass Pro-Finke/WSF für die Aggressionen im Stadion und im Austausch der verschiedensten Foren federführend sind:
    DAS IST SCHLICHTWEG FALSCH! UND SACHLICH KEIN FAIRER SCHREIBSTIL!
    Wer pöbelt denn bitteschön auf zum Teil unflätige Weise andersdenkende Fans an, wer macht sich denn über andere Meinungen lustig?

    Gerade WSF hat und das ist nicht nur auf der WSF-Homepage leicht zurückzuverfolgen IN KEINER WEISE zu BELEIDIGUNGEN oder AGGRESSIONEN gegen wen auch immer aufgerufen. GANZ IM GEGENTEIl:
    WSF setzt sich vorbildhaft und mit einer zähen Engelsgeduld für GESPRÄCHE AM RUNDEN TISCH ein. Das ist ein Faktum.
    WSF will doch gerade KONTINUITÄT als FÖRDERLICHE PERSPEKTIVE eines Vereins, der AN ALLEN FRONTEN AUSEINANDER ZU DROHEN SCHEINT, obgleich er SPORTLICH UNWAHRSCHEINLICH ERFOLGREICH DASTEHT.

    WSF steht für konstruktive Kontinuität, WEIL ES EBEN NICHT BELIEBIG IST , MIT WELCHEM TRAINER IN DIE NEUE SAISON GEGANGEN WIRD.

    Wenn ich alleine Herr Breits aktuelle Meinung im Radio Regenbogen-Interview höre, wo er u.a. gefragt wird, warum er keine Stellungnahme bezüglich der jüngsten Vorkommnisse im Stadion vornimmt und er antwortet, dass es eine UNVERSCHÄMTHEIT von WSF sei, ihn, den Vorstand zu so etwas aufzufordern, da er und der gesamte Vorstand dies bereits die ganze Zeit propagiere…..

    Ich muss ganz deutlich feststellen (und er hatte LANGE REDEZEIT IM INTERVIEW):

    SO ZEIGT SICH KEIN HANDLUNGSFÄHIGER VORSTAND! WENN DAS DIE EINZIGE VERLAUTBARUNG ZU DEN JÜNGSTEN VORFÄLLEN IST, WO ES NACHWEISLICH UM DISKRIMINIERUNG GING. Dann gute Nacht SC.

    Entschuldigt bitte bei WSF, das ich mich hier von Euch unterscheide:

    DIESER VORSTAND, ALLEN VORAN EIN AALGLATTER HERR BREIT,
    SOLLTE ALLERSCHLEUNIGST ABGEWÄHLT UND GESTÜRZT WERDEN!

  3. phil77

    So ein überflüssiger, sinnloser Kommentar! Lächerlich!! Hat schon Generation Fun die BZ übernommen?
    Anstatt so einen Blödsinn zu verzapfen, sollten sie -Herr Heidegger- ihrer journalistischen Verantwortung nachkommen und einiges rechechieren! Ich finde es z.B unerträglich, dass die Tochter eines Vorstandsvorsitzenden in einem agressiven Fan-Club engagiert ist, und dafür auch noch väterliches Lob kassiert. Zur Erinnerung, liebe BZ:
    1. Vorsitzender und Kassierer der “supports crew” haben ein mehrjähriges bundesweites Stadionverbot!

    “Dabei ist ein Trainerwechsel eigentlich etwas ganz Normales”. Lieber Herr Heidegger: Wie lange wohnen Sie seigentlich chon in dieser schönen Stadt?

  4. T97

    Also wer wie die WsF-Fraktion eine Person zu seinem Sprecher macht, die nachweislich Personen aus den Reihen der Finke-Kritiker früher in nicht akzeptabler Weise attacktiert hat und deren Freundin andere SC-Fans bespuckt, der ist meiner Meinung grundsätzlich keine Diskussion wert.

  5. phil77

    @T97
    “Also wer wie die WsF-Fraktion eine Person zu seinem Sprecher macht, die nachweislich Personen aus den Reihen der Finke-Kritiker früher in nicht akzeptabler Weise attacktiert hat und deren Freundin andere SC-Fans bespuckt, der ist meiner Meinung grundsätzlich keine Diskussion wert.”

    Schon mal was von Verleumdung bzw. “übler Nachrede” gehört! Bring Butter bei die Fische, oder lass es sein!!

  6. SteveR65

    @BZ online
    Einserseits habe ich ihren Beitrag mit Freude gelesen, weil sie endlich mal Stellung beziehen. Das kommt in Ihrem Blatt nicht so oft vor – zumindest im Sporteil. Bedingt durch das Internet wirkten Ihre
    ” Aufzählungsbeiträge” in der Vergangenheit immer etwas schläfrig.

    Der mit dem “braunem Gesocks” in Ihrem Artikel war ich. Durch einen “Fake Wsf Anhänger” ist man im SC Forum – durch meinen Leichtsinn – an meinen vollen Namen und Emailadresse gekommen. Bis hin zu Ihrem Blog wurde ich verfolgt ( Ihr Herr Huber hat zum Glück mir weiter geholfen ). Aus Unvermögen und Wut habe ich leider die Emails der gesamten Bande gelöscht – aus Schmerz und Wut. Ansonsten könnte ich Ihnen einige Ergüsse zum Thema “braunem Gesocks” weiterleiten… Die Damen und Herren haben nicht Fussball und den SC im Sinn sondern sie benutzen Ihn um Ihre Frustrationen und Misserfolge im Leben zu verarbeiten.

    SR aus Israel der heute mit LH 686 um 9.55 AM nach Israel zurückkehrt und hoffentlich die Finger von diesem Blog lassen kann.

  7. phil77

    Nachtrag:
    “Einige Finke-Fans beschimpften ihren virtuellen Gegenspieler als “braunes Gesocks” und schürten so das Feuer der Hysterie. Dabei waren rechtsradikale Stimmen äußerst selten und wurden stets prompt gelöscht.”

    Herr Heidegger,
    Diese Aussage ist nicht nur sachlich falsch (pöbelnde “Finke-Fans” waren die krasse
    Ausnahme), sondern geradezu eine bodenlose Frechheit, für die Sie sich hoffentlich sehr bald bei uns entschuldigen werden!

  8. Spitzkicker

    Wenn Herr Heidegger meint, es habe kaum braune Beiträge hier im Blog gegeben, so mag es an seiner Sichtweise oder daran liegen, dass er nur die bereinigten Protokolle zu lesen bekam. In der Tat wurden solche Beiträge entfernt, allerdings nicht immer sofort, so dass sie verständlicherweise auf heftige Gegenrede stiessen. Ursache und Wirkung!
    Vermutlich haben die Moderatoren eine Datei im Giftschrank, die sie Herrn Heidegger mal zur Einsichtnahme vorlegen könnten. Und vielleicht auch dem SC-Vorstand damit ihnen vor Augen geführt wird, woher der lauteste Beifall kommt.
    Wer das Duo erlebt hat, dass sich hier unmittelbar vor Schließung des Blogs stundenlang die Bälle zugeworfen hat weiß, vovon ich Rede.
    Ich kann als zeitweise intensiver Blog-Leser auch persönlich mehrere Anfeindungen von steveR65 bestätigen, von denen ich hoffe, dass er sie nicht alle lesen musste, bevor sie gelöscht wurden.

  9. breitling

    Bin schon sehr verwundert wie Sie Stellung WSF gegenüber beziehen.
    WSF hat bis heute nicht irgend etwas agressives von sich lauten lassen. Dass Dr. Breit und seine Tochter individuell zu betrachten sind idt OK. Doch dass er das Engagement seiner Tochter auch in VIP-Kreisen lobt, das ist wohl nicht individuell. Das er Vorstand des SC Freiburg ist stimmt. Dass Sie im Vorstand der SupportersCrewFreiburg ist stimmt. Dass die SupportersCrew Freiburg der Ultraszene zuzuordnen ist stimmt. Dass genau diese Szene ständig Volker Finke beleidigt und rufmörderisch verletzt stimmt.
    Sind diese Zusammenhänge nicht erwähnenswert?
    Wird ein Dr. Breit ohne Einfluss seiner Tochter wichtige Vereinsentscheidungen unbeeinflusst tätigen?
    Das sind doch klare, einfache Fragen. Keine Unterstellungen. Kein Rufmord.
    Wenn Sie liebe BZ-Redakteure das gleiche Maß an Gerectigkeit mit Volker Finke die letzten Jahre gehalten hätten, dann wäre der Mann nicht so demontiert worden.
    Es gibt sehr viele Zusammenhänge die Tag für Tag an das Tageslicht kommen. Statements und Dementi Tag für Tag.
    Für mich als Fan des Vereins sollte eine Mitgliederversammlung sofort stattfinden und auch der Mitgliederstopp aufgehoben werden. Menschen die sich um den Verein sorgen wollten eintreten. Keine die den Verein unterwandern möchten!
    Die Lösung ist die Mitgliederversammlung.

  10. Mikel

    wie sagte Herr Breit im Interview so schön : “es ist eine Unverschämtheit, dass WsF den Vorstand auffordert, sich in aller Deutlichkeit zu distanzieren”

    Pesrsönlich empfinde ich es als Unverschämtheit, wenn es nach diesen Vorfällen von Vereinsseite aus heißt: “wir wollen das Gespräch mit den Fans suchen um soetwas in Zukunft zu verhindern”.

    Aha, man muss also Spieler beleidigen d.h. Straftaten begehen, wenn man will dass der Verein zu einem Gespräch bereit ist – interessant!

    Im Übrigen unternahm der Verein die ganzen Jahre nichts, in denen Herr Finke und seine Spieler von genau dieser Personengruppe und unter den wohlwollenden Augen ihrer Symphatisanten beleidigt und mit Häme übergossen wurden.

    Auch in diesem Fall wurde es versäumt sich ohne wenn und aber hinter die Spieler zu stellen und allen Beteiligten klare und harte Konsequenzen anzudrohen. Es hätte z.B. auch heißen können: “Beleidigungen von Spielern und Trainerteam des SC Freiburg, werden vom Verein nicht geduldet und mit Hausverbot geahndet”. Dann wäre der ganze Spuk schnell zu Ende und die ganzen Mitläuferwürden sich genau überlegen, wie weit sie gehen können. Das Ganze könnte man auch noch ausdehnen auf Schiri und Gästespieler. Vielleicht wäre das der Weg zurück zu einem SC der mal war.

    Natürlich, um das mal ganz klar zu sagen, sind Finke-Gegner nicht pauschal als “braunes Gesocks” zu bewerten. Die meisten dieser Leute mögen Herrn Finke aus anderen Gründen nicht und haben mit diesem Volk gar nichts am Hut. Aber wenn gerade von der Contra-Finke Fraktion immer wieder über Jahre diese Hetze gegen den Trainer geduldet wird, ist das halt ein ideales Biotop für falsches Gedankengut.

    Nun möchte ich noch zum sportlichen kommen und alle Fans, die nach Offenbach fahren dazu auffordern, fair miteinander umzugehen und gemeinsam die Mannschaft zum Punktgewinn anzufeuern.

  11. rene

    Das heute veröffentlichte Heidegger-Resumee des “Quo-Vadis_SC-Freiburg”-Blogs ist für mich nicht nachvollziehbar. Es ist doch wohl völlig egal, ob rassistische, persönlich beileidigende und zur Gewalt aufrufende sowie verherrlichende Beiträge einiger Blogger aus der Contra-Finke-Gruppierung irgendwann mal gelöscht werden – das Schlimme ist doch, dass sie überhaupt verfasst wurden. Und nöch schlimmer wäre es, wenn es darauf keine Reaktionen seitens der anderen User gäbe, die diese Inhalte auf Schärfste verurteilen. Im Gegenzug aber dann sogar noch im Resumee die abzuwatschen, die sich Sorgen um die sportliche und menschliche Philosophie eines Vereins machen, dessen zahlender Kunde sie sind und der sie von offizieller Seite mehrfach durch Falschinformationen genarrt hat, finde ich schon recht amüsant. Kritik, gerade wenn sie durch Fakten belegt wird, muss in einer Demokratie erlaubt sein. Und Kritik greift in der Regel immer das Verhalten von Menschen an. So ist das in der Politik, Wirtschaft, im Verein etc. Und natürlcih werden dabei auch Zusammenhänge hinterfragt, wie beispielsweise im Falle Vater/Tochter Breit. Dabei geht es doch gar nicht um die Personen, sondern um die Funktionen und Ämter, die sie bekleiden. Hätte (ich betone den Konjunktiv, um alle Missverständnisse auszuschließen) beispielsweise VF einen voljährigen Sohn, der in der jetzigen Situationen eine Pro-Finke-Initiative gestartet hätte, wäre es ja wohl auch nur logisch, auf die familiären Zusammenhänge hinzuweisen. Eine Kritik kann nie ausgewogen sein, es müssen aber klare Spielregeln eingehalten werden: In diesem Punkt gebe ich Herrn Heidegger Recht.

  12. ICHBINBREIT

    Dieses Resumee kann ich nicht nachvollziehen. Die Leute von WIR SIND FINKE sind total nett und sorgen sichn nur um die Zukunft des SC Freiburg. Finke ist die beste Lösung. Bitte Breit und Keller zurücktreten und Mitgliederversammlung starten. Neumitglieder aufnehemn! Die sind echte Freiburg-Fans!

  13. Carlos

    In einem hat Herr Heidegger leider recht, nämlich dass vereinzelte Pro-Finke Leute hier im Blog zu ähnlichen Mitteln griffen, die ich bislang ausschließlich mit der „Finke raus“ Fraktion in Verbindung gebracht hatte: Verallgemeinerungen, Polemisierungen und Diffamierungen.
    Ansonsten hätte ich mir allerdings gewünscht, dass wenn man schon hier über die Äußerungen im Blog schreibt, dies auch neutral geschieht. Aus meiner Sicht müssten auch mal die „argumentativen“ Methoden der (gemäßigteren) Contra Leute analysiert werden (und nicht nur jetzt, sondern das ist ein Problem, dass ich seit mehreren Jahren beobachte). Beispielsweise die unsachliche und böswillig polemische Behauptung, Volker Finke sei „machtgeil“. Das hat sich mittlerweile so verfestigt, dass es breiter Konsens, auch in den Freiburger Medien (siehe etwa den Stadtkurier, Kommentar von Tassilo Schneider letzte Woche) zu sein scheint. Zur Unterstützung dessen wird dann der Vorstand des TSV Havelse „zitiert“ (so z.B. im Beitrag von „Feuersalamander“ vom 25.04. 21.46 Uhr im Blog „Das Bemühen um Frieden“, diese Aussage geistert aber in mehreren Beiträgen rum), der den „SportClub vor Finke gewarnt [hatte], was seine ‘Machtgier’ angeht.“ Kann mir das einer belegen? Auf jeden Fall wird hier mit Gerüchten Stimmung gemacht, was m. E. schon längst mal hätte thematisiert werden müssen.
    Diese Art von Stimmungsmache, der sich v.a. die Ultras (läßt sich wunderbar in den entsprechenden Foren nachlesen) bedienen (sowie auch die „Haupttribünenbruddler“, einfach nach einem verlorenen Spiel anschließend in der Straßenbahn zuhören), ist meiner Erfahrung nach auch für einen Teil des Zuschauerschwundes verantwortlich. Viele meiner Bekannten hatten einfach keine Lust mehr, sich das Gepöbele im Stadion anzutun. In diesem Zusammenhang bekommt die Aussage von Herrn Breit im Radio Regenbogen Interview, den Trainerwechsel mit dem Zuschauerschwund zu erklären völlig neue Brisanz, schließlich ist seine Tochter nachweislich in einer, ich drück’s mal vorsichtig aus, den Ultras nahe stehenden Vereinigung (Supporters Crew).

  14. Murat

    Wow! Da schreibt jemand mal einen sachlichen Kommentar und sofort rastet die Pro-Finke-Fraktion wieder aus. Man kann es euch nicht oft genug sagen: Ihr müsst euch einfach locker machen. Das Einzige was hier schlichtweg sachlich, definitiv, komplett und total falsch ist, ist die Bahauptung der Verein würde in “Grund und Boden gewirtschaftet”. Wenn man euch so hört bekommt man den Eindruck, dass ihr sowas von hysterisch reagiert, dass es fast schon gefährlich wird, sich überhaupt noch mit euch auseinander zu setzen.
    Auch diese “die-haben-aber-angefangen-logik” ist doch unfassbar dämlich: Wer sagt denn bitte, dass pöbelnde Rechtsradikale irgendwie vertretbar sind? Weil man will, dass Finke aufhört, hat man eben das Recht diese Meinung zu vertreten, ohne von euch politisch korrekten Besserwissern die Fähigkeit des Argumentieren abgesprochen zu bekommen. Das ist verdammt nochmal schlechter Stil. Setzt euch doch nur einmal mit dem auseinander was wirklich gesagt wurde und nicht mit irgendwelchen Dingen die ihr sonst so hört. Also bitte, hier meine Argumente:
    Volker Finke war in den letzten Jahren auch verantwortlich für sportlichen Mißerfolg. Nur weil es in dieser Rückrunde gerade gut läuft, sollten keine Entscheidungen rückgängig gemacht werden. Gute Spieler verlassen den Verein, wenn große Vereine mit viel Geld und der Perspektive Bundesliga locken. Das war auch schon so als der SC selbst erstklassig gespielt hat. Der Vorstand versteht überhauptnichts von Krisenmanagment, das ist sein größtes Problem und deshlab sollte er geschlossen zurücktreten. Die Vater-Tochter-Nazi-Vorwürfe sind – mit Verlaub – dummes Zeug. Welches Argument soll damit entkräftet werden, was beweist das? Eine einzelne Person steht nicht für alle Anderen die gegen Finke sind. Wenn wirklich die Zukunft des SCF auf dem Spiel steht und ihr euch darum sorgt, dann entwickelt doch zur Abwechslung mal einen kostruktiven Gedanken. Der könnte dann so lauten: Dutt den Rücken stärken, Mannschaft gut finden und wenn sie nicht aufsteigt, freuen über eine tolle Rückrunde.
    Es ist ganz schön einfach jetzt für Finke zu sein. Aber mal im Ernst: Was wäre wenn der SC mit Finke aufsteigt, der Vorstand zurücktritt und Finke Trainer bleibt? Glaubt ihr Pitroipa bleibt dann beim SC? Glaubt ihr der SC besteht mit diesem Team in der ersten Liga? Vielleicht. Villeicht würdet ihr aber auch alle gemeinsam “Finke raus!” brüllen, wenn der SC dann 0:6 gegen die Bayern verliert (soll es vor nicht allzu langer Zeit mal gegeben haben) und in der Winterpause abgeschlagen auf Tabellenplatz 18 steht. Sowas nennt man dann Opportunismus.
    Viele Grüße.

