Maläschte

Ulrike Derndinger am 21. Juli 2011 um 10:54

Achtzigschter Geburtstag uffem Land.
Mer richtet d‘guet Stub her, kauft und bacht viel z‘viel und wartet drno, abgschafft vun de Rischterey un Schafferey morges uff Gäscht, wu awer nit kumme. Dodefir drepple sie sich z’Mittag im Husgang halber kaputt un hocke gschtopft an de Kaffeedafel, dass diä, wu bediäne, ball nimmi wisse, in wellere Kann jetzt de koffeinfreye Kaffee und in wellere de „richtige“ isch. Eins vun de Gäscht riäft drno: „Ich kann kei rächter trinke, nooch de Zweie vertrag ich kei einziger Schluck meh“, un schun isch mer bim Lieblingsthema – bi de Maläschte.
Ä Schlägli, allgemeini Dirmligkeit odder Knie, wu knackse (Zitat: „Bi mir ischs in de Hauptsach s’Linke! – „Sey froh, bi mir sin beidi schlächt!“) werre abghandelt. Ä beesartiger Krebs triibt d’versammelt Mannschaft um un mer schittelt de Kopf: „Bi so nere junge Frau, wu niä Fleisch g’ässe het…“. Als witter het mers vun Schmerze im Kriz, wu immer um d’Mittagszitt kumme un wu nur wiche, wemmer nochem Esse einigermaße lang uffs Kanepee leyt. Mer wott jo nit, awer mer muess, mer muess, ja; mer muess. Iwer Alzheimer muess natirlig au gschwätzt were. Ä Frau, wu ihri Muetter lang in de Dod begleitet het, meint drurig: „Des isch halt, wenn de nimmi ganz bache bisch.“
Zwische de Schwarzwälder Kirschtorte unnem nächste Stickli Käskueche wurds ä weng melancholisch. „D’Frau vum Emil geht au nimmi nuss, weggem Parkinson. Sie schämmt sich“, sait ebber, „no habi zuenere gsait, dass mer sich nit schämme muess, de Papscht het’s jo au ghet.“
Des wurd als Argument einwandfrei akzeptiert un mer geht, widder äweng uffgheitert, witter zum Salzige, zue de Veschperbreetle mit Girkli un Paprikastreife. Do fallt de dickschte Frau am Tisch s’Gwicht vun ihrem Mann i: „Er losst mi nit luege, wenn er uff d’Woog steht. Aber s’sin ibber zwei Zentner, des weiß ich!“ Herzhaft bisst si in ihr Wurschtbrot ni und nimmt bim Abschied vum Geburtstagskind s’Kuechepaket fir deheim gern an – fir ihre Mann, sait si. Si selber dät jo uff kei Fall devun schnaige, will si ä klares Ziel im Blick het: „G’sund bliibe un äweng abnämme. „Weisch“, sait si, „ich will in fümpf Johr dinner 85er erläbe – un no kriäg ich jo dert widder ä Stickli Kueche un ä gueti Tass Bohnekaffee, des dät mir lange!“

Nachruef fir de Gero Herr

Ulrike Derndinger am 21. Juli 2011 um 10:51

Am 11. Mai isch de alemannische Dichter un Liedermacher Gero Herr gschtorbe. Bi de Trauerfeier in Orteberg hab i des vorgläse: mehr… »

Schatzkästleintext: Was soll i koche?

Ulrike Derndinger am 21. Juli 2011 um 10:47

Diä Gschicht hab i vorglese am 7. Mai, als literarischer Prolog zum 200. “Schatzkästlein” vum Hebelbund in Lörrach, ere jährliche Veranstaltung zue Ehre vunem Johann Peter Hebel. mehr… »

Guet im Fuetter

Ulrike Derndinger am 21. Juli 2011 um 10:44

Uff de rächte Sitte Hund Susi, uff de linke de Kater Zwerg, in de Mitte d”Alt mit ihrem Seniorekarre. Macht si Paus, stockt de Hund, de Kater hockt ab un putzt sinner Bart un losst d”Alt nit uss de Auge. Im Hof haltet si Hof mit ihrem Gefolge. Laufe kann si nur noch schwer, allis, was usserhalb vun deheim isch, fallt ere schwer. Wiä s”Ikaufe.
Derwäge riäft si eimol in de Woch bi de Jung im Gschäft an un legt au nimmi verschrocke uff, wenn de hochditsche Kolleg dran geht. Eimol het si”m gsait: “Sage si de Dochter, dass mer Fuetter brüche. Si weiß Bscheid: Hund un Katz wiä immer.” Ussgrichtet het er: “Ich glaube, euer Hund ist krank. Er kotzt wie immer.”
S”isch de Alt wichtig, dass d”Viecher guet im Fuetter schtehn, dass si ihre noch lang folge. Si sin awer schnaigig un losse manchs Meggili Wurscht leye, wu d”Alt ne nakeyt.
Au fir sich will ebbs Guets uffem Veschperbrettli han. Irgendwenn het si gfordert, dass d”Dochter zum ä andere Metzger geht. “Un? Schmeckt d”Wurscht vum neye Metzger besser?” het si d’Alt ä Wiili hintenoch gfrogt.
“Ja”, het sälli gsait, “viel besser. Ich hab zwar nonit devun prowiert, awer d”Susi un de Zwerg fresse d”Schwarzwurscht jetzt einwandfrei.”

Allis guet

Ulrike Derndinger am 21. Juli 2011 um 10:43

De Mann isch in Rente gange un het uff eimol allis besser gwisst. De Garte zum Beyschpiil: Niä hätt er au nur ei Schritt niigsetzt, immer nur het er gsait, der dät sich vun ellein mache, des bissli Rupfe un Zopfe, der Muggeschiss Hacke und Umsteche, diä drey Minütte Saaie un Setze. Si het ne als gosche losse, im Garte sälwer het si jo ihri Rueh ghet. Awer zitter dass der Bruddler langi Zitt ghet het, isch er allewil ibberm Gartedeerli ghänkt un het kummediert: Tomate nehder zämme, Erdepfel meh nab in de Grund, d’Hanstriibli nit so käb stutze! Du kannsch mer de Buckel narutsche, het si denkt, au wenn mer d’Hex drno noch so niifahre duet.
Uss Protescht het sim ä paar Tomate un Erdepfel näbe de Mischthuffe gsetzt, mit denne kinnt er jetzt mache, was er will. S’isch em allis verreckt. Des het em gschtunke un er isch immer nur noch schtinkiger worre.
Lang isches drno nimmi gange, no het si sich uff ihri alti Däg scheide losse – au wenn er ä scheeni Rente heimbroocht het. “Liäber arm un froh”, het si sich awer gsait, “Rente guet heißt noch lang nit allis guet.”

Frolleinwunder

Ulrike Derndinger am 21. Juli 2011 um 10:43

Ä Freundin het ä Kind bekumme – läse, was passiert isch.

Es isch ä Kriz mit de Wahl vun de Namme. Es gitt Eltere, die welle ihre Burscht ebbs himmlisch Bsunders verleihe un hinteno stritte sich de Tschingiskan Weber, d’Soraya Muckenhirn un de Rocky Maier um s’Schifili im Sandkaschte. Mer het schun richtig Angscht, wenn ä schwangeri Frau im Bekanntekreis sait, dass es arg schwer sey, ä Namme z’finde un mer kinnt jo nit eifach irgendeiner nämme, wu käme mer do hin. Jo. Zweimol het derwäge ä Freindin de Frauearzt gfrogt, ob er sich ganz sicher sey. Ja, ä Biebli gitts, ganz sicher. Also auf geht’s, s’isch Namenwahl. Jonas isch ussgfalle, der beese Keip vuns Nochbers heißt eso. Lukas gitts schun fünfezwanzig in de Verwandtschaft. Kevin, Justin, Marvin? Sin doch nimmi in. Es isch zuenere richtige Qual worre. Fir ä Maidli wär’s licht, awer fir ä Kerli! Vor lutter nit wisse het di Freindin immer meh Lit gfrogt un jeder het ere ebbs anders groote. Kurz vor knapp het’s gheiße: Laurens, den Namme nämme mer. Des isch ä schweri Geburt gsin. “Glückwunsch zue de Dochter”, het’s im Kreißsaal gheiße. Des Kind het mer kurzerhand Emma daift un uff de Glickwunschkart isch gschtande: “Uss blau wurd rosa.” Au wenn demm angebliche Bue buechstäblich ebbis g’fehlt het: D’Eltere hän ibber des Frolleinwunder herzlich lache miän.

Rächt schwätze

Ulrike Derndinger am 21. Juli 2011 um 10:42

Vorsicht, Satire!

Kevin, weisch du iberhaupt, wiä mer ä Sau metzt? Des wisse ihr jo garnimmi! Do hesch du di Sau ussem Stall zoge, dass si briält het wiä de alt Schuelmeischter Meier, no hesch ere eins druffgänn mit de Axt. Zack un bumm, un ’s Bluet riähre un Därm usswäsche, des het immer de Brueder vum Sepp mache mien, weisch de Sepp, dinner Uropa, also minner Vatter, un drno, aaahhh, Metzelsupp. Metzelsupp – des kenne ihr jo garnid. Des muess mer eych jo erkläre! Un ’s halb, was sag’ i, ’s ganz Dorf isch debi gsin. Des sin noch anderi Zitte gsin, des isch noch ä Gmeinschaft gsin, do isch des nonit so anniniim gsin wiä hitt. Aber des kinne ihr eych jo garnit vorstelle, ihr jungi Lit. Do isch mer so noht uffenander ghockt, dass mer sich in de Topf luege het kinne, do isch mer obends im Gässli vorem Hisli gsesse uffem Bänkli zum ä Schwätzli. Fernsehli, äh ich mein, Fernseh, hets jo keins gän. Weisch Kevin, friäher do hän d’ Litt noch rächt mitnander gschwätzt, awer nit uff Englisch, nei, rächt im Dialekt. Wisse ihr iberhaupt noch, wiä des geht, mitnander schwätze? Kevin? Kevin, horchsch mer zue? Was saisch, ich lueg de ganz Dag Fernseh un de dätsch au gern mol ebbis sage? Nit wisse wiä mer ä Sau metzt un jetzt au noch frech werre!

Ney

Ulrike Derndinger am 21. Juli 2011 um 10:41

Am achte Jänner wurd’s ei Johr, dass es si kalt verwischt het. Het er sich zitterher verändert? frogt er in de Spiegel. Ja, er dät morgens nimmi us Versähne zwei Tasse uff de Tisch stelle. Er dät au nimmi zum Kannepee hinschwätze bim Fernsehluege un so dappig wiä ner am Anfang gsin isch, sey er nimmi. Er häb kapiert, wiä mer Nudle lind kriägt un dass Wullsocke bi 95 Grad mächtig ins Schwitze kumme.
Jede Samschtig dät er nass butze, nit will er meint, dass es netig wär, aber si het immer gsait, dass mer des an un fir sich mache dät. mehr… »

Verzehlt

Ulrike Derndinger am 21. Juli 2011 um 10:39

Friedheef – Riäwi, Schuudere, toti Plätz, wu ä Huffe Läwe drin isch. mehr… »

Obends

Ulrike Derndinger am 13. Juli 2010 um 11:50

Obends, wenn i alt ussieh un abbrennt bin wiä ä Kerzedocht, zindsch mi an. Obends,wenn i nix meh weiß wiä dass i heim will, no wartsch dert uff mi un hilfsch mer uff d’Spring. Obends, wenn i verdoopst un verdätscht bin vun de Litt, wu mi angriffe hän, geh i bi dir in d’Schwemmi. Obends, wenn im Fernseh nur Seich kummt un in de Zittung bloss schlechti Nochrichte stehn, machsch Grimasse, dass i hiile kinnt vor lache. Obends, wenn i nit schloofe kann vor ludder Karussell im Kopf, hilfsch mer de Ussknopf finde. Obends, wenn i schimpfe muess un deebere ibber minner leere Geldbittel, findsch du: Mir sin doch rich. Obends, wenn i ellein ums Eck spazier, grad schnell zum durchschnappe, blibt mer fascht d’Luft weg, wenn i denk, dass du nimmi näbe mer sin kinntscht.

Priisträgergschicht: D’Mohnbluemefrau

Ulrike Derndinger am 14. Juni 2010 um 12:44

Diä Gschicht vun mir het im Wettbewerb vum Südwestrundfunk (SWR), de Muettersprochgsellschaft un de Badische Zittung de dritte Priis in de Sparte Prosa gwunne. D’Priisverleihung isch am Dunnerschtig, 10. Juni 2010 gsin, im SWR in Friburg. De Wettbewerb isch anonym gsin un het 240 Isendunge in de Sparte Lyrik un Prosa ghet.

D’Mohnbluemefrau
Kuehauge starre si an. Si pfetzt d’Auge zämme, awer si sieht rächt: Ä Kueh mit rosige Naselecher luegt si an, mit eme glänzige Muul. Ä Lache drehnt vun irgendwoher, es rauscht im Ohr. Schmerze triibe si innerlich im Ringe rum. Escape, Flucht; wo druggt mer des Programm weg?
Mit schwere Verletzunge isch d’Evi igliifert worre. Si isch mit em Rad unter ä Laschtwage groote un wär fascht verbluetet. Vun dem allem weiß si nix meh, nur was vorem Unfall gsin isch, des weiß si wohl: si het Krach ghet mit em. Er isch bsoffe gsin. Widder mol.

Widerwillig wacht d’Evi uff, hätt wotte witterdämmere, abtauche in warme Schmerzmittelbäder. Aber si niächtere si uss un an eme scheene Dag luegt si an de Kuehpostkarte uffem Nachttischli vorbey un sieht ä Berg näbe sich im ander Bett. Im Altwibernachthemm mit Mohnblueme druff tirmt sich ä Frau, bruun bis zu de Ellebeege und rund wiä ä frischer Hefezopf.

D’Mohnbluemefrau schwätzt vil. D’Evi mag nit rede. Zue vil het si sich in de letschte Johre s’Muul fusslig babbelt, het bettelt, het bittelt, het briält, het gschumpfe un gjomert in de letschte Johre.
Statt mit ere Kontakt uffznämme, studiirt d’Evi diä Frau, duet si wiä ä Buech läse. S’Schnurrbärtli heißt: Schlechti Auge oder zittrigi Hand, wu kei Pinzette meh hebe kann. Graui kurzi Hoor, wu fludrig abstehn, heiße: Ä eifacher Schnitt duet’ses au zum Schaffe. Ä zartbitterschokladigs Lache, alli paar Minutte russglacht, heißt wohl: Eifachs Läbe, aber z’friede. Ei Fueß vun de Mohnbluemefrau luegt unter de Bettdecki vor, wiä ä blauroter doter Fisch, krankhaft glänzig un schuppig. Was liest mer do druss? D’Evi drillt sich weg. „Ich hab nur noch kranki Litt um mich,“ schiäßt’s ere ins Herz.

D’Evi findet kei d’Rueh, si denkt an de Mann, wu jetzt daheim bsoffe uff em Kanapee leyt, der Mann, wu ihrer sin soll. Er isch ere so fremd, kummt ere so unvermisst doher un steert si. Am liäbschte wott si ne amputiere uss ihrem Läbe – di Fehlanzeig vun demm, was si sich versproche hän, was si sich versproche het. D’Mohnbluemefrau schnarcht friedlich. D’Evi gspiirt, wiäs ere heiß wurd vor Wuet. In ihre tobt ä Kriäg un di do het ä gueti Rueh!

