15.10 Uhr: Stark, stärker – belgisches Bier

Die Belgier werden auch allenthalben gerühmt für ihr Bier, auch die Brüssel erfahrene Franziska Brantner hat es heute gelobt. Darum haben wir jetzt am Nachmittag unweit des Grand Place einer Bierfachhandlung einen kleinen Besuch abgestattet.
James: 250 Gebräue stehen in den Regalen. In Belgien gibt es vorwiegend Flaschenbiere. Der Belgier braut wildes Zeug: Erdbeerbier zum Beispiel. Erd-beer-bier!!! Da würde jeder vom Reinheitsgebot durchdrungene deutsche Braumeister schon beim Lesen des Etiketts ohnmächtig.
Nun, man findet hier in Belgien auch die so genannten Champagnerbiere: Denen wird in der Flasche noch extra Hefe zugegeben, so dass die Biere weiter gären können – ähnlich dem Verfahren wie beim Champagner. Diese Bierflaschen sind auch mit einem Champagnerkorken verschlossen. Das sieht dann auch nach was aus.
Wir erstanden jedoch ein ganz normales Duvel, die Marke,die uns die Frau Abgeordnete Brantner freundlich empfohlen hatte. Das Duvel hat laut Etikett 8,5 Volumenprozente Alkohol – und damit ordentlich Atü! Zum Vergleich: Das Rothaus-Tannenzäpfle (eines unserer stärkeren Biere) bringt es auf 5,7 %.
Dass die Belgier mit so viel Power brauen, liegt am sogenannten Vandervelde-Gesetz aus dem Jahr 1918. Dieser Erlass untersagte den Verkauf von Spirituosen in Bars. „Wir sind doch nicht blöd“, dachten sich die Braumeister und gaben sozusagen als Spirituosen-Ersatz dem Bier mehr Alkohol mit auf den Weg zum Endverbraucher. Dabei ist es geblieben. Übrigens: Jenes Vandervelde-Gesetz galt immerhin bis zum 1983.
Seltsam, diese Belgier. Aber sie beleuchten nachts ja auch ihre Autobahnen mit endlos langen Lampemreihen quer durchs ganze Land.
Und, ach ja, das Duvel schmeckt. Macht aber ein bisschen träge. Frau Kollegin, übernehmen Sie!
Alex: Ich trinke kein Bier. Habe ich noch nie und werde es auch nie. Warum? Das kann ich nicht sagen. Daher fühle ich mich neben dem Kollegen im Bierladen doch etwas fehl am Platz. Erst berührt er nur ein Etikett, nimmt dann ehrfurchtsvoll eine der Flaschen in die Hand – seine Augen beginnen zu funkeln, zu leuchten und zu strahlen!
PS – O-Ton James nach einer Flasche „Duvel“: „Das Zeug haut vielleicht weg – nach zwei Flaschen kannst mich wegtragen!“. Tja, bleibt nur zu sagen: Ist es zu stark, bist du zu schwach.


am 8. Juli 2009 um 15:38 Uhr.
Wie war das doch: Im Dienst trinkt man nicht
…Der Tag ist noch nicht zu Ende, nicht dass die Dame alleine weiterarbeiten muss
am 9. Juli 2009 um 08:09 Uhr.
und für die Kollegen in Freiburg gibt’s wieder nur Pralinen als Mitbringsel…
am 20. Dezember 2009 um 18:33 Uhr.
Das Duvel macht aber nach dem zweitem auch richtig Spaß