  15. phil77

    @Murat
    “Was wäre wenn der SC mit Finke aufsteigt, der Vorstand zurücktritt und Finke Trainer bleibt? Glaubt ihr Pitroipa bleibt dann beim SC? Glaubt ihr der SC besteht mit diesem Team in der ersten Liga?”
    Mit diesem Team könnte Freiburg auch in der 1. Liga Erfolg haben. Hattest du eigentlich die letzten Monate Tomaten auf den Augen? Wie Freiburg gegen den FCK bzw. Köln gspielt hat, war erstligareif und toller Fußball.
    Und hör btte endlich auf mit diesen Schwachsinn von sportlichen Mißerfolg!!
    Das schlechteste Saisonergenis unter Finke war 4.Platz/2. Buli! Soll das etwa schlecht sein? Ein Abstieg aus der 1. Liga ist für den SCF kein Mißerfolg, sondern höchstens sehr schade. Scahu dir mal den Etat an! Das Freiburg überhaupt 10 Jahre erstklassig war, war ja gerade das “Finke-Wunder”
    Natürlich geht es hier nicht nur um die Person Finke. Es geht vor allem darum eine tolle Mannschaft (jawohl, ich bin wirklich ein Fan von dieser Mannschaft!), welche das Ergebnis von jahrelanger Aufbauarbeit ist, zu erhalten! Es geht somit vor allem darum zu verhindern, dass dieser Provinzvorstand den SCF langfristig aus machtpolitischen Gründen an die Wand fährt!
    Und noch was: Es ist übel Leuten rechtsradikalismus (oder sonst was) zu unterstellen. Aber wenn in diesem blog, gepöbelt wurde, dann seltenst von Finke-Anhängern! Dieser BZ-blog wurde übrigends gesperrt, wel sich (angebliche) Ultras zu “Aktionen” mit “Frankfurter Hilfe” gegen WSf verabredet haben! Habs abgespeichert und der Poliziei geschickt!

  16. fuechsle2

    Allgemeine Meinung:

    Als im Dezemberdie Endscheidung fiel, Volker Finke zu entlassen, war diese Endscheidung sicher vertretbar und verständlich.

    Keiner konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen was für eine herausragende Rückrunde der SC spielen würde. Die Gedankenspiele des Vorstandes, mit Volker Finke den Klassenerhalt oder einen gesicherten Mittelfeldplatz zu erreichen, um anschliessend mit einem neuen Trainer zu arbeiten, waren sicher richtig.

    Nun kam es aber ganz anders als wie sich das alle gedacht hatten. Deshalb gibt es für mich nur zwei Möglichkeiten:

    1. Steigt der SC auf, kann nur Volker Finke Trainer bleiben. Weil zum einen nur dann die Chance besteht ,die Mannschaft, die sich noch in der Entwicklung befindet, zu halten. Natürlich müssen auch Verstärkungen integriert werden. Zum andern kann ich mir nicht vorstellen, das ein neuer Trainer, eine SC-Mannschaft, bei der fast alle Leistungsträger den Verein verlassen werden, eine Erstligataugliche Truppe zusammenstellen kann.

    2. Steigt der SC nicht auf, dann besteht die Möglichkeit mit einem neuen Trainer eine neue Mannschaft zu stellen. Die vielleicht in einigen Jahren wieder das Zeug zum Aufstieg hat.

    Deshalb sollte man abwarten was der Rest der Saison noch alles bringt, und sich dann gegebenfalls an den berühmten runden Tisch setzen.

  17. Delmenhorst

    @fuechsle2: Nachvollziehbare Gedanken.

    Dein 1. setzt aber vorraus, dass der Vorstand willig wäre Herrn Finke zu behalten. Meiner Ansicht nach ist aus den ganzen Aktionen um den Trainerwechsel ersichtlich, dass es oberstes Ziel des Vorstandes / einiger Vorstände war/ist Herrn Finke loszuwerden. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren und würde Variante 1 schon begrüßen. Ich habe aber bedenken, ob das sportliche dem Vorstand/Teilen daraus wirklich wichtig ist.

    Bei Deinem 2. kann ich nicht nachvollziehen wieso man den Weg gehen soll mit der Intention in ein paar Jahren wieder aufsteigen zu können.

  18. homoludens

    liebe bz, lieber herr heidegger,

    ihr kommentar ist nun wirklich schief. setzen sie sich doch einfach nochmal hin und bedenken kurz das verhältnis von ursache und wirkung. bin gespannt, zu welchem ergebnis sie dann kommen.

  19. fuechsle2

    @Delmenhorst:

    Vielen Dank für dein Statement.

    zu Punkt 1: Ich gebe Dir vollkommen recht, dass der Vorstand wohl nicht umkippen wird und Finke behalten wird oder will.
    Dass Er bleiben muss im Falle eines Aufstiegs, ist nur meine Meinung.

    zu Punkt 2: Da denke ich, dass es so kommen wird. Ich lass mich zwar gerne vom Gegenteil überzeugen, aber eine neue Mannschaft mit neuem Trainer braucht seine Zeit. Warum man den Weg gehen sollte oder gehen will, kann ich nicht sagen da wäre vielleicht der Vorstand der bessere Ansprechpartner, die haben so endschieden.

  20. Domi16

    Aufeinmal sieht man im ganzen Stadion “Wir sind Finke” Plakate und andere Sachen. Aber wo waren sie im Dezember? Im Dezember wolltet ihr doch das Finke geht. Obwohl wie ich finde es zu unrecht war. Und jetzt? Hättet ihr gewartet mit den “Finke raus” Rufen wäre er höchstwarscheinlich noch Trainer. Die Mannschaft ist jung und hatte in der Vorrunde Pech auch wenn sie nicht immer überzeugend gespielt haben. Ich habe nie vergessen was Finke für uns und den SC getan hat und für mich stand Finke niemals zur Debatte. Aber auch eine Ära Finke geht zu Ende. Aber was ich überhaupht nicht mag und verabscheue sind Fans die die eigenen Spieler beleidigen. Das ist eine Frechheit! Die Mannschaft bemüht sich und wird dann von den eigenen Fans beleidigt. Dass kann nicht sein. Ich hoffe die Lage beruhigt sich und die Verantwortlichen setzen sich an einen Tisch. Auch für Finke gibt es eine Zukunft in Freiburg auch wenn nicht als Trainer. Aber dazu müssen sie über ihren Schatten springen.
    Und jetzt noch was an die Fans:
    Ihr habt das wichtigste am Fussball vergessen: Die Freude am Fussball und den SC!!!!!!!!

  21. Delmenhorst

    @fuechsle
    Ja, dass wird bei 2. sicher seine Zeit brauchen. Warum soll eigentlich dann irgendwann der SC es wieder nach oben schaffen? Da strengen sich andere Vereine der 2. Liga genauso an. Und aufstrebende Regionalligisten und namhafte Absteiger aus der 1. BL gibt es jedes Jahr ja auch noch. Viele Vereine gehen da mit mit Geld, Kompetenz und Intelligenz dran, aber schaffen tun nur wenige, was dem SC Freiburg in den letzten Jahren gelang.
    OK, mit dem KSC gings dann ja auch irgendwann nach diversen Trainer und darauf folgend Vorstandswechseln wieder aufwärts.

    Herr Breit hat sich im Radio-Regenbogen-Interview nun hauptsächlich über Zuschauerzahlen-Arithmetik als Entlassungsgrund ausgelassen.
    Ich seh aber nix im Umbruchskonzept, dass erwarten ließe, dass dauerhaft mehr Leut in das Stadion kommen… Das was zieht ist doch noch immer schöner UND erfolgreicher Fußball.

  22. fuechsle2

    @Delmenhorst

    Klar braucht es seine Zeit und eine Garantie, dass es gelingt, gibt es nicht.

    Tja die einen machen oder versuchen es mit Geld, andere anders……..

    Zum Interview von Herrn Breit kann ich nur sagen. Das mit den Zuschauerzahlen versteh ich nicht. Die Zahlen steigen automatisch wenn in Liga 1 gespielt wird. Beweist auch die jetzige Rückrunde. Jedoch nicht wenn die Mannschaft dort abgeschlachtet wird, was gut passieren könnte. (Wenn die Mannschaft auseinander fällt)

    Was mich an dem Interview auch stört ist, die Aussage mit den Transfererlösen. Man kann ja einige Spieler verkaufen, dann sind Erlöse da, aber kein schöner und eventuell erolgreicher Fussball mehr.

    Vielleicht sollte Herr Breit auch mal sehen, das in Liga 1 die Fernsehgelder wieder höher sind, die in die Mannschaft investiert werden können.

  23. Nordkicker

    Da ich diese Woche nur sehr selten die Möglichkeit hatte, dieses Forum zu nutzen, eine Frage: Sind die Überwachungsvideos vom letzten Sonntag eigentlich schon ausgewertet worden?

  24. Mikel

    Es gab noch keine Informationen darüber. Es ist nur zu hoffen, dass die Verantwortlichen und Ihre Symphatisanten ermittelt werden können – und das so schnell wie möglich. Der Verein hat außer der wachsweichen Presseerklärung sich immer noch nicht eindeutig positioniert.

  25. Nordkicker

    @Mikel

    Danke für die Info. Ein wenig merkwürdig, daß das Auswerten so lange dauert …..!

  26. ICHBINBREIT

    Ich höre immer wieder Wendehälse, wo wart Ihr im Dezember…
    Klar da war ich ruhiger aber ich habe niemals Volker Finke und die Mannschaft ausgepfiffen. Dazu stehe ich 100%
    In der Zeit was hätte man tun sollen um nicht total doof da zu stehen? Es lief wirklich schlecht. Es gab teilweise sehr schlechte Spiele. Aber auch gute die man nicht gewann- teilweise aus Schiedsricherentscheidungen und teilweise durch die ungeübtheit und nicht abgezocktheit der Mannschaft.
    In unser schnellebigen Zeit wird es immer schwerer ein Konzept durchzusetzen. Finke machte das immer stur drauflos so wie er es für richtig hielt. Bravo der Mann hat Selbstbewusstsein und er hatte wieder Recht! Ich hatte im Dezember auch Angst. Doch ich dachte nun muss der Vorstand mal richtig in die Kasse langen und einen kreativen Mittelfeldspieler holen.
    Doch es kam alles anderst. Ich war schockiert aber man hätte niemanden zusammenbekommen um die Entscheidung in Frage zu stellen. Doch nun kommt die von Finke angekündigte Leistung des Teams. Systemwechsel, mehr Erfahrung und mehr Glück. Warum nun den Trainer wechseln und das Auseinanderbrechen der Mannschaft hervorrufen?
    Finke hatte Recht. Die können Fussball spielen!
    Der Vorstand kann Dutt genauso eine Abfindung geben wie Finke und fertig. Der wird in Freiburg nicht klar kommen. Der SC hat spezielle Gegebenheiten mit denen der sicher nicht klar kommt. Auch seine Medienkommentare lassen es mir eikalt den Rücken runter laufen. Er distanziert sich von der eigenen Mannschaft. Finke würde dies nie tun!
    Er macht sie nach Niederlagen fertig- “Was meint Ihr was Euch noch Intern blüht…”
    Naja das soll er mit den jungen Freiburgern um 20 Jahre (jüngste Bundesligamannschaft) machen. Mal sehen wer besseres Geschick in der Richtung hat. Obwohl für seine Taktik mit Kratzen-Beissen-Spucken wird er wohl ein paar altgediente Spieler holen, die statt gepflegtem Kurzpassspiel mal wieder richtig kämpfen.
    Ach herje wir Freiburger haben einen der Besten Trainer die es gibt und machen Ihn nach 16 Jahren ERFOLGREICHER Arbeit madig und schicken Ihn in die Wüste. Ganz Fussballdeutschland denkt wir Badener ticken nicht richtig. Womöglich haben sie ja recht.

