14.30 Uhr: Colmar – eine Stadt verkleidet sich als Weihnachtsmarkt

kugel-450
Colmar gilt als Weihnachtshauptstadt des Elsass. Zwischen bunt geschmückten Ständen und Straßen fühlt sich Kollege Röderer ins Weihnachtswunderland versetzt. Seine Kurzkritik.

Erster Eindruck
Wenn jetzt irgendeiner vom Mars mit seinem Raumschiff auf der Erde aufschlagen würde und er dann fragt: Hey, was ist eigentlich ein Weihnachtsmarkt? Dann würde man ihn wohl als Antwort nach Colmar beamen. Die ganze Stadt ist so etwas wie ein Musterweihnachtsmarkt. Eigentlich sind es mehrere, die sich über die ganze pittoreske Innenstadt verteilen. Egal, um welche Ecke man biegt, man landet auf einem Weihnachtsmarkt. Entsprechend viele Touristen flanieren auch durch die Gassen. Colmar ist auf internationale Marktbummler eingerichtet: Glühwein, Vin Chaud, Vino Caldo, Mulled Wine steht in vier Sprachen am Stand angeschlagen.

Soundcheck
Wir sind auf dem Platz an der Domikanerkirche gelandet. Überall sind die Lautsprecher verteilt, aus denen dröhnt ein interessanter Weihnachtslieder-Hitmix. Getragene Kirchenchorälen folgen auf die Swingversion von „Santa Claus is coming to town“. Die Jugend wippt beim Vin Chaud mit den Füßen im Takt mit.

X-Mas-Faktor
Die Colmarer als Vorbild-Weihnachtsmärktler geben sich alle Mühe und schrecken auch vor Tannen mit Kunstschnee mit großen roten Kitschkugeln als Behang nicht im geringsten zurück. Die Stände haben ein rotes Ziegeldachimitat und verschiedene Heiligenbildchen als Dachreiter. Na dann, joyeux noel.

crepes-450

Gaumenschmaus
Der Elsäßer tischt natürlich seine Spezialitäten auf: Croque Monsieur (Schinken-Käse-Doppeltoast), Crepes und der Vin Chaud aus elsäßischem Weißwein wird in den Plastikbecher gegossen.

Was koscht’s?
Der Glühwein ist in Colmar mit 2 Euro sehr günstig. Die Essenspreise mit 2 Euro fürs Zuckercrepes oder 3,50 Euro für den Croque Monsieur oder Wurst vergleichsweise fair.

Gib mir die Kugel – die BewertungFünf von sechs. Eine Kugel Abzug wegen Kitschalarm. So.

bASEl4

Sonderaufgabe
Es gilt an einem Stand ein Crepes zu erstehen – das geht ruckzuck kein Problem. Der Mann vor uns in der Schlange hat sich schätzungsweise ein Viertele Grand Marnier übers Crepes kippen lassen. Kollegin Sillgitt will’s aber nicht essen. Weil sie ihre Tagesration an ungesundem Essen schon erfüllt sieht. Hm, ehrlich? Wir hatten doch erst Raclette, den Basler Klöper und jetzt den gezuckerten Pfannkuchen. Versuchen wir sie mal in Emmendingen mit Magenbrot zu überzeugen…

@Kollege Röderer schreibt Kollegin Sillgitt: Um 12.30 Uhr bekam ich nach Hetzerei und Raserei zwischen Märkten, zwischen deutschem, französischem und schweizer Internet zum ersten Mal etwas zu essen. Eine Butterbrezel – klar! Wir hatten Raclette? Röderer hatte Raclette. Er weiß halt, wie man’s macht.

james-crepes-450


Ein Kommentar zu “14.30 Uhr: Colmar – eine Stadt verkleidet sich als Weihnachtsmarkt”

  1. Ben

    Endlich die Brezel!!! Herr Röderer ernsthafte Ermahnung meinerseits: Lassen Sie Ihre Kollegin nicht verhungern, kümmern Sie sich weniger um Ihr Essen und schaffense was!! :mrgreen:

    Zitat

Einen Kommentar schreiben: