Feyni Dame

Wiä lang han i bruucht, bis i vertrage hab kinne, dass ebber “Frau Derndinger” zue mer sait? S’het ä Wieli duurt.

Ich bin doch d’Uli vun s’Deredingers odder d’Ulrigge uss de Hauptstroß odder villicht au ä viehmässigs Mensch odder ä Bajass… Awer “Frau Derndinger”? Des klingt so erwachse, fascht schu alt, un so gscheit un verninftig. Frau un Dame sin immer nur die anderi gsin, uss de Stadt, ussem Fernseh.
Awer eigentlich bin i froh, dass i mi nid zuenere feyne Dam verstelle muess. Muesch di anmoole, Haltung bewahre un de weisch niä, wer di nur weggem Ussähne gern het. Kei Wunder, dass do manchi verzwiefle un uff de Hund kumme!

Feyni Dame

Fädere uff’em Hüet,
un im Gnick
ä Fichsli mid Blaschdigaigle
An de Lein
ä kleiner Scheereschliffer
wu so bleedsinnig bäffzt,
dass mr‘m des Schicksal vun dämm Fichsli
an de Hals winsche wott!

Ulrike Derndinger

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