  27. SC daFfy

    Ich bin genervt! Ich bin weder Pro- noch Contra-Finke. Ich hab einfach nur Spaß am Fussball! Obwohl ich die Pro-Finke Aktionen süß fand. Ist doch so was einzig und alleine in Freiburg möglich. Dass jetzt gewisse Gruppierungen die Diskussionen für Ihre Zwecke nutzt, um ein (zurecht) eingestaubtes Gedankengut zu verkünden ist nicht schön. Genausowenig wie das Licht das dadurch auf Nord fällt. Sind doch viele einfach wegen der mitreissenden Stimmung dort, die rein gar nix mit den Ultras zu tun haben!!

    Den Umstand, dass ein Familienmitglied des Vorstands einer solchen Gemeinschaft nahe steht find ich persönlich sehr problematisch. Interessieren würde mich, ob die Staatsanwaltschaft in diesem Fall tätig ist. Ansonsten kann man ja nicht mit einer objektiven Auswertung der Geschehnisse rechnen.
    Was ich bei den Rufen: “Wir sind Finke” und “Wir sind Ultra” vermisse ist das endlich mal wieder jemand ruft: “Wir sind SC Freiburg!”
    Denn das sollte man als Fan wirklich sein und hinter seiner Mannschaft stehen.

  28. neigschmeggder

    Bin ich Freiburg?
    Würde ich gerne sein – ganz ehrlich!

    Leider wird aber alles, was mich bisher zu “Freiburg” im Sinne des SC gemacht hat, gerade zerstört.

    Was das ist? – Ganz einfach in der FAZ von heute nachzulesen.

    http://www.faz.net/s/RubAEA2EF5995314224B44A0426A77BD700/Doc~E69468C694AC5443A845D35FC5A06312E~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  29. ICHBINBREIT

    Volker Finke im Gespräch

    „Das ist wie bei Scheidungskindern“

    “Ich habe ja keinen schriftlichen Vertrag”: Volker Finke
    28. April 2007
    Volker Finke ist seit 16 Jahren Trainer des SC Freiburg. Eine längere Dienstzeit hat es im deutschen Profifußball noch nicht gegeben. Im Winter, als die Mannschaft kurz vor einem Abstiegsrang stand, verkündete der Vorstand das Ende der Ära Finke zum Saisonende. Vier Spieltage vor Schluss ist Freiburg nur zwei Punkte von der Bundesliga entfernt – und die Fan-Initiative „Wir sind Finke“ bekommt mit jedem Sieg immer mehr Zulauf in einer gespaltenen Stadt.

    Haben Sie diese Woche das Halbfinale von Manchester United gesehen?

    Natürlich, es war ein faszinierendes Spiel. Warum fragen Sie?

    Manchester United ist der reichste Klub der Welt und hat fünf Jahre keinen Titel gewonnen. Die Vereinsführung hat dennoch an Teammanager Ferguson festgehalten – und jetzt können sie mit ihrem attraktiven Fußball das Finale der Champions League erreichen. Geht Ihnen da nicht einiges durch den Kopf?

    Der Trainer hat sich seit 1991 in Freiburg kaum verändert

    Ein sehr erfahrener Kollege hat am Beispiel Manchester zu mir gesagt: Du bist nicht 16 Jahre in Freiburg, sondern 32 Jahre. Manchester kauft immer von oben ein. Da geht es nicht darum, um die besten Spieler ringen zu müssen, damit sie den Verein nicht verlassen. Da geht es drum, die besten zu finden und sie so zusammenzustellen, dass sie zueinanderpassen. Im Gegensatz etwa zur berühmten Philosophie von Real Madrid, die es mit den fünf, sechs besten Spielern der Welt versucht haben. Damit kann man sein Jubiläum feiern, aber nicht 34 Punktspiele. Es spielen nie die besten elf Spieler den besten Fußball, sondern die elf Spieler, die am besten zueinanderpassen. „Manu“ ist ein gutes Beispiel, wie der Trainer über viele Jahre versucht, dass sich die Mannschaftsteile gut ergänzen – und wenn man nun den Supertanker „Manu“ mit der Streichholzschachtel Freiburg vergleicht, dann muss man sagen: Hier fängt man immer wieder von vorne an.

    (—)
    Liebe SC-Fans, aus rechtlichen Gründen können wir leider nicht zulassen, dass das Interview der Kollegen von der FAZ in voller Länge im BZ-Blog veröffentlicht wird. Links und Auszüge sind ok, aber komplette Artikel aus anderen Blättern könnten uns juristisch in die Bredouille bringen. Wir bitten um Verständnis. Redaktion BZ-Online.

  30. cantona

    Als langjähriger Fan und seit Jahren Mitglied des SC Freiburg aus dem Ruhrgebiet habe ich schon im Dezember die Trennung von Finke als falsch angesehen. Denn dass die SC-Mannschaft Potenzial hat war immer zu sehen. Und mit Finke hat sie die Chance, aufzusteigen und die Klasse zu erhalten. Ohne Finke wird es auf jeden Fall Turbulenzen geben und auch die nächste Saison in der 2. BuLi wird brutal schwer: Die Absteiger aus der 1. BuLi sind alle stark. Dann plus Hoffenheim von unten aus der RegLi plus Köln, ev. Fürth, ev. Rostock, ev. Duisburg, Lautern und vielleicht auch wieder einmal 1860. Da würde selbst der vom SC-Vorstand als Ziel für die neue Saison mit Dutt ausgegebene Mittelfeldplatz schwer erreichbar, insbesondere, wenn einige Leistungsträger gehen.
    Es wird wie so oft sein: Man merkt erst, was man hatte, wenn es weg ist. Und jeder möge einmal das Interview mit Finke in der FAZ vom 28.04. lesen. Ich verfolge den Weg des SC schon fast seit dem Beginn der Ära Finke (1993) und habe selten von Trainern Klügeres über Fußball gelesen und gehört. Genau wegen dem Freiburger Modell und der seriösen Arbeit bin ich dann auch Mitglied geworden. Diese hängt jetzt nicht nur an Finke, aber schon sehr am Freiburger Modell. Wenn das nicht mehr ist, werde ich auf Sicht den Verein als Mitglied nicht mehr unterstützen können.
    Wenn Finke ab demnächst in Freiburg weg sein sollte, wird man den Unterschied sehr, sehr deutlich spüren und dann wird trauern angesagt sein.