An eme Morge macht sich d’Bettnochberi Sorge, s’geht’s debi um d’Hiehner, soviil d’Evi mitkriägt.
„Hesch ne Wasser gän? Hesch d’Eier ussgnumme? Morgens Weise, mittags Kraftfuetter un obends Griäns, no lege si besser. Un schwätzsch als emol mit ne, des sin si vun mir gwehnt.“ „Diä Sorge wott ich han“, winscht sich d’Evi. Si gspiirts im Hals pulse.
Bi de Lymphdrainage verkauft d’Mohnbluemefrau, wu schiints Bieri isch, zu allere Unrueh dezue ä Balle Strauh per Telefon, un vorem Dokter macht si Witz ibbers neye Hüftg’lenk: „Es sott ä Schmiernippel han, wiä bim Bulldogg. No kinnt mers ifette, wenn’s nimmi rundlauft!“ De Dokter luegt drii wiä ä alter Mercedes.
Un wenn als alli ussg’lacht hän noch denne Vorstellunge, lehnt si sich zu de Evi nibber un sait: „Habi nit rächt?“
Hit muess d’Evi zum erschte Mol mitlache – obwohl si grad ä schweri Entscheidung troffe het. Si will sich trenne vun ihrem Mann, mit dem si immerhin ä Hus baut het un in drey Vereine isch. Si het gruusigi Moris devor, dass si im Dorf bees verhandelt wurd: „Des macht mer doch nit, der arme Mann ellein losse!“

In de folgende Nacht passiert ebbis Komischs. D’Bieri un d’Evi briäle zum Erbarme so lutt, dass es d’Nachtschwester uffem Gang heert. Beidi Fraue schloofe un schaffe gheerig in ihre Neschter. D’Evi hiilt un jomert wiä ä Schloßgschpenscht, d’Mohnbluemefrau haut mit beide Händ fescht uffs Plümo un briält „Geh weg!“.
Do wacht d’Evi uff und frogt, noch dusslig halber im Traum: „Wer soll weggehn?“.
Unni s’Liecht anz’mache, im duschtere Zimmer, sait d’ander, au grad verwacht:
„Ich hab vun minnem dode Mann traimt.“
„…“
„Ich bin unter unserem Gaishirtlibaum g’sesse un er het mi bedroht. Eimol isch er de Deifel gsin, dann widder ganz normal er.“
„S’isch alles guet. Nur ä beeser Traum. Versueche Si, widder in de Schloof z’kumme.“
„Mach ich. De Schloof loss ich mir vun demm wiäschte Keip doch nit vermassle. Guet Nacht … odder habi nit rächt?“
D’Evi nickt im Dunkle.
Wiä als Bestätigung lupft drno d’Mohnbluemefrau äweng hinte hoch un losst ä geräuschvoller Wind ab. Dann heert d’Evi, wiäs si sich wegdrillt un sich mit eme luschtvolle „Ahhh!“ ins Kisse neschtet.

S’Zimmer isch ganz hell worre. Schiints isch de Mond uffgange. Ä Wiili luegt d’Evi de Bieri uff de krummgschaffte Buckel. Si duet druss läse: Viil g’schafft un viili, viili schweri Laschte trage – aber nit broche.
D’Evi merkt, dass d’Mohnblueme uffem Nachthemm in dem diffuse Liächt ganz schwarz ussähne. Awer in ihre Träne glitzere si wiä im ä Kaleidoskop.

Spare

Ulrike Derndinger am 16. Mai 2010 um 12:44

Stell de Hahne ab – Wasser spare
Schalt s’Liächt uss – Strom spare

Mach de Fernseher lutter – Schwätze spare

Mythos Wald

Ulrike Derndinger am 10. Mai 2010 um 12:44

„De Mythos Wald isch zruck“ hab i g’läse. Awer mer dät ne nimmi verkläre wiä ditschi Romantiker oder bluet- und bodemässig missbruche wiä d’Nazis. De Wald sey hit, so der Artikel, ä stylischi Werbe- und Film-Tapete uss ere scheene alte Zitt; er sey „ökoromantisches Gehege der Sehnsucht“ inere technisiirte Welt, wu grad s’Mättli nageht.
 Aber, des isch s’Fazit, richtig noht kummt de hittige Mensch mit dere Haltung im Wald nit. Ich find, des trifft’s – un des wiederum trifft mich. Ich dapp au ball jeds Wocheend ökoromantisch verzückt umenander, dass s’Bürosessel-Hinterteil uff Trab kummt, un de Geischt zum Schnuufe.
 Aber Halt: d’Bromere, Heiwere un Erdbeerli – kammer diä wirklig esse? Oder solle si nit liäber als Farbtupfer uff dere romantische Waldtapet hänkebliibe? Wer weiß, was nit alles an Dreck dranhängt?  Armer Mensch im 21. Johrhundert! Entfremdet vum Wald, frischtet er ä Läbe als Statist in Baumkulisse.
 Diä zwei Waldbure, wu ni z’letscht troffe hab, juckt des intellektuelle Gschwurbel um d’Ökoromantik null. Ich hab si gfrogt, ob sich’s lohnt, bis dert vori um de Rank z’laufe; mer kinnt jo villicht ä naturreini, schweigsami Ussicht dert han? Do hän die beidi mit ihre Motorsäge in de Händ drigluegt, wiä wenn ich mich nochem nächschte Beate-Uhse-Lade erkundigt hätt. „Kei Ahnung, dert simmer noch niä gsin“, het einer Antwort gän, „Wisse Si, do g’heert uns halt kei Wald.“
 Do bin i widder mit beide Fieß uffem (Wald-)Bode gstande un hab mi an de Natur gfreit. Eifach so.
Ulrike Derndinger

