5 nach zwölf: Spanien auf dem Gipfel


Am Ende waren sie doch zu stark. Das perfekte Kurzpassspiel der Spanier zwingt den Finalexperten Deutschland in die Knie. Ein letztes Mal präsentieren wir die Reaktionen der Presse

Finalanalyse: Am Ende ohne Kraft

Sie haben gekämpft, doch der Favorit war einfach stärker: Deutschland hat das EM-Finale von Wien 0:1 gegen Spanien verloren. Nach vier Jahrzehnten darf der ewige Geheimfavorit wieder einen Titel feiern – und das verdient.

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Die interessantesten Thesen zum Finale

“Einige Komparsen wurden durchgewechselt und die zweite Garnitur scheint besser und tiefer zu sein, als sie in der Ribbeck- oder Völler-Ära war. Das Grundgerüst ist aber grosso modo das gleiche geblieben. Dieses Grundgerüst spielte eine EM eher unter den Erwartungen und das konnten die anderen Spieler nicht rausreißen.” (allesaussersport)

“4-4-2 or 4-2-3-1 doesn’t really matter. The change might have worked well against Portugal, but probably also had a bit of a placebo effect in giving the team some confidence back. Again this whole patch-work team and tactics building during the tournament is something that needs to be discussed.” (ten conclusions, worldcupblog)

“Als echte Turnierbestie hätte Deutschland in den ersten zehn Minuten mehr Eindruck machen müssen, stärker Gefahr ausstrahlen, wenn nicht sogar in Führung gehen.” (direkter freistoss)

“Für mich ist der Verlierer dieser Europameisterschaft 2008 eindeutig Michael Ballack: Ich werde nie verstehen, warum der Mann von den Medien so gefeiert und hochgelobt wird. Er hat im ganzen Turnier nur ein einziges gutes Spiel gezeigt und wird als Weltfußballer dargestellt. Es ist immer die Rede davon, dass er so mannschaftsdienlich spielen würde. Gerade in so Spielen, wie heute, braucht man einen Führungsspieler, der so eine Mannschaft lenkt und nicht nur durch Fehlpässe auffällt.” (Bam Stevinho)

“Das sie tatsächlich zweiter wurden, ist eigentlich der größte Witz des Turniers. Wieviele Mannschaften gibt es wohl, die besseren Fußball spielen als die deutsche Nationalmannschaft? 3? 5? Der ganze “Pool B”? Gute Güte, was hat Metzelder ein schwaches Turnier gespielt. Aber er braucht sich nicht grämen. Löw tut ja nix. In Afrika darf er sich sicher wieder einen Bart wachsen lassen.” (User-Kommentar von Fußballblogger dreieckeneinelfer)



4 Kommentare

  1. EL TOQUE (sprich: el toke; das Kurzpassspiel) stand es in grossen Lettern in den Spanischen Zeitungen vor dem Finale der EM. Nicht Franco, nicht der 22. Juni, nicht der Viertelfinalfluch, nicht dass Elfmeter-Pech, kein Frankreich, Deutschland, Italien oder sonstige körperlich überlegenen Gegner waren das Problem der Titelflauter der spanischen Nationalmannschaft, sondern nur, dass sie auf das exzellente Kurzpassspiel, das auch der Primera División zu so vielen Titeln verhalf, verzichteten wenn es darauf ankam.

    Doch dieses Mal war es anders. Der Mannschaft wurde in diesem Tournier und von Trainer Aragonés aufgezeigt, dass Spanien seine Stärke eiskalt ausnutzen muss statt an den Schwächen (körperliche Kraft, lange Pässe) zu arbeiten.

    Spanien hat nicht nur die EM gewonnen. Spanien hat endlich seinen Stil gefunden und wird diesen konsequent weiterverfolgen. Es gibt keine Mannschaft auf diesem Erdball, die technisch & taktisch so stark ist wie Spanien. Brasilien hat Einzelspieler, die mit dem Ball zaubern - Spanien hat eine Mannschaft, die den Ball so sicher beherrscht, als wäre er mit ihnen verkettet.

  2. sorry wg. der Fehler, aber ich hab das jetzt einfach aus der Leidenschaft raus geschrieben, ohne vorher zu korrigieren…

  3. Fazit: es war nicht so, dass Deutschland nun supergut die ersten 12 Minuten gespielt hätte, obwohl man zugeben muss, dass man es nicht oft sieht, dass dort 5 Pässe hintereinander ankommen. Der Grund der kurzen Flaute war, dass Spanien mit langen Bällen zu spielen begann, die sie dann verloren. Ab der 13. Minute folgten die ersten Kurzpässe und somit lief die deutsche Mannschaft dem Geschehen hinterher.

  4. hey eric,

    hau mal nich so auf den putz. wieviel jahre dauerte es jetzt?
    die leistung der nationalelf vom portugal-spiel hätte auch
    euch mit garantie vom platz gefegt.
    trotzdem glückwusch, verdient ist es gewesen.

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