  31. Beta-Blogger

    Dass man als Vorstand auch anders mit heftiger Kritik in Verein und dessen Umfeld umgehen kann als beim SC, zeigt aktuell das Beispiel Kickers Offenbach. Mögen dort zwar andere Probleme vorherrschen, so hat sich jedenfalls der dortige Vorstand entschlossen, selbst eine ausserordentliche Mitgliederversammlung anzuberaumen:

    „Wir möchten unseren Kritikern die Chance geben, ihre Zielsetzungen für die Zukunft des OFC neu zu formulieren. Natürlich hoffen wir trotz der aktuellen Situation weiterhin, das mehrheitliche Vertrauen der Mitglieder zu erhalten. Die Mitglieder des Vereins sind nun mal der höchste Souverän des Verein… Das ist unser demokratischer Ansatz! (nachzulesen auf der Homepage des OFC)
    (Anm.: Der Vorstand war erst im Dezember 2006 neu gewählt worden!)

    Hieran sollten sich die Herren Vorständler des SC ein Beispiel nehmen. Schwerwiegende Probleme wie beim SC lösen sich einfach nicht durch Feigheit und Aussitzen von selbst, der Vorstand muss Rede und Antwort stehen, sich erklären und sich in seiner Funktion neu legitimieren lassen. Wenn der Vorstand glaubt, die besseren Argumente auf seiner Seite zu haben, muss er sich vor einer Diskussion nicht scheuen. Wenn nicht, wird er sich mit seiner Abwahl abfinden müssen. Aber offenbar hat man in der Vorstandsetage des SC Angst vor den eigenen Vereinsmitgliedern, die man doch zu repräsentieren vorgibt? Einiges spricht dafür, dass die Herren zwar von sich selbst ziemlich überzeugt sind, aber nicht so sehr von ihren Argumenten.

  32. lima

    Es besteht die reale “Gefahr”, dass der SCF 2007 aufsteigt.

    Hat der Vorstand Pläne für diesen Fall in der Schublade?

    Kann er die den Fans vor Saisonende mitteilen?

  33. Justus K.

    ES GIBT EINE KRITISCHE MASSE:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    Es gibt den Tropfen,
    der das Fass zum Überfließen bringt,
    die eine Stimme,
    die die Wahl entscheidet,
    das eine überzeugende Bild,
    das die “herrschende” Gesinnung umschwenken lässt,
    das freundliche, richtungsweisende Wort,
    mit dem niemand mehr gerechnet hat.

    DAMIT WIRD ERFÜLLT, WAS NÖTIG WAR,
    UM DIE ENTWICKLUNG WEITER GEHEN ZU LASSEN………………………

  34. Achim4ever

    Oja wie Recht ihr alle habt! Der Vorstand ist bequem, faul und sitzt alles aus. Und wenn er mal entscheidet (z.B. Finke-Entlassung) dann machen die auch noch alles falsch….

    Mein Gott, wie könnt ihr nur so kurzsichtig sein? Hat dieser Vorstand die letzten Jahre denn nichts richtig gemacht? Oder gab es gar keinen Vorstand beim SC Freiburg? War alles nur Gott-gelenkt oder zufällig?

    Ich sage: Wenn der SC aufssteigt, dann könnt ihr das der mutigen Entscheidung des Vorstandes verdanken. Ohne dieses Signal an die Mannschaft, wäre niemals ein derartiger Ruck durchs Team gegangen. Die hätten niemals eine solche Serie hingelegt!

    Und nun kommt die Zeit des Neuanfangs! Es ist wie in der Natur: Nach dem Winter kommt auch wieder der Frühling mit neuem Zauber. Ich freue mich auf den neuen Trainer! Dutt wird die Sache schon richtig machen. Er hat schließlich eine gute Ausbildung und bei den Kickers gute Arbeit abgeliefert. Wer das bestreitet, der stellt damit auch Finke in Frage – weil beide ähnlich arbeiten!

  35. Delmenhorst

    “War alles nur Gott-gelenkt oder zufällig?”

    Ja, das ist eine Sicht der Dinge. Eine andere ist, dass ein gewisser dominanter Trainer mit Sachverbundenheit und Detailversessenheit das mehr gelenkt hat als sonst in Vereinen üblich. Und da Vorstände auch endlich mal etwas was zu sagen haben wollen, wirds Zeit, dass der Trainer und seine Mitstreiter das Weite suchen.

    Neuanfänge sind durchaus schön. Wenn das sachdienlicher angegangen worden wäre gäbs ne Chance an die jetzigen Erfolge nahtlos anzuknüpfen.

    Wenn man die jüngeren Ereignisse betrachtet so besteht die Gefahr, dass man durch ein langes Tal gehen muss (siehe Beispiel KSC). Dabei habe ich bedenken, dass es dann nochmal irgendwann Richtung 1. Liga gehen kann, denn der Standort Freiburg gibt im Gegensatz zu Karlsruhe halt einfach nicht so viel her. Und nach oben wollen viele andere die Potenter und nicht weniger clever als der SC Freiburg sind.

    Die Ähnlichkeit der Herren Dutt und Finke? Wie ist das belegt? Durch “eine gute Ausbildung und bei den Kickers gute Arbeit”? Das belegts in meinen Augen nicht so dolle. Ich habe nicht den Eindruck einer allzu großen Ähnlichkeit.

  36. ICHBINBREIT

    Dutt hat im Vergleich zu Finke noch absolut gar nichts geleistet!
    Ein Vergleich ist schon eine Beleidigung Finke gegenüber.
    Durch Finke hat Freiburg und Umgebung erst einmal an Bekanntheit gewonen.
    Als ich vor ca. 10 Jahren in Norddeutschland tätig war kannte man Freiburg nur durch den Fussballverein und den Trainer!
    Freiburg war vorher nicht einmal auf der deutschlandweiten Wetterkarte!