Hexedanz

Ulrike Derndinger am 10. Mai 2010 um 12:44

„Ich hass d’Fasent, ich hass d’Fasent, ich hass d’Fasent“ – des Mantra muess si sich in de Schädel brenne. Do derf ere kei Ussrutscher bassiere. De Bus fahrt los, ibber Land, heimwärts noch de Ärbet. „Ich hass d’Fasent. Des Rumjäschte, des Bajasse, der Hexedanz, der Hellelärm, diä knorzigi Maske mit de lange Zinke – des alles geht mer immer meh uff d’Nerve.“ Schun vor Wihnachte het si denne Stuss verzehlt, un dass es uss do nur ei Usswäg gitt: Witt furt fahre. Zum Kuseng noch Hamburg fir vir Däg. Si däts eifach nimmi vertrage, diä verordnet Luschtigkeit. So tarnt will si ins Häs vum Brueder schlupfe un sich bim große Nachtumzug unter d’Männer mische – als einzigi Frau. Wie lang het si sich des ussgmolt! Schun als Kinderschiäleri het si vun dem dämonische Schauspil draimt mit ihre mittedrin. De Bus bremst hart. Wenn si verwischt werre, miesste de Brueder un de Vatter uss de Zunft nuss. So sin d’Regle. Des däte di zwei nit ibberläbe. Des dät si nit ibberläbe. Si fröschtelt.
„Narri!“, briält ere ebber ins Ohr. Der einde Nette vun de Zunft het sich hinter si ghockt, unni, dass si’s g’merkt het. „Draimsch?“, frogt er. „Jaja, ich draim mich furt. Weisch jo: d’Fasent“ – „Ja, ich weiß. Schad, dass de nit do bisch“, sait er mit eme sahnige Blick un schickt sich zum Usstige: „Weisch eigentlich, dass ich bim Umzug näbe dinnem Brueder herlauf? Also, glückseligi Fasent in Hamburg! „Si fahrt witter. Ihr Herz vollfiährt ä Hexedanz.
Ulrike Derndinger

S’Blättli-Spil

Ulrike Derndinger am 10. Mai 2010 um 12:43

Er isch Pfarrblatt-Ussträger, awer vor allem isch er Alde-Litt-Zuehorcher. 17 Blättli – des macht 17 Seele, wu am Hoftor uff ne warte. „Grad“ häb mer ussem Fenschter glüegt, do sey er „grad“ hergfahre kumme, do kinnt er jo „grad“ rikumme und „grad“ verzelle, wiäs de krank Mütter geht un was suscht noch im Unterdorf los sey. Si losse ne nid ehnder furt, bis er ä Stickli Kranz, ä sießer Sprudel odder ä paar Nusse odder Epfel gnumme het. Er spilt des Spil mit, meh uss Anstand wiä uss Interesse. Manchmol frogt er sich, ob er au mol so hinterefiir wurd, wenner mol ald isch. Di Tour isch hit guet gloffe. De beese Dackel vun de Fehrebacheri het er mit Schwartemage bestoche, de alt Beck het widder mol ibber d’Jugend bruddelt, ihne awer als „rühmlichi Ussnahm“ globt, un d’krank Frau Kofler het sogar lache mien, wo ner ihre demonstriert het, wie er Socke stricke kann – als Kerli! Am Schluss, bim Fachwerk-Hiesli vun de Frau Engel, do het er sich gwundert – nieme do, wu ne „grad“ verwitscht het. Er het ins Kuchifenster nigluegt, do isch eini ufftaucht un het gsait, dass d’Mütter hit Nacht gschtorbe sey. Mer bricht kei Blättli meh, mer dät jetzt im Internet luege, wenn Kirch isch. Do isch des Pfarrblättli-Spil ernscht worre un er isch heilfroh gsin, dass er bim letschte Mol ä weng uffs Kanapee bi de Frau Engel ghockt isch, obwohl er null Luscht dezue ghet het.
Ulrike Derndinger

Ver-schenkt

Ulrike Derndinger am 10. Mai 2010 um 12:40

De Hamberli het Pralinedurscht. Montscherii, Wiinbrandbohne, mit Eierlikeer un Rum – was er kriäge kann, stoppt er sich selig in d’Gosch. Des weiß d’Erika. mehr… »

Einmalig

Ulrike Derndinger am 27. August 2009 um 14:55

Meeresglitzere vum Bett uss gsähne, ä warmer, leerer Strand odder ä stiller Wanderwäg – in de Ferie bin ich uff de Suechi nooch einmalige Poschtkarte-Momente gsin. Nooch einere Woche in Frankrich hab ich beleidigt gmerkt: Mi Schicksal vergunnt mers nid! Stattdesse bin ich mit Gänshutt un Dutzende vun andere verfrorene Gschtalte umenanderspaziirt, uff de Suechi nochem Atlantikstrand. Nix mit Sunn, nix mit Einsamkeit. mehr… »

Danke, Jacky

Ulrike Derndinger am 18. Juli 2009 um 06:00

D’Jacky (also d’Gisela) will wiä d’Frau vum Kennedy sin. Mit Taftsprai tuppiert si d’Hoor nuff, moolt sich ä schwarzer Balke uff d’Augedeckel un zwängt sich in ä Etuikleid. „Jacky, ich heiß’ Jacky!“ kann si fauche, wenn einem mol widder „Gisela“ russrutscht. mehr… »