  37. cantona

    Meldung dpa: 470 Anträge für ‘Wir sind Finke’
    558 der 2229 stimmberechtigten Mitglieder des badischen Fußball-Zweitligisten müssten eine Einberufung beantragen, damit der Verein dem Antrag einer außerordentlichen Mitgliederversammlung nachkommen müsste. Damit fehlen noch knapp 90 Unterschriften.
    Die Initiative “Wir sind Finke” kämpft weiter für den Verbleib von Trainer Volker Finke beim SC Freiburg. Die SC- Verantwortlichen haben nicht festgelegt, wann die Einreichungsfrist endet.
    “Es gibt in der Vereinssatzung keine speziellen Hinweise in dieser Sache”, sagte heute SC-Manager Andreas Bornemann. “Deshalb haben wir auch davon abgesehen, eine Frist zu setzen. Aber die Saison ist natürlich bald zu Ende und es macht ja keinen Sinn, wenn es irgendwann in der neuen Saison zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wegen der Trainerfrage kommt.”
    Damit Finke trotz der beschlossenen Trennung nach 16 Jahren weiter arbeiten könnte, müsste die Clubführung gestürzt werden. Die Initiative
    “Wir sind Finke” müsste ein Konzept vorlegen und einen neuen Vorstand präsentieren, da die derzeitige Vereinsspitze um den ersten Vorsitzenden Achim Stocker trotz des sportlichen Verlaufs in der Rückrunde (11 Siege in 14 Spielen) keinen Anlass zu einem Umdenken in der Trainerfrage sieht. Als Finkes Nachfolger hat der Club bereits Robin Dutt von den Stuttgarter Kickers verpflichtet.
    Die Clubführung wiederholte, dass die Trennung von Finke beschlossene Sache ist. “Die Entscheidung vom Dezember bleibt, wie sie ist”, sagte der zweite Vorsitzende Heinrich Breit. (dpa)

  38. ICHBINBREIT

    Uff de Schwäbsch Eisenbahne kommt de
    DUTT
    jetzt angefahre,
    Finke stellt die Weiche um,
    Breit und Keller gucke dumm!
    Trulla trulla trulla la
    Trulla trulla trulla la
    Finke stellt die Weiche um,
    Breit und Keller gucke dumm!

  39. ICHBINBREIT

    Uff de Schwäbsche Eisenbahne
    Wollt a mal a Ultra fahre,
    war zu Breit vir d Eigongsdiere
    doch Hirn war keins do zum des kapiere.
    Trulla trulla trulla la
    Trulla trulla trulla la
    war zu Breit vir d Eigongsdiere
    doch Hirn war keins do zum des kapiere.

    Uff de Schwäbsche Eisenbahne
    Wollt a mal a Ultra fahre,
    war zu Breit vir d Eigongsdiere
    doch Hirn war keins do zum des kapiere.
    Trulla trulla trulla la
    Trulla trulla trulla la
    war zu Breit vir d Eigongsdiere
    doch Hirn war keins do zum des kapiere.

    Warum bischt so blind gewese
    Vorständ hän jetzt Hose an
    Doch die Hose isch viel z`gross
    rutscht nab un Sie stän in der Unterhos!
    Trulla trulla trulla la
    Trulla trulla trulla la
    Doch die Hose isch viel z`gross
    rutscht nab un Sie stän in der Unterhos!

    Achim Stocker, guter Maaa
    Du stoscht ganz vorne draa
    Nimms Herz ind Hond un sei gonz gscheit-
    de Finke wenn die meischte Leit!
    Trulla trulla trulla la
    Trulla trulla trulla la
    Nimms Herz ind Hond un sei gonz gscheit-
    de Finke wenn die meischte Leit!

    So, jetzt wär dies Liedle gsunge
    Friddig wird wieder um Punkte grunge
    SC Freiburg mein Verein
    Zukunft mit viel Sonnenschein!
    Trulla trulla trulla la
    Trulla trulla trulla la
    SC Freiburg mein Verein
    Zukunft mit viel Sonnenschein!

  40. mathieu

    @ICHBINBREIT

    >Als ich vor ca. 10 Jahren in Norddeutschland tätig war kannte man Freiburg nur durch den Fussballverein und den Trainer!

    hehe… kommt davon wenn man in der Schule in Deutsch und Erdkunde immer gefehlt hat… oder nie weiter als zur Weißwurstgrenze gekommen ist… oder man außer Fußball nix im Kopf hat… *Spässle gmacht…*

    >Freiburg war vorher nicht einmal auf der deutschlandweiten Wetterkarte!

    war auch nicht nötig… jeder der Freiburg kennt weiß, dass über Baden immer die Sonne lacht….

    und um wieder zum Fußball zurück zu kommen… schönes Interview von VF.. ich denke damit ist doch alles gesagt… führ ihn wünsche ich, dass er den “Rausschmiss”, den er so nun wirklich nicht verdient hat, persönlich bald und gut verdaut… und ich würde mich freuen, wenn ich ihn irgendwo bei einem interessanten Verein bald wieder arbeiten sehen könnte…

    … dem SC und dem Trainer jetzzt am Wochenende und an den beiden Folgenden viel Erfolg… ich drücke die Daumen… glaube an das Unvermögen der anderen Mannschaften und das Glück des SC Freiburg
    Grüße aus Pfungstadt.. (das nun vermutlich wirklich keiner kennt…^^)

  41. -ind

    Also, liebe Bloger,

    ich, mittlerweile 66 Jahre alt, der sich erstmals seit Monaten an einer solchen Diskussion im Internet beteiligt (übrigens als vorbehaltloser Finke –Fan), wundere mich mittlerweile, dass fast alle ihre Meinung anonym äußern. Auch ich (-ind) habe das bislang fast immer getan. Nur, warum eigentlich? Schließlich sollte jeder zu seiner Meinung mit seinem Namen stehen, so wie es eigentlich selbstverständlich ist. Ich jedenfalls werde es künftig tun.
    Herzlich Grüße Klaus Schneidewind, Schillerstraße 7, 79713 Bad Säckingen, Telefon 07761/2417