Ä Umwäg

Ulrike Derndinger am 1. Juli 2009 um 06:00

Ä (fascht) wohri Gschicht ibber d’Noochberschaft in de hittige Zitt. mehr… »

Kei Kinderspiil

Ulrike Derndinger am 24. Juni 2009 um 16:39

Alli schwätze iwer d’KRISE. De klei Toni muess no nid schaffe gehn, awer d’KRISE kriägter trotzdem z’spiire. mehr… »

Alldag

Ulrike Derndinger am 5. Juni 2009 um 17:20

Im Alldag muesch umenanderviechere un jäschte. Manchsmol verliersch in dem Kruuscht de Ibberblick… mehr… »

Hochzitt

Ulrike Derndinger am 30. April 2009 um 06:00

Hochzitt

Zwei scheeni Kiddel
Mache noch lang
Kei Hochzitt

S’brücht dezüe zwei Litt
Wu züendander ja sage

Awer dermaße

Ulrike Derndinger

Wodka-Sprooch

Ulrike Derndinger am 28. April 2009 um 12:37

Des isch di Gschicht, wu bim Gerhard-Jung-Wettbewerb ä Priis gwunne het. Es isch ä Gschicht vun Fremdsin un Ankumme. Es isch di Gschicht vum Wladimir us Kasachstan. mehr… »

Aktuell: Ulrike Derndinger gewinnt Gerhard-Jung-Wettbewerb

BZ-Online am 26. April 2009 um 17:05

Junge Beiträge gab es zuhauf beim diesjährigen Gerhard-Jung-Wettbewerb. Das Alemannische wird höchst lebendig, zeitkritisch und modern präsentiert. So auch im Prosatext “Wodka-Sprooch von Preisträgerin Ulrike Derndinger. mehr

Hol de Schang

Ulrike Derndinger am 23. April 2009 um 06:00

Mit Hörprobe!

Hol de Schang!

Kugelrund isch im Schang sin Wämsli, mit dem er sich an d’Kueh nadruggt. Dass er guet nilange kann. Griffe.
Steißlag odder Kopf. Saichwarm isches dodrin.
S’schmeggt iberaal noch Läbenssaft. Abkochti Seiler dran an d’Vorderfieß.
„Alla, ziäge,“ sait de Schang riäwig. mehr… »

Kumm rrrrrrri!

Ulrike Derndinger am 14. April 2009 um 16:56

Kumm nurrrrrrr rrrrrrri! Herrlich. Minni Friseeri, ihri Muetter isch us de Ortenau un de Vadder uss Kanada, het nid nur immer Zit fir mich un guedi Luun. Si isch au wegge ihrem bsundere anglo-alemannische Dialekt ä Bsuech wert. mehr… »

Feyni Dame

Ulrike Derndinger am 2. April 2009 um 06:00

Wiä lang han i bruucht, bis i vertrage hab kinne, dass ebber “Frau Derndinger” zue mer sait? S’het ä Wieli duurt. mehr… »

Der schiss Kriäg

Ulrike Derndinger am 26. März 2009 um 06:00

Fir alli, wu ploogt sin mitem Kriäg – vun friehner her noch odder ganz frisch.

Mit Hörprobe!

Der schiss Kriäg

De Paul isch igschloofe. Z’mitts bi sinne Gäscht. An de Diamantene Hochzitt, in de guet Stubb. Uff de Eckbank huckt er, ei Hand hebt s’halbvolleWinglas, d’ander gschdippert de Kopf. Er schnuuft ganz glich. I un us. I un us. D’Hand schiäbt sinni Brille witter hoch un de Paul knappt immer witter vorne nab. Ganz riäwig sin d’Gäscht worre. Si esse liis, si trinke liis, si schwätze liis. Si welle nde alde Mann schloofe losse. mehr… »

Sunndig un Werdig

Ulrike Derndinger am 25. März 2009 um 12:02

Wenn man in einem Büro arbeitet, ist immer Sonntag. Kleidungstechnisch gesehen. Was früher als „de besser Kittel“ oder „de Sunndigs-Huet“ nur für den Kirchgang aus dem Schrank geholt, und danach wieder fein säuberlich hineingehängt wurde, ist heute für mich die normale Büroalltags-Klamotte. mehr… »

Vadder

Ulrike Derndinger am 19. März 2009 um 06:00

Vädder sin anstrengend. Awer was wäre mer ohne si?

Mit Hörprobe!

Vadder

Vorschdelle kann i mers nid, dass de irgendwenn dinner Mudderwitz verliersch, dinni Gosch züe machsch un niä meh ä wuschperer Kommentar do russkummt. „Eine große Schüssel und nix darin, ach wie ist mein Bauch so dünn, Amen!“ am Mittagesse, un „S’gitt dicki Nudle un breiti Soß!“, oder dinni Antwort uff unseri Frog: Wer isch des?: Der, wu vun deheim furt isch.“ Wiä ich ä Maidli gsin bin, hett mich des viehmässig g’nervt. Un des duets jetzt manchsmol au noch. Dü regsch mi uff, Vadder! Un drno lueg i in de Spiegel un wer grinst mer do frech entgege?

G’schtippert

Ulrike Derndinger am 16. März 2009 um 14:00

Neulich in einer Gesundheitszeitschrift: Ein Arzt spricht von chronischer Obstipation. Eingeleitet wurde das Interview so: „Zu selten, zu hart, zu wenig, zu mühsam. Aber was ist normal?“.
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Wer isch gschdorwe?

Ulrike Derndinger am 12. März 2009 um 06:00

Uffem Dorf bassiert nid viel – usser s’stirbt ebber. In dere Gschicht läse ner, wiä d’Hedwig sich do nid drum scheert – un uss dem normale Trott usstiegt.

Mit Hörprobe!

Wer isch gschdorwe?

Sie hän immer de Hedwig angruefe. Will d’Hedwig wohnt näbem Mesner. Wer isch gschdorwe? Hesch schun ebbs ghert? Wie si di Froge g’hasst het. Woher soll sie des denn wisse? Sin d’Mure vum Mesnerhus durchsichtig? Kann ich Gedanke läse? Düe etwa ich Scheidzeiche litte? mehr… »

Salli un guede Dag,

Ulrike Derndinger am 5. März 2009 um 08:08

horche emol: Do bin i widder – nooch ere Paus mit neye Gschichte un Gedichte. Die Gschicht vun emme Vieh, wu mir bsunders imponiert het, kinne ner läse un sogar anhorche. Ihr mien nur säll Knepfli dert obbe anklicke, un schun hehre ner mich schwätze. Des isch ä feyni Sach, will de Dialekt bim Läse ä miähseligi Sach sin kann. S’alemannisch, wiä jeder Dialekt, isch eifach ä g’läbti Sprooch, wu nur schwer in Buechstabe un Sätz ni’zpresse isch. Un usserdem kumme bim Schriebe di Nuancen, di Details, di hauchzarti Betonungsunterschied nid russ. Also, in dem Sinn: horche emol her!
Ich frei mi übrigens au über Antworte, Kritik un Idee zum Blog – un ibber Lob sowisso.

Ulrike Derndinger

Zwische de Zielde

Ulrike Derndinger am 5. März 2009 um 06:00

Mit Hörprobe!

Zwische de Zielde

Bim letschte Bsuech in de Heimet hab ich ä Nochberi troffe. Mer hän nett gschwätzt. Awer zwische de Zielde het si ebbis ganz anderschds gmeint. mehr… »

Hochzitt

Ulrike Derndinger am 28. Februar 2009 um 07:25

Hörprobe:
 

Hochzitt

Zwei scheeni Kiddel
Mache noch lang
Kei Hochzitt

S’brücht dezüe zwei Litt
Wu züeendander ja sage.

Awer dermaße.

Des denkt mir

Ulrike Derndinger am 25. Februar 2009 um 14:16

Mit Hörprobe!

Des denkt mir

Wie du iber minner Unterarm fahrsch
Wie rüh dinni Zung isch
kräftig, sehnig, schleimig

Wie dinni Herner steyl zum Himmel zeige
Spitzi Lanze

Wiä dinni Wimpere sinn wie d’anbäbbti vum ä Filmstar
Nobel gschwunge. Zweifarbig sogar.

Wie din Ütter usssieht wiä ä Kraterlandschaft
Mit Striche dran, weich un warm wie Schokladepudding

Wie mir dich vun Hand ussmelke
Wie uns d’Milch links und rächts d’Gosch naglauft

Ulrike Derndinger

Widdersähne macht ä Freid

Ulrike Derndinger am 10. Oktober 2007 um 18:26

Liebi Blogg-Bsuecher!
S’kummt, was het kumme miäse: De Blogg macht ämol ä Päusli! mehr… »

de auguscht

Ulrike Derndinger am 10. August 2007 um 11:06

Er losst schwer noch, de Auguscht. Kerli! Wo bliebsch? mehr… »

Räge

Ulrike Derndinger am 9. August 2007 um 10:56

Immer wenn’s rägelt, kumme mir zwei Sprichli i. Eins vum Vadder un eins uss de Kinderschuel. Kenne Ihr au no ä baar? mehr… »

Isches des gsin?

Ulrike Derndinger am 25. Juli 2007 um 17:37

Zitter dass ich denke kann, sin mini Eltere mit wenig Geld do gschdande. Als Kind hab ich des nie verschtande: Die schaffe sich doch beidi z’dod uff ihrer Landwirtschaft. mehr… »

de bees pfennig

Ulrike Derndinger am 22. Juni 2007 um 17:40

heimet isch heimet isch kei heimet. mehr… »

Schpinntablette

Ulrike Derndinger am 21. Juni 2007 um 17:40

S’isch nid eifach fir Kinder, wenn d’Eltere alt werre. Un Schpinntablette helfe au nid widder. mehr… »

Rhabarberkueche

Ulrike Derndinger am 2. Mai 2007 um 11:15

Ä Hommage an de sieß-suur Rhabarberkueche. Un ä bissli Troscht fir alli Bäcker, wu an sinnem Baiser-Guss fascht verzwazzle. Güede Appetit! mehr… »

Mischtlachloch

Ulrike Derndinger am 28. März 2007 um 12:15

S’Mischtlachloch: De Vadder hett immer gwarnt, dass mer devun weg bliebe. Mir Kinder hän uns dran ghalte. De Hofhund Susi nid eso. mehr… »

Nuss

Ulrike Derndinger am 26. März 2007 um 12:15

S’Friähjohr isch widder do. Un i wott nuss, de Winter uss mer nusstriebe. mehr… »

Widder deheim

Ulrike Derndinger am 22. März 2007 um 18:36

Irland isch fascht nur noch ä grieni Erinnerung, ä Traum vun Schäfli un Rinder un Guinness-Bier. Un Isebahne hän si au. mehr… »

Uffsperre

Ulrike Derndinger am 18. März 2007 um 15:04

Minner irische Gaschtgeber, de Pat, isch grad im Aprilwetter unterwegs un ich kumm vun ere kleine Wanderung heim. Un des isch poetisch debie russkumme. Adje un gsund: d’ Uli vun de Insel. mehr… »

Irland

Ulrike Derndinger am 7. März 2007 um 18:11

Ball isches so witt. Ich reis uff Irland fir ä Woch. Zum Freund Patrick. S’Reisefieber isch noch unde, aber wenn i ans Meer denk, lupfts de Puls… mehr… »

D’ Uli isch im Radio gsin

Ulrike Derndinger am 28. Februar 2007 um 09:28

Mit Hörprobe!

 

Uff SWR 4 het mich de Klaus Gülker gfrogt, was ä alemannischer Blog isch. Un des hab i gsait:

Vadder

Ulrike Derndinger am 25. Februar 2007 um 16:54

Vadder, gi acht. Dü kummsch im Internet! Adjee un gsund: Uli mehr… »

Brilledoobser

Ulrike Derndinger am 23. Februar 2007 um 16:45

Gisch ebberm ä Schmutz, isch d’Brill im Weg. mehr… »

Gerechtigkeit

Ulrike Derndinger am 21. Februar 2007 um 15:05

Mer isch jo nid ellei uff de Welt als Dichteri – do kinne ner ä Gaschtbeitrag vun minnere Kollegi Maikka Kost lese, wu sich zu minnem Geburtstag verkinschtelt hett. mehr… »

Rindrig

Ulrike Derndinger am 18. Februar 2007 um 20:05

Halt jo d’Gosch! Derf mer des zue allene sage? Jedefalls sait minni Mudder immer: Du kannsch ä Kueh rindrig babble – also verruckt mache. mehr… »

Verliäbt

Ulrike Derndinger am 16. Februar 2007 um 20:03

Wemm s’Herz voll isch, demm gehts ibber… mehr… »

Sunndig Nommidäg

Ulrike Derndinger am 14. Februar 2007 um 20:03

Sunndig: als Kind hab i ne ghasst denne Dag, wu mer sich hätt kinne stundelang uff d’Stross lege – unni dass nur ä bizzli bassiert wär. mehr… »

Fallobscht

Ulrike Derndinger am 10. Februar 2007 um 06:00

Erotischi Epfelbaim. Wer hätt denkt, dass es so ebbis gitt?

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Träne-Eel

Ulrike Derndinger am 8. Februar 2007 um 06:00

Schämm di nid firs Hiele. Fir dinni Träne un Schmerze. Schämm di nid – Träne schwemme de Mischt ussem Herz nuss mehr… »

Oh Mudder

Ulrike Derndinger am 7. Februar 2007 um 10:16

“Oh Mudder” gesprochen von der Autorin

Oh liäbi Mudder. Oh bleedi Mudder. Ewigs Thema, nervigs Thema, grosses Thema. Thema vum nächschde Schdick.<
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Hochzitt

Ulrike Derndinger am 6. Februar 2007 um 16:00

Verliäbt isch des eine. Verhirotet des andere. Odder?

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Adjee un gsund

Ulrike Derndinger am 2. Februar 2007 um 10:35

An ihre in de Sibbziger verschdorben Vadder hett si’s erinnert, min “adjee un gsund”. Mit dem alemannische Grüeß hab is tatsächlich gschafft, ne uffzwecke, de alde Herr vunere Arbeitskollegi. Hitt an Lichtmess hett minner Vadder Geburtstag: 68 – nurs Beschde fir minner alde Herr! mehr… »

De Winder ischs

Ulrike Derndinger am 31. Januar 2007 um 10:22

Im Sauschdall hänke Wärmelampe, wu d’kleini Saili sich wärme. Do leye si dann uff eim Huffe. Un mitte druff: Ä Kätzli, wu’s nimmi ins Huus zu de Buurslitt in d’warm Stubb gschafft hett. mehr… »

Bludd

Ulrike Derndinger am 29. Januar 2007 um 10:26

Jesses Gott: D’Mudder isch sächzig worre. Un ich wurr ball drissig. Ich, Ulrike, de “Hofnachfolger”, wu halt ä Maidli worren isch. mehr… »

Hochditsch werre

Ulrike Derndinger am 22. Januar 2007 um 13:37

An de Fasent schwätze si alli uff eimol alemannisch. Des find i guet. Au wemmer unterm Johr riäwig au Mundart babble kinnt. Odder schämme ner eych defir?

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Liebe Alemannisch-Fans!

BZ-Online am 19. Januar 2007 um 10:05

Seit 30 Jahren denkt und lebt Ulrike Derndinger alemannisch. Seit fünf Jahren schreibt sie es auf. Direkt vom Herz aufs Blatt. Hier werden Texte stehen, die intim vom Aufwachsen auf dem Bauernhof erzählen, von ihren Eltern, vom Mikrokosmos Dorf. Sie erzählt garantiert blümchenfrei aus der Sicht einer Frau, die in Freiburg lebt. Aber gerne zurückkehrt und beobachtet. Am Kirchturm vorbei.